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Maximiliane Zirm und Manuel Grabowski studieren Informatik

Weder Nerd noch Tussi

Manuel Grabowski (26) und Maximiliane Zirm (22) studieren den Bachelorstudiengang Internet Computing im sechsten Semester. Sie sind beide in der Fachschaft für Informatik tätig und erzählen über ihr Studium.

veröffentlicht von Vinzenz Gebhardt am 16.01.2012 09:03 Uhr im Ressort Bildung & Kultur
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite.

Informatik oder Internet Computing?


An der Fakultät für Informatik und Mathematik gibt es zwei Bachelorstudiengänge: Informatik und Internet Computing. Doch was macht man in welchem Studiengang? „Etwas plakativ ausgedrückt ist Internet Computing wie Informatik nur mit weniger Mathematik“, erklärt Manuel. Bei Informatik habe man zudem einen festen Schwerpunkt, Internet Computing hingegen sei interdisziplinär ausgerichtet, fügt Maximiliane hinzu. Das bedeutet, ihr Studiengang ist breiter gefächert und gibt einen umfangreichen Einblick in die Welt um die Informatik, speziell in die Welt des Internets.


Manuel und Maximiliane im Computerraum der Informatik-Fakultät, genannt CIP-Pool

Maximiliane und Manuel werden, unter anderem, auf einen Beruf im E-Commerce vorbereitet. Amazon, ebay und Co. sind für die beiden später ein möglicher Arbeitgeber oder sie können sich selbständig machen. Deshalb beinhaltet Internet Computing auch Jura und BWL. Für sie ist der Bachelor jedoch erst einmal der Vorschritt zum Masterstudium. Beide haben sich dazu entschieden, ihren Master in Passau zu machen. Maximiliane will IT-Security weiterstudieren und Manuel Informatik.


Informatik ist nichts für Frauen? Doch!



Für Maximiliane war es klar nach Passau zu gehen, denn die Uni hat ihr gut gefallen und sie ist zudem in der Nähe ihrer Heimatstadt Straubing. Allerdings hat sie zunächst mit European Studies begonnen. „In der Schule wurde mir gesagt, Informatik ist nichts für Frauen. Da habe ich Angst bekommen“, sagt sie. Es seien nur ca. 10 Prozent aller Informatiker an der Uni Passau Frauen, Lehramt mit eingerechnet. Aber für sie sei es genau das Richtige. Die 22-Jährige schreibt gerade ihre Bachelorarbeit über das Thema IT-Sicherheit.

Auch Manuel Grabowski nahm einen Umweg. Er stammt ursprünglich aus Burghausen in Oberbayern. „Der Weg nach Passau war eine Odyssee: Erst habe ich in München Lehramt Englisch und Informatik studiert, aber das machte mich nicht glücklich.“ In Informatik sei zu viel Mathematik gelehrt worden. Dann habe er in Passau den Studiengang Internet Computing gefunden und sich über StudiVZ eine Wohnung gesucht. „Innerhalb von zwei Wochen war ich dann in Passau“, berichtet er. Sein Studium in Passau gefalle ihm nun wesentlich besser. Wohl auch ein Grund, dass er so engagiert ist. Letzte Woche hat er kaum Schlaf gefunden, weil er die FMI Party "Tussi meets Nerd" zusammen mit der Fachschaft Philo mitorganisiert hat.

Spartenkinos und Polizisten



Auch was die berufliche Planung betrifft, sind sich beide einig: Sie wollen nach dem Studium in München arbeiten. So gut wie Manuel Passau auch gefällt, „in München ist beruflich und privat einfach mehr geboten". Besonders privat zieht es in die Landeshauptstadt: "Früher habe ich nicht weit vom Olympiapark gewohnt und bin zu vielen Konzerten gegangen. Außerdem vermisse ich in Passau ein Kino, das Spartenfilme auf Englisch zeigt“.

Maximiliane vermisst weniger die Münchner Kinos: „Mein Freund ist Polizist und dort stationiert. Und München ist die Stadt, die ich liebe.“ Sie möchte später im IT-Security-Feld arbeiten und dort Firmen beraten, damit diese die Sicherheit ihres Computernetzwerks verbessern können.

„Es ist nicht so, dass wir alle im Keller sitzen.“


Den „klassischen Nerd“, der Tag und Nacht in seinem Kellerzimmer am PC sitzt, gäbe es nicht, erklärt Manuel. „Ich bin eher selten mit Klischees konfrontiert“, sagt er. Das Einzige, was ihm da einfiele wäre der Spruch: „Ach du studierst Info. Ich hab ein Problem mit meinem Rechner." Das Publikum in Informatik sei sehr bunt gemischt und jeder habe ganz unterschiedliche Interessen. Maximiliane kann sich da Manuels Meinung anschließen. Als Frau widerlege sie ja zudem das Klischee, dass alle Informatiker Männer sein müssen.

Teamarbeit ist wichtig


Als Rat für alle Interessenten und angehende Informatiker sagt Manuel mit einem Lächeln: „Ihr müsst einfach auf die Fachschaft hören, dann kann nichts schiefgehen.“ Das Fachschaftszimmer befindet sich im zweiten Stock in Raum 244 und dort finde man immer einen Ansprechpartner. Eine Einführungsbroschüre für Quietschies kann man dort übrigens auch abholen. Eines möchte Maximiliane jungen Studenten noch mit auf den Weg geben: „Teamarbeit ist wichtig in unserem Studium. Am Anfang sollte man sich nicht abkapseln, sondern gleich versuchen Freunde zu finden.“

Fotos: Vinzenz Gebhardt


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