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Kneipentour-Portraits: Michael Bauer und die "Cantina Ensena

Urlaub in der "Kleinen Bucht"

Anlässlich der 8. Kneipentour haben wir die Innstadt-Lokale und ihre Wirte vorgestellt. Hier ist unser letztes Portrait: Michael Bauer und die "Cantina Ensenada" in der Löwengrube 4.

veröffentlicht von Isabella Kramarz am 24.10.2011 09:10 Uhr im Ressort Land & Leute
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Innstadt Kneipentour 2011" findest Du auf unserer Themenseite.

Warm und behaglich umhüllt die schummrige Atmosphäre die Besucher der "Cantina Ensenada", während im Hintergrund lateinamerikanische Musik spielt. „Es ist hier alles sehr authentisch aufgebaut, denn es soll ein Ort der Erholung sein. Die Gäste sollen sich wie im Urlaub fühlen“, erklärt Michael Bauer, der Chef des mexikanischen Lokals in der Löwengrube 4. Und wenn man sich umschaut, lässt das Ambiente keine Erwartungen unerfüllt: angefangen bei dem echten Stierkopf, der weit oben an der Wand befestigt über den Gästen thront, über die Deckenventilatoren, die mediterranen Zierfliesen und die dunklen Holzmöbel, bis hin zu den Kakteen auf den Fensterbrettern. Auch der Name "Cantina Ensenada" -"ensenada" bedeutet übersetzt "kleine Bucht" - entfacht die Fantasien vom nächsten Traumurlaub am Meer.


Michael Bauers Beruf ist nicht nur Gastronom, wie er sagt: Als solcher sei er gleichzeitig "Security, Priester und Werbemacher".

Viele Tequila-Sorten, auch mit außergewöhnlichen Aromen wie Kaffee, Minze oder Chilli, sind auf einem Schild über der langen Bar aufgelistet. „Die Gäste fragen öfter nach dem besten Tequila. Die Frage ist aber bei knapp fünfzehn Geschmacksrichtungen nur schwer zu beantworten,“ erzählt Michael Bauer, der selbst Cocktailklassiker wie "Mai Tai" schätzt, aber auch zugibt: „Wenn man in der Gastronomie arbeitet, muss man mit dem Alkohol aufpassen. Vielleicht mal ein Bier oder ein Wein, aber grundsätzlich sollte man schauen, dass man eher beim Wasser bleibt.“

Vom Barkeeper zum Chef



Mediterrane Fliesen zieren die Wände.
Der gebürtige Passauer hat vor fast zehn Jahren als Barkeeper in der "Cantina Ensenada" angefangen, ist seit Februar letzten Jahres selbst Chef und kennt sich in seinem Metier gut aus. Der Gastronom betreibt nämlich mit einem Partner neben dem Lokal in Passau noch ein zweites mexikanisches Restaurant, einen Catering-Betrieb und den ‚Feng-Shui-Park‘ in Lalling und hat somit seinen Traumberuf auch in die Tat umgesetzt. „Ich habe eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht, den Ausbilderschein und Handelsfachwirt im Textilbereich und neben dieser Tätigkeit grundsätzlich in der Gastronomie gearbeitet, mindestens zwei Tage in der Woche hier in der Cantina.“ Nach einer kurzen Pause nach der Ausbildung entschied sich der ehrgeizige Passauer noch, das Fernstudium zum Gastronomiebetriebswirt draufzusetzen, schloss dieses schließlich an der Universität in Düsseldorf ab und ist seither an die "Cantina Ensenada" gebunden. Um das Geschäft am Laufen zu halten, versucht der Gastronom seine Gäste mit wechselnden Angeboten bei Speisen und den über hundert Cocktails anzulocken und steht nicht selten selber als Koch hinterm Herd.

Wirt ist nur ein Teil des Jobs


Michael Bauer sieht sich als den „Ansprechpartner, der den Laden verkörpert“, denn Wirt sei nur ein Teil des Jobs. „Wir sind gleichzeitig auch Security, Priester oder Werbemacher. Das Spektrum des Gastronomen ist viel weiter geworden. Es geht nicht mehr nur darum, das Essen zu verarbeiten, es steckt viel mehr dahinter.“ Doch trotz des intensiven Arbeitspensums kann er sich nicht vorstellen,
jemals seinen Beruf aufzugeben.


Die Gestaltung der "Cantina Ensenada" orientiert sich an der alten mexikanischen Gaststätte.

Bedingt durch die häufigen Pächterwechsel in den Jahren 2005 bis 2010 war die "Cantina Ensenada" nicht jedes Mal bei der Kneipentour dabei, doch Michael Bauer ist von der Idee überzeugt, den Zusammenhalt unter den Innstadt-Wirten zu fördern. Auch wenn man innerhalb der achtwöchigen Aktion die "Schnelldurchläufer", die nur kurz auf einen Tequila vorbeikommen, hinnehmen muss. „Die Kneipentour wird auch gerne auf Zeit gelaufen und dabei von den Leuten mit der Videokamera gefilmt. Da kommt um 19.37 Uhr der Anruf ‚Bitte fünf Kurze für je 2,50 Euro bereit stellen.‘ Dafür liegt aber das Geld sofort auf dem Tresen. Schnell ausgetrunken und weiter in den nächsten Laden“, erzählt er mit einem leichten Schmunzeln und versichert, dass er selbst ebenfalls an der Kneipentour teilnimmt, „nur nicht in dem Ausmaß“.

Wer dem Alltag für einige Zeit entfliehen will, ist in der "Kleinen Bucht" gut aufgehoben, kann neben mexikanischem Essen auch leckere Cocktails genießen und sich über laufende Specials auf ] informieren.

Die Kneipentour der Innwirte


Zum achten Mal gibt es die Aktion in der Innstadt, bei der man von Kneipe zu Kneipe zieht, Stempel sammelt und am Schluss eine Jacke mit "Innstadt"-Schriftzug bekommt. Von Sonntag, 25. September, bis einschließlich Donnerstag, 24. November, läuft die Tour heuer.

Folgende Kneipen und Restaurants sind dabei: Wahns'Inn, Cantina Ensenada, Zeche 14, Venti Tre, InnBräu, NixNutz, Colors, Espresso, Joe's Garage und Blue Notes.

In einem der genannten Lokale holt man sich für 1 Euro den Stempelpass, der gleichzeitig ein Bonusheft mit vielen Passau-Gutscheinen ist. Es gibt einen Mindestverzehr von 2,50 Euro pro Kneipe, für den man einen Stempel auf dem Feld der jeweiligen Kneipe bekommt. Hat man alle elf Stempel beisammen - den elften holt man sich in einem Lokal seiner Wahl, in das man ein zweites Mal gehen mag- , kann man sich im Winter die Jacke in der passenden Größe abholen. Wann und wo, das wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Jacke ist heuer hellblau und hat einen weißen Aufdruck. Der wiederum verläuft nicht wie in den Vorjahren quer über die Brust, sondern senkrecht parallel zum Reißverschluss.

Hier geht es zur Facebook-Seite der Kneipentour.

Die Cantina hat ebenfalls eine [url=http://de-de.facebook.com/pages/Cantina-Ensenada-Passau/117024074979959]Facebook-Seite[/url.

Fotos: Kramarz


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