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6.000 rockten am Hauzenberger Festplatz

Von Bühnenguerillas und Bierdosen

Gute Musik, gutes Wetter, gute Stimmung: Rund 6.000 Besucher haben am Wochenende das Pfingst-Open-Air genossen - und die vielen ungewöhnlichen Ideen der Veranstalter.

veröffentlicht von Laura Lugbauer am 14.06.2011 12:16 Uhr im Ressort Land & Leute

Es ging ja auch schon gut los: Bei der Anreise am Donnerstag und Freitag wurden die meisten Camper mit Sonnenschein auf dem weiterläufigen Gelände empfangen. Zelt aufbauen, gemütlich machen hieß es dann erstmal. Und Luft holen für ein umfangreiches Programm.

Während am Freitag auf der Hauptbühne zu Egotronic und Flogging Molly abgerockt wurde, ließen es manche lieber ruhiger angehen und lauschten im Kulturzelt dem Poetry Slam oder Kurzfilmen. Neu war in diesem Jahr die schwarze Scheune, die vor allem die Freunde elektronischer Musik auf ihre Kosten kommen ließ.





Abseits des offiziellen Angebots formierte sich am Samstag auf dem Campingplatz ein gefährliches Highlight für die Besucher: Bierdosen mit dem Gaskocher zum Platzen bringen. Immer wieder hallte und spritze es auf dem Gelände, was von einer großen Zuschauerreiger mit großem Gejohle begrüßt wurde. Noch mehr Euphorie gab es auf dem Zeltplatz nur, wenn die fahrende Guerilla-Stage herantuckerte. Newcomerbands aller Stilrichtungen gaben auf dem Traktoranhänger ihre Darbietungen und fanden auch schnell Anhänger, die den weiteren Weg über das Gelände mitbestritten. Viele davon mit bunt bemalten Gesichtern - denn im Kulturzelt war an diesem Tag neben Schach, Thaiboxen und Komödienstadel auch Body Painting angesagt. Bunt war auch die Mischung auf der Hauptbühne: Lokalmatador Uwe Kaa, 17 Hippies, Prinz Pi, Johnossi und die Crystal Fighters, die als Headliner an diesem Abend dafür sorgten, dass auch der letzte Fußwipper nicht mehr an sich halten konnte. Der einsetzende Regen trieb die Menge dann nach Mitternacht ins trockene Kulturzelt zur langen Liedermachernacht.

Der Sonntag dann: wieder trocken, zwar bewölkt aber heiß. Bereits ab 12 Uhr war die Main Stage gut besucht: Keller Steff und Band machten den Anfang, über The Rudes und Gisbert zu Knyphausen ging es dann zu Casper und den gerade wiedervereinigten Boysetsfire. Am Ende des Tages waren alle glücklich: Die Organisatoren um Kathi Kasipovic-Rauecker, weil alles weitgehend glatt gelaufen war, die Bands und die rund 6.000 Zuschauer, weil die Stimmung gut gewesen ist - und Polizei und Sanitäter weil es keine größeren Zwischenfälle zu beklagen gab.

Fotos: Lugbauer


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