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Menschen an Weihnachten (4): Horst Kleinert

Ausschau halten nach dem einen, dem perfekten Baum

Horst Kleinert hat tagtäglich mit Weihnachten zu tun. Er verkauft Christbäume auf der Ennser-Plantage in der Innstadt. Ist er deshalb des Weihnachtsfestes schon überdrüssig?

veröffentlicht von Susanne Wax am 14.12.2011 09:04 Uhr im Ressort Land & Leute
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Menschen an Weihnachten" findest Du auf unserer Themenseite.

Das haben wir ihn in unserer Serie "Menschen an Weihnachten" gefragt.

Herr Kleinert, freuen Sie sich trotz der vielen stressigen Tage auf der Christbaumplantage auf Weihnachten?
Auf jeden Fall freue ich mich. Auch wenn es in den Wochen davor ein Knochenjob ist. Es ist anstrengend, aber schön. Vor allem wenn die vielen Stammkunden kommen, man einen Ratsch halten kann. Ich bin mit Leib und Seele dabei. Und ab 23. Dezember beginnt dann auch für mich die staade Zeit.





Wann suchen Sie sich selbst einen Christbaum aus?
Zwischendurch. Wenn mir der Schönste unterkommt (lacht). Wir stellen jeden Baum einzeln auf, da gehe ich durch und schaue. Und wenn ich meinen entdecke, den einen Perfekten, kommt er gleich auf die Seite und ist reserviert.


Wie verbringen Sie den Heilig Abend?
Ganz traditionell, mit Frau, Kindern, Oma, Schwester. Wir essen zusammen, und dann gibt es Bescherung, allerdings hauptsächlich für meine Kinder. Die sind 13 und 16 Jahre alt, weshalb wir uns die Kindermette mittlerweile auch sparen.


Finden Sie Geschenke wichtig?
Ja, doch nimmt es in der Gesellschaft Ausmaße an, die ich nicht gut finde. Immer mehr wird geschenkt, manche kaufen die Geschenke schon unterm Jahr. Ich finde kleine Geschenke schöner, Alltägliches. Eine Überraschung für meine Frau gibt es aber jedes Jahr, da bin ich schon so eitel.


Geben Sie viel Geld für Geschenke aus?
Ich habe kein festes Budgets, das schwankt jedes Jahr. Je nachdem, was die Kinder sich wünschen. Und selbst habe ich mir mein Geschenk schon besorgt: eine Fotokamera.


Wie lange haben Sie an das Christkind geglaubt?
Puh. Schwierige Frage. Ich sage mal, ich war so sechs, sieben Jahre alt.


Mögen Sie Weihnachtslieder?
Ich mag die älteren Weihnachtslieder, die auch manchmal im Radio gespielt werden. Die meisten aber, die man im Alltag so hört, mag ich nicht. Last Christmas kann man schon nach kurzer Zeit nicht mehr hören. Tagtäglich zig Mal, das ist zu viel.


Hat sich Ihre Einstellung zu Weihnachten über die Jahre verändert?
Ja. Wenn ich an früher denke, da gehörte zu Weihnachten so viel dazu. Da wurde zu Hause alles abgehängt, man durfte die Tür nicht aufmachen, bis das Christkind da war. Dann hörte man das Glöckchen und durfte zum Baum gehen. Später wird das anders. Aber gemütlich und schön ist es bei uns nach wie vor.


Haben Sie einen besonderen Wunsch?
Materiell fällt mir da spontan gar nichts ein. Meinen Fotoapparat habe ich ja schon. Und ansonsten: Gesundheit.


Horst Kleinert ist 45 Jahre alt und lebt mit Frau und Kindern in Hauzenberg. In der Adventszeit arbeitet er auf der Christbaumplantage von Dr. Hans-Gerd Ennser an der Wiener Straße in Passau. Er und die Mitarbeiter sorgen dafür, dass ständig 130 Bäume in allen Größen einzeln aufgestellt sind, damit die Kunden sie eingehend betrachten können. Eigentlich hat Horst Kleinert einen ganz anderen Beruf: Er ist im Außendienst in der Baustoffbranche tätig.

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Gschichten, Passauer Innstadt
Schlagwörter & Themen:
Wiener Straße , Innstadt

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