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"Arbeitsgruppe Automatenspielsucht" sucht Mitglieder

Hilfe in der Hoffnung auf das schnelle Geld

Die Hoffnung auf das schnelle Geld treibt Menschen in die Sucht. In eine Sucht, die in Passau eine eigene Anlaufstelle braucht, findet Michael Hasenberger. Der Gastronom hat darum den Vorsitz der Arbeitsgruppe Automatenspielsucht übernommen.

veröffentlicht von Susanne Wax am 09.12.2011 13:51 Uhr im Ressort Land & Leute

Ziel der Arbeitsgruppe, die sich aus Mitgliedern des CSU-Kreisverbands Passau Stadt zusammensetzt, ist das Erstellen eines Papiers zum präventiven Schutz vor Automatenspielsucht.

Handlungsbedarf besteht in Passau dringend, sagt Hasenberger: Er spricht die hohe Dichte an Spielcasinos in Passau samt Neubauten an, zum Beispiel an der Äußeren Spitalhofstraße. Wie können all diese Läden nebeneinander bestehen, fragte er sich: "Ich habe erste Nachforschungen angestellt, wie sich dieses Überangebot für die Betreiber finanziell rechnen kann. Dabei bin ich auf viele tragische Geschichten hinter diesem Boom gestoßen", sagt er. Menschen die sich hoch verschulden und oft keinen Ausweg sehen. "Die allerwenigsten lassen sich von fachkundigen Stellen beraten und auch nur, wenn wirklich keine andere Möglichkeit mehr bleibt. Die meisten landen in der Schuldnerberatung und nur wenige finden den Weg in eine Suchtberatung." Bei einer Passauer Beratungsstelle habe er nachgefragt, wie viele Menschen sich wegen Spielsucht an sie wenden. Allein bei dieser einen Beratungsstelle seien fast 100 Menschen in Behandlung. "Man muss von ,Behandlung' sprechen, weil es sich bei Spielsucht um eine Krankheit handelt", sagt Hasenberger.


Hier setzt die Arbeitsgruppe Automatenspielsucht an: "Wir wollen kein Verbot von Automatencasinos und wir wollen keine Einschränkung von Personen, die gerne spielen möchten", sagt Michael Hasenberger. "Wir möchten allerdings mehr Aufklärung an Kindergärten und Schulen und die Möglichkeit, dass sich Süchtige selber schützen können."

Folgende Forderungen stellt Hasenberger:
- Die Möglichkeit, dass sich Spielsüchtige in privaten Casinos selbst sperren können, wie es an staatlichen bereits der Fall ist.
- Die Einführung eines Spielerpasses und die Kontrollpflicht dieses Passes im privaten Casino. Spieler könnten diesen in einer Beratungsstelle oder im Internet formlos beantragen. Dazu könnte es eine Informationsbroschüre geben, in der Hilfsstellen genannt und auf die Gefahren und Anzeichen von Spielsucht aufmerksam gemacht wird.
- Private Casinos sollten verpflichtet werden, eine Schufa-Auskunft über die Spieler einzuholen, die nicht älter als drei Monate sein darf. Wird eine dieser Auflagen nicht eingehalten, wird das Casino zum Ersatz eines möglichen Spielverlustes verpflichtet.


Helfer gesucht:


Die Arbeitsgruppe Automatenspielsucht sucht weitere Helfer. Und dazu muss man nicht bei der CSU sein. "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nichtpolitische Personen oder Menschen mit einer anderen politischen Richtung ebenfalls gerne aufnehmen. Es zählt nur die Sache", sagt Michael Hasenberger. EInen ersten Termin gibt es schon: Am Donnerstag, 15. Dezember, besucht die Arbeitsgruppe die Suchtpräventionsstelle am Landratsamt Passau. Anmelden und auch ansonsten Kontakt aufnehmen kann man per E-Mail an Michael.Hasenberger@gmx.de

Die „Arbeitsgruppe Automatenspielsucht“ hat auch eine Facebook-Seite.

Foto: Gabi Schoenemann / pixelio.de


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Facebook , Spitalhofstraße , Brand , CSU , Landrat , Schulen

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