Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Pfingst Open Air-Umzug nach Straubing sorgt für Aufruhr„Wenn´s halt nicht geht, dann geht´s einfach nicht“In der Fangemeinde schlug die Nachricht am Sonntag ein wie eine Bombe: Das legendäre Passauer Pfingst Open Air (POA) verlässt Hauzenberg nach elf Jahren in Richtung Straubing. Die Reaktionen sind gespalten. Schon anhand der Facebook-Kommentare auf dem Profil der Veranstalter kann man die unterschiedlichsten Standpunkte ablesen: Von verständnisvoll über unbeeindruckt bis hin zu Wut und Boykottaufrufen läuft das Meinungsbild. „Die Reaktionen der letzten 24 Stunden haben gezeigt, dass sich die lokale Pfingst Open Air-Fanbase spaltet. Die eine Fraktion will das Fest in Hauzenberg und nur in Hauzenberg besuchen, die anderen können unsere Entscheidung verstehen und positiv mittragen. Neben einigem negativem Feedback haben wir überraschenderweise sehr viele schöne Reaktionen erhalten, die den Mut der Entscheidung loben“, fasst Kathi Kasipovic-Rauecker, Pressereferentin des POA-Veranstaltungsteams von Musikbegegnungen e.V. zusammen. Kasipovic-Rauecker: „Konkret ist´s erst seit ein paar Tagen fix“ Auch wenn Hauzenberg damit sein Kultfestival verliert, scheint die Entscheidung der Veranstalter jedoch überlegt gefallen zu sein. „Das Organisationsteam wusste schon sehr kurz nach dem letzten Pfingst Open Air, dass dort das Festival 2012 nicht stattfinden kann. Bis wir uns aber für einen Umzug und gegen eine komplette Absage entschieden haben, sind noch einige Monate vergangen. Konkret ist´s erst seit ein paar Tagen fix“, erklärt Kasipovic-Rauecker auf Nachfrage von lokalnews. ![]() Einen „gewissen Zusammenhang“ zu der Krise 2009/10, als das POA wegen Lärmschutzbestimmungen kurz vor dem Aus stand und nur durch den engagierten Einsatz der Anwohner und örtlichen Politiker gerettet werden konnte, räumt sie ein: „Das Pfingst Open Air hatte seither unter anderem mit daraus resultierenden Problemen zu kämpfen. Exemplarisch nennen wir hier mal ein seither vorgeschriebenes Lärmgutachten, das ein Ingenieurbüro während des Festivals erstellen muss und einen fünfstelligen Betrag kostet.“ Und auch die Örtlichkeit selbst wurde den Veranstaltern zu ungemütlich: Das Gelände war zu klein, die Zeltplätze zu hügelig und uneben und die Wege von den Zelt- zu den Parkplätzen so weit, dass Shuttlebusse zur Unterstützung eingerichtet werden mussten. In den letzten drei Jahren schrieb das POA zudem rote Zahlen, ließen die Veranstalter von Musikbegegnungen e.V. über Facebook wissen. Auf der Suche nach Alternativplätzen prüften die Organisatoren nach eigenen Angaben rund 30 Orte im Landkreis Passau. Umsonst: „Alle Plätze waren entweder für ein Festival letztendlich ungeeignet bzw. wurden unsere Anträge auf Nutzung abgelehnt,“ heißt es auf der Facebook-Seite des POA. Die Suche nach einer neuen Heimat war sehr langwierig, erzählt auch Kasipovic-Rauecker: „Vor ein paar Jahren haben wir im Zuge der Lärmkrise über eine Pressemitteilung aufgerufen, sich bei Sichtung eines geeigneten Platzes an uns zu wenden. Seit damals waren wir auf vielen Privatgrundstücken und so ziemlich jedem Fest- und Flugplatz in der Region. Also ausgelassen haben wir da nix. Von Kapfham bis Sonnen, vom Dörferl im Bayrischen Wald bis zu Flächen an der Donau haben wir alles penibel abgesucht.“ Kasipovic-Rauecker: „Wir rechnen nicht mit einem Besucherplus im kommenden Jahr“ So fiel die Entscheidung schließlich auf das ferne Gelände „Centro Benedetto“ in Salching nahe Straubing – gut bekannt bei den POA-Veranstaltern, die dort schon zweimal das X-Roots-Festival organisiert haben. „Die Entscheidung fiel zwischen `POA aufgeben´ und `an Pfingsten trotzdem weiterfeiern`“, versicherte das Organisatoren-Team über Facebook. Und auch Kasipovic-Rauecker verspricht sich einiges, bleibt aber zurückhaltend: „Wir hoffen auf einen Neuanfang in Salching – jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Langfristiges Ziel müssen natürlich schwarze Zahlen sein, das ist klar. Wir rechnen nicht mit einem Besucherplus im kommenden Jahr, auch das ist klar“, räumt sie ein. In Straubing locken jedoch ebenerdige Zeltplätze direkt neben Parkflächen und dem Konzertareal, Nachbarn, die sich vom Lärm belästigt fühlen könnten, sind weit weg – mit Musik und Party bis weit nach Mitternacht werben die Veranstalter für die neue Festivalstätte. Und um drei Euro billiger wird die Eintrittskarte 2012 außerdem. „Ziel ist letztendlich, das Pfingst Open Air als niederbayerisches Festival auf niederbayerischem Boden zu begreifen und zu schätzen“, erklärt Kathi Kasipovic-Rauecker. Hallitzky: „Hoffe für Euch persönlich, dass Ihr Euch nicht verrechnet“ ![]() MdL Eike Hallitzky Federhofer: „Sie haben wirklich alles versucht“ ![]() Hauzenbergs 1. Bürgermeister Josef Federhofer Fotos: Archiv lokalnews sowie Stadt Hauzenberg
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