30.01.2012 Interdisziplinär ist nicht immer ein VorteilAbschluss der Serie "Meine Uni Passau": European Studies 09.01.2012 1. Semester: Lernen, Feiern und Leute kennenlernenTheresa (18) und Katharina (19) studieren Rechtswissenschaft Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Anna Schardt und Sprach- und TextwissenschaftenKlein, aber fein: Sprache und TextAnna Schardt (22) studiert Sprach- und Textwissenschaften im vierten Semester. Sie erzählt uns mehr über ihren Studiengang und was man später damit macht. Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite. Der Studiengang Sprach- und Textwissenschaften ist für viele Passauer Studenten nur am Rande ein Begriff. Das hat einen einfachen Grund: Es gibt nicht so viele, die „SpuTe“, wie er abgekürzt genannt wird, studieren. Das soll aber nicht heißen, dass dieses Studium nicht spannend und lohnenswert wäre. Anna Schardt ist im vierten Semester und stellt uns ihr Studium genauer vor. Texte analysieren und Sprachen lernen „Mein Studium beschäftigt sich mit der Produktion, Präsentation, Analyse und der sprachlichen und geschichtlichen Einordnung von Texten“, erklärt Anna. „Außerdem gibt es noch einen internationalen Aspekt“, sagt sie. Wie der Titel des Studiengangs schon verrät, ist zur Textarbeit auch die Wahl von Sprachen ein obligatorischer Bestandteil. Jeder Student muss dazu mindestens eine von acht Fremdsprachen auswählen und darin Kurse belegen. Man kann ab dem zweiten Semester im Spezialisierungsmodul selber festlegen, welchen Bereich man sich als Schwerpunkt wählt. Möglichkeiten gibt es dafür genügend: Die Bereiche sind Sprach-, Literatur- Kultur oder Medienwissenschaft. Anna hat sich für Medienwissenschaften und spanische Literatur und Kultur entschieden. Auf die Frage warum, antwortet sie: „Weil das meinem angestrebten Berufsweg am besten entspricht.“ „Möchte später in einer PR-Abteilung arbeiten.“ Anna kommt aus Kronach in Franken. Sie hat im Sommersemester ein Praktikum in Franken gemacht und weiß jetzt genau, wo sie hin will. „Ich war in der PR-Abteilung eines mittelständischen Unternehmens. Das hat mir sehr gut gefallen und ich konnte vieles aus dem Studium anwenden“, berichtet sie. Ihre Idealvorstellung für den späteren Beruf sei es, in der PR-Abteilung eines Unternehmens mit engen geschäftlichen Beziehungen nach Spanien oder Südamerika zu arbeiten. Die 22-Jährige mag die spanische Sprache, die sie seit Beginn ihres Studiums lernt. Besonders reizt sie Südamerika. Ihre Affinität zu diesem Kontinent zeigt sich auch darin, dass sie bei dem lateinamerikanischen Filmfestival muestra mitgewirkt hat, dass im November stattgefunden hat. Das Studium bietet aber auch vielfältige andere Berufsmöglichkeiten: „Berufliche Perspektiven ergeben sich u.a. in Unternehmen, Verbänden und Kirchen, Parteien, Behörden, Verlagen, Online-Medien, Kulturbetrieben (Theater, Museen etc.) sowie öffentlichen Einrichtungen und Bildungsinstitutionen“, heißt es auf der Uni-Homepage. „31 Leute im ersten Semester“ Der Studiengang Sprach- und Textwissenschaften steht ein wenig im Schatten des großen Bruders Medien und Kommunikation: „Als ich angefangen habe, waren es nicht mehr als 31 Leute, die mit in den Einführungsveranstaltungen saßen“, erzählt die Studentin. Dabei muss sich das Studium keineswegs verstecken, es gibt viele Möglichkeiten: Seit zwei Semestern wird auch ein fortführendes Masterstudium mit dem Namen „Text- und Kultursemiotik“ angeboten. Außerdem gibt es viele interessante Lehrangebote, die auf die einzelnen Schwerpunkte zugeschnitten sind. „Ich belege im Moment ein Seminar, das 'Poesie der Migration' heißt“, sagt Anna. Sie findet diese Lehrveranstaltung besonders spannend. Dabei gehe es unter anderem um die Literatur der Chicanos, die Nachfahren mexikanischer Migranten, die von Mexiko in die USA ausgewandert sind und ihre eigene Poesie entwickelt haben, erzählt sie. Aber es gibt auch einige Nachteile an einem „kleinen“ Studiengang: „Es ist am Anfang schwer, im System durchzublicken. Leider gibt es für uns nur wenig Anlaufstellen“, sagt Anna. Sie sei selber in das Studium hineingewachsen. Deshalb rät sie Studienanfängern, gleich zu Beginn andere aus dem Studiengang kennen zu lernen: „Mir hat es geholfen, dass viele meiner Passauer Freunde Sprache und Text studieren. Wir konnten dadurch gemeinsam unsere Studienpläne erarbeiten“. Foto: Vinzenz Gebhardt
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