| |
Projekt UrbanSelf betreibt Forschung zur StadtplanungDie Zukunft der Metropolen beginnt in PassauErkenntnisse für künftige Stadtplanungen werden von Passau aus gewonnen. Das EU-Forschungsprojekt "UrbanSelf" ermittelt zum Beispiel die Lebensumstände von Slumbewohnern. | |  |
Von den Bürgern der Städte werden Lösungen für die Metropolen dieser Welt entwickelt: Diesem Ansatz folgt das interdisziplinäre EU-Forschungsprojekt UrbanSelf. Von der Universität Passau koordiniert, erarbeiten Erkenntnisse für künftige Stadtplanungen. In Zusammenarbeit mit renommierten Hochschulen in Portugal, den Niederlanden, Ungarn, China und Indien, haben die Passauer Wissenschaftler Prof. Dr. Rüdiger Korff (Lehrstuhl für Südostasienkunde II) und Dr. Eberhard Rothfuß (Humangeografie) ein internationales Forschungsnetzwerk aus Soziologen, Geografen, Architekten und Ethnologen aufgebaut. Es untersucht im gegenseitigen Austausch, wie Bürger Stadt gestalten und bestimmte Prozesse selbst aufbauen und organisieren.
 Die internationalen Wissenschaftler beim Passauer Kick-Off-Meeting mit den Koordinatoren Prof. Dr. Rüdiger Korff (sitzend rechts) und Dr. Eberhard Rothfuß (sitzend links).
„In den armen, vernachlässigten Zonen schnell wachsender Großstädte können viele Bewohner keine Hilfe von kommunaler oder staatlicher Seite erwarten“, erläutert Prof. Korff. „Die Menschen helfen sich auf sehr kreative Art und Weise selbst, bauen auf Nachbarschaftshilfe und persönliche Netzwerke. Diese verborgenen kommunikativen Strukturen sind ein wichtiger Hintergrund für die zukünftige Existenz dieser Metropolen.“ Zwar wachsen die Metropolen Europas nicht mehr so rapide, doch bestehen auch hier laut Korff vergleichbare Probleme zu den Metropolen in China und Indien, so dass alle voneinander lernen können. Urbanself will aus den Lösungsansätzen der betroffenen Bevölkerung Strategien für die professionelle Stadtplanung abzuleiten und diese vermitteln.
Das Großstadt-Projekt, das gemeinsam mit der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR) entwickelt wurde, nahm in Passau mit einem internationalen Treffen seinen Auftakt. „Ein angenehmer Rahmen und kurze Wege für intensiven wissenschaftlichen Austausch, das sind die Stärken einer kleinen Universität und einer Kleinstadt“, sagt Korff. UrbanSelf sei beispielhaft für die weltweit anerkannte Kompetenz der Universität auf dem Gebiet der interdisziplinären Forschung und ihre hervorragende internationale Vernetzung. „Wir können unsere Studierenden und Forschenden nicht nur in alle Welt entsenden. Internationalisierung heißt, dass wir attraktiv sein müssen für Studierende und Wissenschaftler aus aller Welt.“
Die EU Kommission finanziert das sozial- und geisteswissenschaftliche Projekt mit 222.600 Euro für drei Jahre. Das Geld stammt aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm Marie Curie-Aktion IRSES (International Research Staff Exchange Scheme) mit. Es ist das zurzeit einzige sozialwissenschaftliche Projekt dieser Art, das an einer bayerischen Hochschule koordiniert wird.
Weitere Informationen gibt es unter www.urbanself-fp7.eu.
 Eine vom Gegensatz Arm-Reich geprägte Ansicht der brasilianischen Metropole Salvador da Bahia: Hier hat Rothfuß bereits über das Thema von UrbanSelf am Beispiel der dortigen Favelas geforscht.
Fotos: Uni Passau
|  | |
Die Stadt macht erste Schritte in Social MediaSeit Ostern betreibt die Stadt unter dem Namen Stadt_Passau einen offiziellen Twitter-Account. Damit können die neuesten Meldungen aus dem Rathaus von allen Interessierten verfolgt werden. zum Artikel Slideshow über Christian Stojkovic alias Beatbox JokerChristian Stojkovic (28) - besser bekannt als Beatbox Joker - erklärt uns in dieser Audioslideshow, wie Beatboxen funktioniert, wie er zum Geräusche-Machen gekommen ist und welche Klänge uns auf seinem ersten Album erwarten. zum Artikel Weitere Meldungen im Tagesticker |