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Abschluss der Serie "Meine Uni Passau": European StudiesInterdisziplinär ist nicht immer ein VorteilZum Abschluss der Serie "Meine Uni Passau" stellen uns Juliane Hupka (21) und Verena Steindl (22) ihren Studiengang European Studies vor. | |  |
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Meine Uni Passau" findest Du auf unserer Themenseite. Sie erzählen uns, wie man am besten die Praktikumsstelle findet, was sie danach vorhaben und auch was ihnen an ihrem Studium nicht gefällt.
Alles über Europa
Julianes und Verenas Studium ist in vier verschiedene Modulgruppen aufgeteilt: Europäische Basismodule, Europäische Schwerpunktmodule, Europäische Sprachmodule und Profilmodule. Als erstes müssen Grundkenntnisse über Europa, insbesondere die europäische Kulturwissenschaft, sowie über das europäische Recht erlangt werden. Dazu wird auch eine Ringvorlesung angeboten. „So bekommt man erst einmal einen Gesamtüberblick“, erklärt Verena.
Aber auch Schwerpunkte legt man bereits im ersten Semester fest: „Man muss gleich zu Beginn einen Kulturraum wählen“, sagt Juliane. Die beiden Studentinnen haben Frankoromanistik gewählt, das heißt ihr Schwerpunkt liegt auf dem französischen Sprach- und Kulturraum. Je nach Schwerpunkt wählt man dann auch seine Sprachen, die man neu lernen oder vertiefen möchte. Bei Verena und Juliane ist es also Französisch. Beide haben sich zusätzlich noch für Spanisch und Italienisch als Fremdsprachen gewählt.
Außerdem muss noch ein zweiter Schwerpunkt gewählt werden, nämlich der der historisch- sozialwissenschaftlichen Fächer. Verena hat sich dabei für die Geographie entschieden, Juliane für Kunstgeschichte. Im letzten Modul können betriebswirtschaftliche Kenntnisse erlangt werden. Dazu ist ein Auslandspraktikum oder ein Auslandsaufenthalt obligatorisch.
Juliane (links) und Verena (rechts) haben sowohl den selben Kulturraum (Franko-Romanistik) als auch dieselben Sprachen gewählt (Französisch, Italienisch, Spanisch)
Bulgarien und Québec
Beide haben noch dieses Jahr vor ins Ausland zu gehen. Verena hat sich bereits einen Praktikumsplatz in Bulgarien gesucht. Von April bis Juli arbeitet sie dann bei einer Deutsch-Bulgarischen Begegnungsstätte, die Projekte zu europäischen Themen realisiert. Um ihr Praktikum hat sie sich selbst gekümmert: „Durch Zufall habe ich diese Stelle im Internet gefunden. Die Praktikumsvermittlungsstellen finde ich nervig, ich suche mir mein Praktikum lieber selber“, sagt sie.
Juliane bleibt für ihr Praktikum in Passau. Sie hat eine Stelle im Museum der Modernen Kunst bekommen und wird dort zwei Monate in den Semesterferien verbringen. „Im Wintersemester werde ich dafür nach Québec (Kanada, Anm. d. Red.) gehen und für ein Semester Kunstgeschichte studieren“, erzählt die 21-Jährige.
Fehlender Tiefgang bei Rechtswissenschaft und BWL
Sie hat bereits während ihrer Abiturzeit Leistungskurs Kunst und Französisch belegt, deshalb fiel ihr die Wahl ihrer Schwerpunkte in Passau auch nicht schwer. Für sie steht fest, dass sie später noch den Master in Kunstgeschichte studieren möchte. „Ich möchte gern den Master in Wien machen, werde mich aber auch in Deutschland bewerben“, sagt Juliane. Verena hat auch das Ziel, noch einen Master an ihr Studium dranzuhängen. „Ohne Master wird es später schwierig den richtigen Job zu finden. Wo ich den später machen werde, weiß ich allerdings noch nicht“, sagt sie.
„Wo man später beruflich hingeht, das wissen im Moment die wenigsten“, fügt Verena hinzu. Dies sei ein kleiner Nachteil an ihrem Studium, da es keine feste Ausrichtung habe und einige Fächer nur oberflächlich angeschnitten werden. Juliane sieht dies ähnlich. „Die Rechtsvorlesungen und BWL-Vorlesungen werden zu wenig vertieft“, sagt sie. Ihrer Meinung nach wäre es besser, wenn man entweder Jura oder BWL wählen könne. Für BWL bekomme man 20 ECTS Punkte während des Studiums, das reiche aber nicht für die Anforderungen eines Masterstudiums. „Für viele Masterstudiengänge braucht man 30 ECTS Punkte in BWL, die muss man dann später irgendwie nachholen“, sagt Verena. Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum das Fach BWL mit in die Bachelornote einfließe, Rechtswissenschaft hingegen nicht im Bachelor erscheine.
Gefasst sein auf das Interdisziplinäre
Für alle, die sich für European Studies entscheiden, wollen Juliane und Verena deshalb eines mitgeben: Man solle vorher eine Richtung festlegen und eine Ahnung haben, was man mag. Und man solle sich bewusst sein, dass man nicht auf einen bestimmten Master vorbereitet wird, sondern jeden machen könne. Das könne man natürlich auch positiv betrachten. „Am besten man probiert Veranstaltungen aus verschiedenen Schwerpunkten aus, und legt sich dann auf das fest, was einem am besten gefällt“, rät Juliane.
Fotos: Vinzenz Gebhardt
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