05.03.2012 Singlewanderung war wieder ein großer ErfolgJeden ersten Sonntag im Monat wird gewandert Weitere Bilder & Schnappschüsse Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Die Beef Boys sind schon Kult - Gutschein zu gewinnenBotschafter der FleischeslustFast vom ersten Tag an war das Surf'n'Turf-Restaurant Beef Boys in der Rosstränke Kult. Wie kommt das eigentlich? „Bei so viel Pech wie wir vor der Eröffnung hatten“, sagt Maximilian Dorfner (44), „darf man eigentlich hoffen, dass uns das Glück jetzt mal ein bisschen hold ist.“ Und es sieht gar nicht so schlecht aus für Dorfner, der zusammen mit Benedikt Lohr (31) das Steakhouse Beef Boys betreibt. Halt. Steakhouse, das hören die beiden nicht so gerne. Das klingt nach Wildwest-Saloon, nach Cowboyatmosphäre und dunklen Möbeln im Kolonialstil. All das sucht man bei den Beef Boys vergebens. Helle Wände, schlichte, moderne Einrichtung. „Wir wollten das Image des Steaks ein bisschen entstauben“, sagt Benedikt Lohr. Ein bisschen Wilder Westen durfte es dann aber doch sein: An der hinteren Wand hängen drei Kuhschädel. Ansonsten beschreiben die beiden ihr Konzept mit wenigen Worten als „straight. Ohne Tüdelü.“ "Es ist alles schief gegangen, was schief gehen konnte" Dann ging es aber erstmal nicht mehr so schnell. Die Eröffnung musste von Obtober 2010 auf Februar diesen Jahres verschoben werden. „Weil alles schief gegangen ist, was schief gehen konnte“, sagt Dorfner und zählt im Wechsel mit Lohr – die beiden sind ein eingespieltes Team, beenden gegenseitig die vom anderen angefangenen Sätze – eine beeindruckende Pannenliste auf, die hier nur in Auszügen wiedergegeben wird: Zunächst mussten im Lokal einige Mauern eingerissen werden. Ein übereifriger Bauarbeiter erwischte die falsche Wand – es war eine tragende. Die Theke konnte zunächst nicht geliefert werden, sechs Monate Wartezeit waren auf das Barbrett. Als das dann endlich da war, konnte es aber nicht verbaut werden: Es war beim Transport auf dem Lkw zerbrochen. Ein neues musste angeschafft, wieder einen Monat gewartet werden. ![]() Damit noch nicht genug Ärger mit der Bar. Das gelieferte Modell war viel größer als gewünscht. „Da ruft mich auf einmal der Bene an und sagt Max, Max, sagt er, die bauen uns da eine Autobahn durchs Lokal!“ Dorfner kam daraufhin mit seiner Motorsäge ins Lokal. „Ich hab die Aufbauer eingesperrt. Ich hab gesagt, ich lass sie nicht raus, bevor das nicht passt – und wenn ich sie selber zuschneiden muss.“ Musste er dann nicht, am Ende hat es doch gepasst. Was nicht passt, wird passend gemacht - und zwar radikal Selber Hand angelegt hat er dafür am Kamin. Dem Hausmeister hatte er aufgezeichnet, wie er sich die Feuerstelle und das Bedienpult vorstellt. „Als ich dann bei der Tür reingekommen bin, hat das ausgeschaut, wie aus einer amerikanischen Villa anno 1890“, erzählt er, „so mit Rosetten und Schnörkeln.“ Wie immer folgte erst einmal ein aufgeregter Anruf beim Geschäftspartner. Der anwortete aber nur: „Geh, is doch schön.“ Schön schon, aber passt nicht, befand Dorfner und griff zum Teppichmesser. „Der Hausmeister hat dann auch drei Tage nicht mehr mit mir geredet“, sagt Dorfner. Er hat ihn dann mit einem großen Stück Fleisch besänftigen können. Das Fleisch ist es natürlich auch, was die Beef Boys ausmacht. „Botschafter des Fleisches“, nennen sich Lohr und Dorfner selbst. „Weil die Steakkultur ist ja in Deutschland nicht so verbreitet“, sagt Lohr. Deshalb sind auch immer wieder Kunden irritiert über die amerikanische Bratweise. „Anderswo heißt medium rare oft, dass das Fleisch durch ist und in der Mitte leicht rosa. Bei uns ist es aber so, wie es eigentlich gehört, nur ganz leicht von den Seiten angebraten und innen roh“, erklärt Max Dorfner. Auf Wunsch wird aber das Fleisch auch nochmal in die Küche gebracht und nachgebraten. „Lieber ist es erstmal zu roh“; sagt Dorfner, „weil dann kann man noch was machen. Umgekehrt geht’s halt nicht.“ "Unser Erfolgsrezept? Die Süßkartoffelpommes!" Das eigentliche Erfolgsrezept der Beef Boys, glauben die beiden, ist aber nicht nur das Steak. Sie sprechen von hochwertigen Produkten und ebenso hochwertiger Verarbeitung, einem guten Preis-Leistungsverhältnis, dem modernen Ambiente im Lokal. Doch all das ist es nicht, was die Passauer ins Restaurant treibt, meinen sie. Jedenfalls nicht nur. „Wir haben die Leute süchtig nach Süßkartoffelpommes gemacht“, sagt Lohr. Diese Spezialität gibt es nur in der Rosstränke. Noch wird sie – wie fast alle Produkte der Beef Boys – manuell hergestellt, allerdings laufen schon Verhandlungen mit einem Anbieter, der große Mengen produzieren kann. „Eigentlich bräuchten wir schon einen eigenen Verarbeitungsbetrieb dafür.“ Der wird vor allem nötig, wenn das nächste Beef Boys eröffnet. Das Restaurant soll mit einem Franchise-Konzept erweitert werden, Verhandlungen laufen bereits mit Interessenten in ganz Deutschland. Ebenfalls neu ist die „Beef Boys unplugged“-Reihe. Am vergangenen Sonntag gab es zum ersten Mal Live-Musik im Lokal. Das soll eine feste Einrichtung werden. Der nächste Termin ist am 24. Juli. Wer lernen will, wie man brutzelt wie die Beef Boys, der kann das übrigens auch tun. „Beef Boys Kitchen Bandits“ heißt das Projekt, bei dem auf Anfrage Gruppen von vier bis 14 Personen einen Nachmittag mit Kochkurs inklusive Warenkunde und Menü buchen können. Der Preis ist Verhandlungssache. Gutschein zu gewinnen Wir verlosen einen Essensgutschein im Wert von 20 Euro für die Beef Boys. Und so könnt ihr gewinnen: Schickt bis spätestens Montag, 11. Juli, eine E-Mail mit dem Stichwort "Beef Boys" und eurem Namen an :presse@lokalnews.de. Der Gewinner wird dann von uns per E-Mail benachrichtigt. ![]() Fotos: Laura Lugbauer/Florian Weichselbaumer
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