30.03.2012 Oberhaus: Augustiner Bräu übernimmt BurgschänkeOberirdische Variante erhält Baugenehmigung 27.03.2012 Konzept der realistischen Schritte siegtVerkehrsentwicklungsplan vom Stadtrat endgültig abgesegnet Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Stadt lehnt von Rosmus geforderte Büste zum Gedenken abWirren um ein DenkmalDie letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Die Schrecken, das Leiden. Die Erlösung. Die Stadt will sie würdigen. Jedoch auf andere Weise, wie Autorin Anna Rosmus vorgeschlagen hatte. Es sind die Wirren dieser Zeit, die eine konkrete Rekonstruktion der Abläufe und Entscheidungen so schwer machen. Und darum kann der Stadtrat nicht Ja sagen zur Idee von Anna Rosmus, der Frau, die einst Morddrohungen dafür bekommen hat, dass sie in einem Aufsatz über das Dritte Reich bekannte Passauer Persönlichkeiten als aktive Nationalsozialisten enttarnt hat. Seit 1994 lebt Rosmus in den USA, kommt regelmäßig mit Angehörigen von Kriegsveteranen in ihre Heimatstadt. Für den Vater von einem von ihnen, Stanley Eric Reinhart, wollte sie eine Büste an der Innpromenade aufstellen lassen, finanziert von selbst zusammengetragenen Spenden. Ihm, so sagt Rosmus, habe Passau zu verdanken, in den letzten Kriegstagen nicht untergegangen zu sein. "Alles andere als Wischiwaschi" Die Stadt hat nach dem Antrag der gebürtigen Passauerin selbst Recherchen angestellt. Und nichts gefunden, was Reinharts Verdienst eindeutig belegen würde. "Wischiwaschi", hat Anna Rosmus in einem Bericht der "Passauer Neuen Presse", diese Recherchen genannt. "Sehr akribisch und alles andere als Wischiwaschi", entgegnete Kulturreferent Dr. Max Brunner gestern im Ausschuss. Er nannte als eine der Quellen die Veröffentlichung "Die Front erreichte im Zweiten Welkrieg auch Passau" von Heinz Kellermann aus dem Jahr 2009. Darin finde sich nichts von Rosmus' Informationen. Nachgeforscht hat die Stadt außerdem beim Militärgeschichtlichen Museum in Dresden, beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam, bei weiteren Stellen in den USA. Jedes Mal: Nichts. "Nirgends findet sich ein Beleg dafür", sagte Brunner. Obwohl man durchaus an das kluge, rücksichtsvolle Handeln Reinharts glaube, fuhr er fort, so könne man diesem Mann unter diesen Umständen kein Denkmal in der Stadt setzen: "Das wäre keine saubere historische Aufarbeitung des Themas. Da steht dann dieses Denkmal und der Grund, warum es da steht, ist nicht eindeutig belegbar." Stanley Eric Reinhart selbst wäre wohl "der letzte gewesen, der eine Büste von sich unter diesen Umständen gewollt hätte", sagte der Kulturreferent. "Jedes Telefonat, jede Bombe, jeder Schuss" Rosmus selbst hat das Rederecht bekommen gestern im Ausschuss. Und es vor allem dazu genutzt, das Ausmaß ihrer Recherchen darzustellen: "Ich habe ganze Aktenschränke durchgelesen", sagte sie. Es gebe "tausende Dokumente, die das Kriegsende genau belegen. Jedes einzelne Telefonat, jede Bombe, jeder Schuss, auf die Minute genau". Darunter seien auch Reinharts Handlungen zu finden. Sie arbeite seit 25 Jahren an den Militärakten dieser Zeit. "Eine solche Vorgehensweise wie die von Reinhart gab es in ganz Bayern und Österreich nicht." Ob nun eine Büste aufgestellt werde oder nicht, "ob Sie ihn nun ehren oder nicht, das ist Ihre Sache. Aber wissen sollen Sie, wie es gelaufen ist." Ohne weitere Diskussion stimmte das Gremium geschlossen gegen Rosmus' Antrag, die Büste aufzustellen. Passau geht einen anderen Weg, um das Kriegsende aufzuarbeiten. Welchen, das soll die Verwaltung erarbeiten, was im Gegenzug einstimmig befürwortet wurde. "Man sollte sich Gedanken machen, wie man die letzten Kregstage grundsätzlich würdigt", fasste Max Brunner den Auftrag zusammen. Foto: Archiv Wax Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
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