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Am 4. Februar im Alter von 70 Jahren verstorben

Prof. Dr. Hartmut Wolff ist tot

Die Universität Passau trauert: Prof. Dr. Hartmut Wolff ist am 4. Februar im Alter von nur 70 Jahren gestorben.

veröffentlicht von Esther Mischkowski am 08.02.2012 15:34 Uhr im Ressort Bildung & Kultur

Die Universität Passau nimmt Abschied von Hartmut Wolff. Der Altertumswissenschaftler war ein Professor der ersten Generation: Von 1980 bis 2007 hatte er den Lehrstuhl für Alte Geschichte inne, und blieb auch anschließend der Universität als Lehrbeauftragter erhalten. Wie die Universität mitteilte, wird er "Studierenden wie Kollegen als gleichzeitig strenger und selbstironischer Geist in Erinnerung bleiben".

Der Region stark verbunden


Prof. Dr. Hartmut Wolff hat sich um das Fach Alte Geschichte und seine Einwurzelung in Universität und Region bleibende Verdienste erworben. Von Beginn an legten die Altertumswissenschaften in Passau dank seines Einflusses einen Schwerpunkt auf der Erforschung der Regionalgeschichte. Dies erklärt auch das langjährige und verdienstvolle Engagement von Wolff im Rahmen des Instituts für Ostbairische Heimatforschung (seit 2008: IKON). Auch als zeitweiliger Leiter der Zweigstelle der Südosteuropa-Gesellschaft konnte er die Untersuchung des römischen Donauraumes entscheidend befördern. Auch persönlich fühlte der gebürtige Norddeutsche sich der Region stark verbunden und blieb nach seiner Emeritierung in Passau aktiv.

Hartmut Wolff wurde 1941 in Oldenburg geboren und wuchs in Bremen auf. In Erlangen, Freiburg und Köln studierte er Geschichte, Klassische Philologie und Archäologie. Die Antike war seine große Leidenschaft, ihre akribische Erforschung und Vermittlung gab er an Generationen von Studierenden weiter.

"Kavalier des alten Schlages"


Sein Nachfolger, Prof. Dr. Oliver Stoll, würdigt Wolff in der Pressemitteilung als großzügigen und lebensklugen Menschen: „Er wirkte manchmal streng und nannte sich scherzhaft selbst bisweilen ‚den bösen Wolf(f)’, aber sein kritisches Fragen war stets aus Interesse gespeist – Interesse für das Fach und den Menschen. Für andere hatte er immer Zeit und ein gutes Wort, war freundlich, höflich – überhaupt war er ein Kavalier alten Schlages. Sein Lachen und seinen Witz werden wir vermissen.“

Foto: Universität Passau


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