Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Schulleiter ziehen ein Fazit vom DoppeljahrgangAbi 2011: Anstrengend war's schonEndspurt: Der doppelte Abijahrgang ist so gut wie gemeistert, nach den Ferien bekommen auch die G8-Schüler ihre Zeugnisse. Wie ist es denn gelaufen an den Passauer Schulen? Und: Hat ein Jahrgang besser abgeschnitten als der andere? Wir haben mal nachgefragt - und interessante Antworten erhalten. Viele Schüler mit einer Eins vor dem Komma Am Gisela-Gymnasium hat man den Doppeljahrgang gut über die Bühne gebracht, sagt die stellvertretende Schulleiterin Gertrud Brunnbauer - "auch, wenn es für die Lehrkräfte natürlich schon eine enorme Belastung war." Trotzdem haben sie alle rund 80 Schüler durch die Prüfungen gebracht. Ohne die Nachbesserung aus dem Kultusministerium (siehe Kasten unten) wäre das laut Brunnbauer allerdings nicht gewährleistet gewesen. Am Ende haben die Schüler aus dem achtjährigen Gymnasium sogar ein bisschen besser abgeschnitten als die aus dem G9. Das ordnet Brunnbauer auch der unterschiedlichen Zusammensetzung der mündlichen Noten zu. Denn die jüngeren müssen in zwei Fächern ins Mündliche, die älteren nur in einem. In beiden Jahrgängen gebe es aber sehr viele Schüler, die eine Eins-Komma auf ihrem Abizeugnis stehen haben. Der letzte G9-Jahrgang hat die Schule schon im Mai verlassen. Was werden die Lehrkräfte vermissen? Da antwortet Brunnbauer schnell: Die Spezialisierung in den einzelnen Fächern. Beim G9 konnten Schüler ihre beiden Leistungskurse weitgehend frei wählen,im G8 ist der Prüfungsplan strenger vorgegeben. "Allerdings freut es mich als Deutschlehrerin auch, wenn alle Schüler ein ordentliches Abi im Pflichtfach Deutsch ablegen"; sagt Brunnbauer, "das beurteilt wohl jede Lehrkraft anders." Mehr Arbeit vor allem für Deutsch- und Mathelehrer "Alles rund gelaufen", ist auch am Leopoldium, versichert der stellvertretende Schulleiter Dr. Konrad Wieland. Obwohl die Belastung für das Kollegium natürlich viel höher gewesen sei als in den Vorjahren. Allein rund 150 mündliche Prüfungen mussten abgenommen werden. "Mit der Pflicht, dass alle G8-Schüler eine schriftliche Prüfung in Deutsch und Mathematik ablegen müssen, ist für die Lehrer dieser Fächer natürlich der Korrekturaufwand stark gestiegen"; so Wieland. Trotzdem sei man zufrieden mit dem Ergebnis. Zwar haben nicht ganz alle der 117 Schüler (50 im G8, 67 im G9) ihr Abitur bestanden, Auffälligkeiten gebe es hier aber nicht, meint der stellvertretende Schulleiter: "Das kommt immer mal wieder vor und es sind auch nicht mehr als in anderen Jahren." Auch die Nachbesserung vom Kultusministerium habe die Schule kaum berührt und auch auf die Ergebnisse der Schüler nur "minimalste Auswirkungen" gehabt. Schnitt bis aufs Hunderstel gleich Ganz anders ist das am Adalbert-Stifter-Gymnasium: Schulleiter Guntram Kraus erklärt: "Die Änderungsvorschriften haben uns oft doppelte Arbeit gemacht." Trotzdem: Seine Kollegen und er haben "mit Erfahrung, Ethos und Verantwortung zum Wohle der Schüler gahandelt". Manche Lehrer hatten Kurse in beiden Jahrgängen und auch, wenn nicht für alle die Arbeitsbelastung gleich hoch war, so hat man doch durch Beisitzen und Zweitkorrekturen durch die Bank dem Kollegium viel mehr abverlangt an in den Vorjahren. "Der Schule und der Organisation ebenso", erklärt Kraus: von Räumen über Aufsichten bis zu den Abschlussfeiern musste alles doppelt geplant werden. "Wir haben die Herausforderung gut gemeistert und ich finde, das sollte von den Veranwortlichen im Ministerium auch respektiert werden", sagt Kraus. Auch für die Schüler - 70 waren es im G8, 90 im G9 - brachte der Doppeljahrgang neue Hürden. Der ASG-Leiter findet: "Man kann das schon so sagen, dass das verpflichtende Abitur in Deutsch und Mathe für die Schüler eine deutliche Erschwerung bringt." Trotzdem: Bis auf ein Hundertstel gleichen sich die Notenschnitte der beiden Jahrgänge. Zwar hat es laut Kraus im 8-jährigen Jahrgang des ASG mehr Einsen vor dem Komma gegeben - "allerdings mussten auch deutlich mehr Schüler mündliche Zusatzprüfungen ablegen um das Abitur noch zu bestehen." Trotzdem, so richtig vergleichen kann man G8 und G9 seiner Meinung nach nicht: "Es kommt ja auch immer auf die individuelle Jahrgangsstärke an. Und die ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich - egal ob die Schüler nun acht Jahre bei uns waren oder neun." Ursprünglich hätten die Schüler in den Pflichtfächern Mathe, Deutsch und einer Fremdsprache mindestens zwei mal fünf Punkte (entspricht Note 4) erreichen müssen. Zudem wären einmal fünf Punkte in einem der beiden weiteren Prüfungsfächer zu erzielen gewesen. Nach der Nachbesserung reichen den Schülern zum Bestehen einmal fünf und einmal vier Punkte in den drei Kernfächern sowie zwei mal fünf Punkte in den beiden weiteren Fächern.
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