Deine kostenlose Zeitung für Passau!

Weitere Beiträge auf der Themenseite


Die meist geklickten Beiträge


Aktuelle Kommentare



Neue Uni-Serie: Simon Heuberger und der Studiengang Lehramt

"Ich wollte schon immer Lehrer werden"

Die Uni boomt - Dieses Semester sind es über 10.000 eingeschriebene Studenten. Grund für den regen Zulauf ist zum Einen der doppelte Abiturjahrgang, zum Anderen das gute Studienangebot. Wir lassen in unserer Serie „Meine Uni Passau“ Studenten zu Wort kommen, die uns einen Einblick in ihren Studiengang geben.

veröffentlicht von Vinzenz Gebhardt am 16.11.2011 11:27 Uhr im Ressort Bildung & Kultur
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite.

Den Anfang macht Lehramtsstudent Simon Heuberger.


Simon Heuberger (25) studiert Lehramt für Realschule im siebten Semester. Als Fächerkombination hat er Deutsch und Geschichte gewählt. „Für Deutsch gibt es drei große Bereiche: Sprachwissenschaften, Ältere Deutsche Literaturwissenschaft und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Dazu kommt noch Fachdidaktik“, erklärt Simon. In Geschichte ist es ähnlich aufgebaut, es gibt Alte, Mittlere und Neuere und Neueste Geschichte. Am Ende seines Studiums schreibt Simon sein 1. Staatsexamen. Danach geht es ins Referendariat.


Simon Heuberger studiert Lehramt für Realschule

Simon studiert noch nach der alten Prüfungsordnung, das bedeutet er hat vor der Modularisierung (Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge) mit dem Studieren begonnen. „Ich bin froh, dass ich noch nach der alten Ordnung studiere, ich mache noch Scheine und muss keine Punkte sammeln“, sagt Simon. Das heißt, dass er für eine bestandene Prüfung einen Schein erhält, den er aufbewahrt und am Ende des Studiums abgibt. Bei modularisierten Studiengängen werden die Punkte im Internet gutgeschrieben. Der Vorteil für ihn ist, dass er auch sogenannte Sitzscheine machen kann. Simon muss dafür keine Prüfung leisten, sondern nur anwesend sein, um zu bestehen. Mit der neuen Studienordnung ist das nicht mehr möglich.

Er wollte schon immer Lehramt studieren. Dass er für Realschule studiert, sei allerdings eine Bauchentscheidung gewesen. Grundschüler zu unterrichten könne er sich nicht vorstellen und für Gymnasiallehramt hätte er das Latinum benötigt. Da er als Pfadfinderleiter schon pädagogische Erfahrung mit 11- bis 16-Jährigen gesammelt hat, passte Realschule am besten für ihn.

Uni mit Heimatnähe – Bildung ist Ländersache



Warum er in Passau studiert, liegt für ihn auf der Hand. „Ich wollte in der Nähe bleiben und meine Fächerkombi wurde hier angeboten“, erklärt er. Simon kommt aus Windorf, ca. 20 Kilometer von Passau entfernt. Da ihm sein soziales Engagement bei den Pfadfindern in Vilshofen am Herzen liegt, hat sich Simon für die Uni mit Heimatnähe entschieden. Simon wohnte zudem schon anderthalb Jahre vor seinem Studium in Passau.

Sein Studiengang ist stark geprägt von niederbayerischen Studenten. Grund dafür ist, dass man Lehramt am besten in dem Bundesland studiert, in dem man später auch unterrichten möchte. Deshalb bleiben auch viele in der Heimat. „Wenn du in Bayern studierst, wirst du in Bayern eingesetzt. Bildung ist Ländersache“, sagt Simon. Trotzdem gibt es auch einige, die von weit her nach Passau kommen um Lehramt zu studieren. Wir haben Kommilitonen aus Köln, Hamburg und Berlin“, erzählt Simon. Untereinander verstehen sich in ihrem Studiengang alle, es gibt dort keine Abgrenzung zwischen Bayern und „Nicht-Bayern“. Simon hält sich dann auch mal mit dem bairischen Dialekt zurück. „Wer Deutsch unterrichtet, muss sich auch zwangsweise in Hochdeutsch unterhalten können und passt den Dialekt an“, so Simon. Mit seinen bayerischen Kumpels redet er natürlich weiter bairisch.

„Gutes Zeitmanagement ist wichtig“


Für alle Lehramt-Neustarter hat Simon einen Tipp: „Scheut es nicht, euch zu informieren.“ Netzwerke, wie Palehrer.net sind eine gute Anlaufstelle. Auf dieser Seite findet man Stundenplanhilfen, alle Veranstaltungen und wichtigen Termine. Man solle gerade darauf achten, dass man Termine nicht übersieht, sagt Simon. „Ein gutes Zeitmanagement ist wichtig, ich selbst hab schon die Anmeldung für ein Praktikum übersehen und musste dann ein Semester warten.“ Es sei immer peinlich, wenn man dann im Nachhinein ins Sekretariat kriechen müsse.


Der Blick auf den Inn gerichtet - Simon sitzt gern im Amphitheater

Mein Lieblingsort - Das Amphitheater


Simon Heubergers Lieblingsort an der Uni ist eine Grünfläche zwischen Mensa und dem Wirtschaftsgebäude, direkt am Inn. Angelegt ist diese Fläche wie ein Amphitheater und im Sommer kann man dort auf dem Gras sitzen und auf den Inn blicken. „Da hast dei Ruah und kannst entspannen“, erzählt Simon. Auch in der Freizeit ist er eher ein ruhiger Typ. Wenn er abends mit Freunden weggeht, geht er lieber in eine gemütliche Kneipe in der Altstadt oder Innstadt. „Ich bin kein Clubmensch“, sagt er.

Simon fühlt sich wohl an der Universität und allgemein in Passau. Er mag besonders die Innpromenade, den Weihnachtsmarkt im Winter und die Tatsache, dass Passau so schön übersichtlich ist. „Passau ist eine schöne Stadt und es ist alles eng zusammen, in kurzer Zeit kannst du alles besorgen.“ Das gleiche ließe sich auch auf die Universität übertragen, sagt er. „Auf dem Campus ist alles schnell erreichbar.“

Fotos: Vinzenz Gebhardt


63.978
Bericht wurde veröffentlicht von
Für Kritik, Lob oder Verbesserungsvorschläge nutze unser Feedbackformular. Gerne auch 100% anonym.
Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Gschichten, Passauer Universitätsnachrichten
Schlagwörter & Themen:
Innpromenade , Universität Passau , Studenten, Innstadt

Aktuelle Meldungen

Experten stellen Planungen im Wirtschaftsausschuss vor

Breitbandausbau: Es geht voran

In seiner Sitzung am 17. April beschäftigt sich der Ausschuss für Wirtschaft, Marketing und Arbeit bereits zum wiederholten Mal mit dem weiteren Breitbandausbau im Stadtgebiet Passau. zum Artikel

Am 22. April 13. DJK-Domlauf-Stadtgalerielauf

Domlauf: Diese Woche noch anmelden

Nur noch knapp eine Woche haben alle Laufbegeisterten Zeit sich für den „13. Internationalen DJK-Domlauf-Stadtgalerielauf“ anzumelden, den der DJK-Diözesanverband am Sonntag, 22. April ausrichtet. zum Artikel

Weitere Meldungen im Tagesticker

Deine Meinung