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Anja Labandowsky: der Studiengang Medien und Kommunikation

Studentenradio und Vampirfilme

Radio, Fernsehen, Internet. Der Studiengang Medien und Kommunikation setzt sich mit allen Facetten der Informationswelt auseinander und bildet die Studenten für die begehrten Medienberufe aus. Anja Labandowsky (21) studiert MuK im vierten Semester und stellt uns ihren Studiengang vor.

veröffentlicht von Vinzenz Gebhardt am 28.11.2011 09:03 Uhr im Ressort Bildung & Kultur
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite.

Studieren bis halb zehn Uhr abends


Anja macht im nächsten Jahr ihren Bachelor und möchte danach noch den Master dranhängen. Gerne würde sie diesen in Musikjournalismus in Hannover machen, aber auch der Abschluss in Passau wäre möglich, sagt sie. Je nachdem, wo sie genommen wird. Sie erklärt uns wie ihr Studiengang MuK aufgebaut ist. „Im Grundmodul gibt es drei Bereiche: Kommunikationswissenschaft, Mediensemiotik und Medienpädagogik.“ Das Grundmodul müsse in den ersten zwei Semestern abgelegt werden, erklärt sie weiter. Hier erlernt man, wie der Name schon sagt, Grundkenntnisse für das weitere Studium. Die Analyse von Filmen oder die Psychologie der Medien. Danach kann man Schwerpunkte setzen und selbst entscheiden, in welche Richtung man gehen möchte. Teils werden ausgefallene Seminare angeboten: „Letztes Semester hab ich Vampirfilme analysiert. Es ist sehr spannend, welche Bedeutung zum Beispiel Blut in der Filmwelt hat“, erzählt Anja begeistert. Ein weiteres Seminar, das sie letztes Semester belegt hat, setzte sich mit Horrorfilmen auseinander.


Anja im Studio der Campus Crew

Die ersten zwei Semester seien sehr schwer, sagt sie. „Man muss viel auswendig lernen. Für die Empirie hab ich mir Karteikarten zugelegt, obwohl ich diese sonst nie verwendet hab.“ Aber es ist nicht alles anstrengend. In diesem Semester hat sie nur drei Tage die Woche Veranstaltungen, die alle nie vor Mittag beginnen. Dafür ist sie immer bis abends an der Uni. „Donnerstags habe ich bis halb zehn Uhr Uni, aber mir ist das lieber als vormittags gehen zu müssen“, erklärt Anja.

Anja stammt aus der Nähe von Erlangen. Nach Passau kam sie über Umwege. „Ich habe zuerst Energietechnik in Erlangen studiert. Aber nach dem ersten Semester wieder aufgehört“, sagt sie. Sie hatte festgestellt, dass ihr Energietechnik nicht liegt und dann entschieden, in Richtung Medien gehen zu wollen. Sie machte ein Praktikum bei Radio Galaxy in Bamberg und suchte nach passenden Studiengängen. „Irgendwann hat mich meine Mama angerufen und gemeint, sie hätte einen passenden für mich in Passau gefunden“, erzählt Anja. So ist sie in die Drei-Flüsse-Stadt gekommen.

Summerschool und Medientage


Es gibt viele Möglichkeiten neben den Lehrveranstaltungen, die die Universität für ihre Medienstudenten bietet. Von 2. bis 5. November fanden die Medientage in Passau statt, bei denen u. a. Kai Diekmann, der Chefredakteur der Bild-Zeitung, über Social Media referierte. Außerdem findet immer im September eine Summer School für die Medienstudenten statt. Der Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft lädt dazu Profis aus der Medienpraxis ein, die 15 ausgewählte Bewerber unterrichten. Anja hat in diesem Jahr auch daran teilgenommen. „Besonders fasziniert war ich von Wolf Schneider, er ist 85 Jahre und redet jeden an die Wand. Sein Wortschatz ist riesig.“ Wolf Schneider ist Journalist und Buchautor, unter anderem des Bestsellers "Deutsch fürs Leben". Außer der Summerschool gibt es auch Unizeitungen, Kurzfilmtage und ein eigenes Uni-Radio, genannt Campus Crew.

Lieblingsort: Studio des Campus-Radios


Bei Radio Galaxy hat sie zum ersten Mal in die Radiowelt schnuppern dürfen, jetzt ist sie wieder beim Radio gelandet. Beim Uni Radio Campus Crew hat sie mit Interviews und kleinen Beiträgen angefangen, mittlerweile moderiert sie dort die Musikradiosendung „Metal Rocket“. „Viele, die bei der Campus-Crew dabei sind, sind Muk-Studenten, aber wir haben auch Juristen oder Informatiker“, sagt Anja.

Auf die Frage, was sie Studienanfängern gerne als Tipp mitgeben möchte, antwortet sie: „Geht es lieber langsam als zu schnell an.“ Besonders bei den Seminaren sollte man nicht zu viele in einem Semester belegen. „Mehr als drei Hausarbeiten sind pro Semester nicht möglich.“ Außerdem solle man erst heraus finden, was einem besser liegt: Klausuren oder Hausarbeiten. Anja mag es lieber Hausarbeiten zu schreiben, aber dafür müsse sie oft auf Freizeit in den Semesterferien verzichten.

Fotos: Vinzenz Gebhardt


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Schlagwörter & Themen:
lokalnews , Radio Galaxy , Campus Crew , Interview , MuK , Studenten

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