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Innstadt-Brauerei schildert lokalnews.de konkrete Pläne

Die Wiedererweckung des Dornröschenhauses

Die Pläne gibt es längst, nur die Umsetzung zieht sich: Die Innstadt Brauerei hat langfristig vor, aus dem brach liegenden Glaspalast eine Gastronomie mit Terrasse, Biergarten und Tiefgarage zu machen.

veröffentlicht von Susanne Wax am 24.08.2011 13:08 Uhr im Ressort Land & Leute

Vor einigen Wochen hatte Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) das Thema Glaspalast auf den Plan gebracht: Er will sich für die Wiederbelebung einsetzen, erklärte er in einer Pressemitteilung (zum damaligen Artikel). Auf Nachfrage bei der Innstadt-Brauerei, deren Eigentum der Glaspalast - offiziell heißt er Innstadt-Keller - ist, gab Prokurist Johann Baumann sich zurückhaltend: Herrichten als Lokal gut und schön, aber wie sollten die Leute zu dem Gebäude am unwegsamen Hang hinter dem Brauereigelände gelangen, wo parken?

Heute durfte die lokalnews-Redaktion Fotos im Glaspalast machen - und beim Rundgang erklärte Baumann, dass die Brauerei längst Pläne hat, das schöne Gebäude aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Ein Gastronomiebetrieb mit Biergarten mit Mariahilf-Blick, mit Terrasse zur Inn-Seite, mit Tiefgarage unter eben dieser Terrasse, um das Parkproblem zu lösen: Das sind die einzelnen Punkte. Doch wann es losgeht, ist ungewiss: Für Terrasse und Tiefgarage müsste das Gebäude vor dem Glaspalast weichen. Ein mehrstöckiges, auch unterirdisch verlaufender Teil der Brauereianlage mit Lagerfässern: Wenn dafür ein Alternativplatz gefunden und errichtet ist, so Baumann, dann kann man den Plan angehen, Anträge stellen. "Das kann ganz schnell gehen, kann aber auch noch lange dauern."

Der Glaspalast, einst Teil des Klosters, später Gastronomie und Stätte für Musik und Tanz, seit dem Zweiten Weltkrieg vergessenes, lichtdurchflutetes, versperrtes Kleinod: In einer Bildergalerie zeigen wir euch zunächst, was sich hinter Mauern und Glasfassade verbirgt.





"Wenn alles mal scheitert müsste man sich hier eigentlich ein Loft einrichten", sagt Johann Baumann, als er im Raum steht. Die zarte Glasfassade, der alte Holzboden, die gut erhaltenen beiden Säulen, die Holzempore, auf der noch zwei Tische und ein paar Stühle stehen: Ein wunderschöner Ort. Doch sind Löcher in den dünnen Fensterscheiben, ist die Decke brüchig, hängt eine halb zerbrochene Lampe herab, bricht der Boden an manchen Stellen auf - und ist alles eine Abstellkammer für die nebenan wohnenden Mieter. In einer Ecke rankt Efeu herein, hat sich den Weg durch das Glas gebahnt. Zugewachsen, wie das Dornröschenschloss. Johann Baumann holt eine Schere, schneidet den Zweig ab.


Wieder genau so aufbauen


"Im Grunde muss man alles neu machen", sagt der Prokurist. "Wir hätten vor, alles neu aufzubauen, nach aktuellen Bauvorschriften, mit Dämmung und allem. Nur trotzdem derartig, dass es wieder genau so ausschaut." Denn der altehrwürdigen Schönheit des Glaspalastes, des Charmes der vielgliedrigen Fenster, der Einmaligkeit des Lichteinfalls und der herausragenden Position mit Blick über die ganze Altstadt sei man sich bei der Brauerei bewusst: "Es ist etwas Einzigartiges hier." Die Pläne, die derzeit in der Schublade liegen, würden einen dauerhaften Lokalbetrieb vorsehen, aber auch einen Schwerpunkt auf Kulturveranstaltungen, auf Konzerten - und auf Vermietungen wie zum Beispiel für Hochzeiten.

Doch keine Gastronomie ohne ausreichend Parkplätze, an denen es der Innstadt ohnehin mangele, wie Baumann erklärt. Darum gäbe es da die Pläne eines Parkhauses mit 150 bis 200 Stellplätzen vor dem Glaspalast. Platz für die Geräte und Tanks, die im sich momentan dort befindlichen Gebäude untergebracht sind, könnte man zum Beispiel auf der anderen Straßenseite finden, sagt der Prokurist. Eine konkrete Lösung habe man allerdings nicht. Der obere Abschluss des Parkhauses wäre dann bündig mit der Glasfassade - und könnte zur schönen großen Terrasse mit Blick auf Innstadt, Altstadt, Dom, Ortsspitze und Oberhaus genutzt werden.

Die großen Kastanienbäume sind schon da


Draußen sitzen soll man laut Brauerei-Plänen aber auch auf der anderen Seite, am Innstadtkellerweg, können: Hier wäre ein großer Biergarten vorgesehen. Johann Baumann führt über das Areal, von dem aus man wunderbar zum Kloster Mariahilf blicken kann. Drei große, alte Kastanien sind schon da. Bierbänke und Ausschank hätten ausreichend Platz. Bisher dient die Fläche unter anderem als Parkplatz für die Anwohner.

Seit etwa drei Jahren gibt es diese Pläne, erklärt Johann Baumann. "Aber alles hängt von der Parkmöglichkeit ab", sagt er. Für die Umnutzung auf dem Brauereigelände, für das Parkhaus, müsste die Stadt erstmal ihr O.K. geben. Sobald eine Unterbringung für Geräte und Tanks gefunden ist, will die Brauerei das Thema angehen.




Fotos: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
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Schlagwörter & Themen:
Oberhaus , Urban Mangold , lokalnews , Innstadt Brauerei , ödp , Mariahilf , Innstadt-Brauerei , Biergarten

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