30.01.2012 Interdisziplinär ist nicht immer ein VorteilAbschluss der Serie "Meine Uni Passau": European Studies Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Theresa (18) und Katharina (19) studieren Rechtswissenschaft1. Semester: Lernen, Feiern und Leute kennenlernenHeute präsentieren Katharina Huber (19) und Theresa Schlagenhaufer (18) ihren Studiengang Rechtswissenschaft. Sie erzählen über ihre Eindrücke als Erstsemestler und sagen uns, was sie von den Klischees über Passauer Jurastudenten halten. Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite. Katharina und Theresa haben im Oktober zu studieren begonnen. „Im ersten Semester macht man erst einmal Grundlagenscheine, man hat also Einführungsveranstaltungen“, erklärt Katharina. Erst in den späteren Semestern kann man dann Schwerpunkte festlegen. Erst Grundstudium, dann Schwerpunkte Zwei große Grundkurse müssen Katharina und Theresa im Moment belegen: Das Privatrecht und das Staatsrecht. „Privatrecht setzt sich mit dem Verhältnis der Bürger untereinander auseinander, das Staatsrecht mit dem Verhältnis Staat und Bürger“, erläutert Katharina. Man brauche mindestens vier Punkte, damit man eine solche Prüfung bestehe. Insgesamt gibt es 18 Punkte, diese seien aber unerreichbar. „16,31 Punkte sind das Beste, was je erreicht wurde“, sagt die 19-Jährige. Alles was zweistellig sei, sei gut. ![]() Theresa Schlagenhaufer und Katharina Huber am Campus vor der Zentralbibliothek Bis zum vierten Semester sei das Studium noch recht vage, sagt Katharina. Danach beginnt das Hauptstudium. Insgesamt müssen die beiden Studentinnen neun Semester studieren, bis sie endgültig fertig sind. Dies ist zumindest die Regelstudienzeit. Im siebten Semester hat man einen „Freischuss“: Das heißt, man darf das erste Staatsexamen bereits einmal als Freiversuch schreiben, bekommt dann, falls es schlecht ausfällt, noch einmal einen offiziellen Versuch im neunten Semester. Mit zwölf die Idee für Jura – mit achtzehn ins Studium Die beiden Freundinnen sind aus Bayern: Katharina stammt aus München und hat sich für Passau entschieden, weil sie nicht in eine Großstadt wollte. Theresa kommt aus Ingolstadt und wollte eigentlich in die Großstadt Berlin. Dort war allerdings der Numerus Clausus zu hoch. Rechtswissenschaft in Passau ist derzeit nicht zulassungsbeschränkt. Außerdem gefällt Theresa die internationale Ausrichtung. Sie belegt als Fremdsprachen Englisch und Spanisch. Theresa ist eine Studentin des Doppelstudienjahrgangs und hat ihr Abitur bereits ein Jahr früher als viele andere gemacht. Schon vor sechs Jahren ist sie auf die Idee gekommen Jura zu studieren. Jetzt konnte sie ihre Idee bereits mit 18 Jahren umsetzen. Theresa ist vom neuen Schulsystem angetan: „Ich bin 18 Jahre und darf studieren, andere haben mit mir angefangen und sind schon 22“, sagt sie. Wer darf den Bienenschwarm behalten? ![]() Bei Katharina lag die Entscheidung für Jura auf der Hand: Ihre Eltern sind beide Juristen. Allerdings waren diese anfangs nicht unbedingt begeistert von ihrem Plan. „Meine Eltern wollten das nicht. Aber ich wollte es. Ich kenne die Denkkreise von zu Hause und kann bei meinen Eltern nachfragen, wenn ich etwas nicht verstehe“, erklärt sie. Die Einzelheiten im Jurastudium seien interessant, wie z.B. die juristische Frage: „Wer darf den entlaufenen Bienenschwarm behalten?“ Klischees? Schnöselig, Snobs, Gucci-Käppie Klischees gehören wohl zu jedem Studiengang. Die Jurastudenten haben besonders damit zu kämpfen. „Unsere Klischees sind: Schnöselig, Snobs und wir tragen Gucci-Käppie. Aber das ist totaler Blödsinn“, sagt Theresa. „Viele sind vielleicht etwas schnöselig angezogen, aber wenn man sie erst einmal kennenlernt sind sie meistens sehr nett“, ergänzt Katharina. Jedoch ein Klischee treffe bei den Juristen zu: „Wir feiern am härtesten, denn wir sind diejenigen, die später am härtesten lernen müssen.“ Ein bestimmtes Lokal dafür gibt es nicht, mal treffe man sich bei Freunden, mal gehe man zuerst in eine Kneipe. Allerdings stehe fest: Am Ende lande man meist im "Frizz". „Es ist dort heiß und überfüllt und jeder schwitzt, aber es ist das Einzige, das länger offen hat. Und am Ende trifft man dort jeden“, erklärt Katharina. „Wir gehen aber nie nur ins Frizz“, betont Theresa. Was kommt später? ![]() Viele neue Leute kennengelernt Mit ihrer Wahl, Jura in Passau zu studieren, sind beide äußerst zufrieden. „Ich liebe studieren“, sagt Katharina. „Passau ist klein, aber dafür sind die Kontakte intensiver. Ich habe schon viele aus anderen Studiengängen kennengelernt. Das wäre in der Großstadt schwierig.“ Auch Theresa gefällt ihr Studium in Passau: „Das ist etwas anderes als Schule, die Stadt ist klein, aber es gibt viele Studenten und man trifft immer neue Leute.“ Beide haben sich in Sachen Wohnen für eine WG entschieden, weil man dort schnell neue Kontakte knüpfen kann. Und auch sonst gibt es noch vieles, was die beiden am Campus kennenlernen möchten. Als nächstes haben sie erst einmal vor, die Bibliothek zu erkunden. Fotos: Vinzenz Gebhardt
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