05.03.2012 Singlewanderung war wieder ein großer ErfolgJeden ersten Sonntag im Monat wird gewandert Weitere Bilder & Schnappschüsse Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Katrin Pernpointer und ihr Leben nach den EWNeue Heimat am RindermarktFür die Serie „Meine Stadt“ zeigen uns Passauer ihre Lieblingsorte. Würde man Katrin Pernpointner fragen, wo es in Passau am schönsten ist, müsste sie nicht lange überlegen .„Ich liebe den Rindermarkt“, sagt die 52-Jährige, „und es freut mich unglaublich, das dieser schöne Platz aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist.“ "Ich merke erst jetzt, wie viel Zeit ich in die EW gesteckt habe" Vor zwei Jahren hat Pernpointner ihr Amt als Vorsitzende der Europäischen Wochen niedergelegt. Seither ist sie nur noch als „normales“ Mitglied mit einer Stimme im Verein engagiert. Natürlich besucht sie auch privat noch die Veranstaltungen der EW. „Ich finde und fand die Festspiele immer toll. Ich habe nur damals immer gesagt, man muss sich auch mal weiterentwickeln und was anderes machen.“ Das Programm in diesem Jahr findet sie allerdings überragend. „Allerdings war das sicher auch sehr teuer. Kassier möchte ich heuer nicht sein“. Die Arbeit bei den EW vermisst sie nicht mehr. Dafür hat sie viel zu viel zu tun. „Erst jetzt merke ich eigentlich, wie viel Zeit ich da reingesteckt habe“, sagt sie. Der Handel ist auch nur ein Hobby für Pernpointner. Hauptberuflich arbeitet sie in der Firma ihres Mannes, ein Rahmenbauer, in Kalteneck. Ihr Mann ist auch der Grund dafür, dass es die gebürtige Hamburgerin nach Passau verschlagen hat. Auf einer Messe hat die damalige Kunstgeschichte-Studentin ihn kennen gelernt, ist dann zu ihm in die Dreiflüssestadt gezogen. Seit rund 25 Jahren lebt sie hier. Trotzdem sagt sie: „Meine Heimat wird immer Hamburg sein. Passau ist meine zweite Heimat.“ Kann man diesen Begriff denn überhaupt räumlich definieren? „Heimat ist da, wo sie einen wieder reinlassen müssen, wenn einem die Orte ausgehen“, sagt die 52-Jährige und lacht wieder. "Da bin ich und da bleib ich" Pernpointner bezeichnet sich selbst als Kosmopolit, sagt aber auch: „Ich lebe gerne in Passau.“ Die Passauer aber, die sind schon „sehr speziell“, meint sie. Vor allem, wenn es um ihre niederbayerische Heimat und ihre Wurzeln geht - nach dem Motto: "Da bin ich und da bleib ich". „Meine Schulfreundinnen und ich, wir wollten damals nach dem Abitur alle in die Welt raus“, erinnert sie sich. Bei den Klassenkameraden ihres Sohnes (22) hat sie eher das Gegenteil beobachtet. „Da suchen sich viele lieber einen Beruf, der ihnen nicht so viel Spaß macht, bevor sie weggehen müssten.“ Deshalb hat sie auch den „Heimatladen“ eröffnet: Heimat liegt im Trend, hat Pernpointner beobachtet, „die Tracht ist wieder wahnsinnig modern geworden, Symbole wie das Hirschgeweih findet man überall, sei es als Gemälde oder als Tattoo.“ Auf diesen Zug ist sie aufgesprungen. In ihrem kleinen Geschäft findet man allerhand Kleinigkeiten mit einem Hang zum Kitsch - „aber auch das ist ja zur Zeit sehr gefragt“, hat Pernpointner festgestellt. Über den Regalen hängen verspiegelte Steinbockköpfe, in den Regalen sind Schmuckstücke arrangiert, immer wieder taucht als Symbol das Reh auf. Kleine Geweihe mit bunten Swarowski-Steinchen beklebt lässt sie von einer Studentin anfertigen, Bilder und Postkarten von Passau werden von verschiedenen Künstlern gestaltet. Viele Waren kauft Pernpointner aber auch auf Messen. „Ich lege Wert darauf, dass ich alles, was es hier zu kaufen gibt, exklusiv in Passau habe.“ Findet man denn auch bei ihr daheim solche Dinge? „Ich habe eine sehr ausgefallene schweizer Kuckucksuhr aus Glas“, sagt sie, „wenn ich unser Haus aber komplett so einrichten würde, wie den Laden, dann glaube ich, würde mir mein Mann auf's Dach steigen.“ - bei aller (Heimat-)Liebe. Fotos: Laura Lugbauer
Aktuelle Meldungen "Rad Total im Donautal" am kommenden Sonntag, 15. April |
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