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Menschen an Weihnachten (5): Pfarrer August Lindmeier"Mich berührt die Hilfsbereitschaft der Menschen "Für einen Pfarrer herrscht an Weihnachten Hochkonjunktur. Findet er neben den vielen Gottesdiensten auch noch Zeit für sich und seine Lieben? Wir haben nachgefragt beim Hacklberger Pfarrer August Lindmeier. | |  |
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Menschen an Weihnachten" findest Du auf unserer Themenseite. August Lindmeier betreut als Pfarrer gleich zwei Pfarreien, St. Konrad und St. Korona in Hacklberg. Gerade an Weihnachten muss er besonders für seine Schäfchen da sein, erzählt er.
Freuen Sie sich auf Weihnachten?
Ja schon, auf jeden Fall. Es ist das Fest, wo sich Himmel und Erde durch die Menschwerdung Jesu Christi verbinden. An Weihnachten wird das Heil Gottes erfahrbar, in der Lithurgie, im Gottesdienst.
Wie verbringen Sie den Heilig Abend und die Feiertage?
Bei mir stehen die Messfeiern im Mittelpunkt. Tagsüber mache ich Krankenbesuche im Klinikum und erledige wichtige Anrufe. Nachmittags wird dann das Friedenslicht aus Betlehem von den Ministranten entzündet. Dann halte ich die Kleinkindermette in St. Korona, später die Kindermette in Hacklberg. Danach mache ich in ganz kleinem Rahmen eine Weihnachtsfeier mit Bescherung zusammen mit meiner Pfarrhausfrau. Da musiziere ich auch gerne und lese aus dem Evangelium vor. Dafür bleibt aber nur wenig Zeit, denn dann geht es schon zur Christmette, auf die ich mich vorher noch vorbereiten muss. Am ersten Weihnachtsfeiertag halte ich vormittags die Weihnachtslithurgie, am Nachmittag besuche ich dann meine Eltern, da kommt auch meine Schwester mit ihrer Familie vorbei. Am Stephanitag, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, ist auch wieder Lithurgie am Vormittag, danach habe ich dann auch mal Zeit für mich, ruhe mich aus oder mache Besuche.

Finden Sie Geschenke wichtig?
Geschenke sind schon wichtig, damit zeigt man ja seine Aufmerksamkeit und Zuneigung. Es gehört dazu, bei mir sind Geschenke aber nicht so bedeutend, sie stehen nicht im Mittelpunkt.
Geben Sie viel Geld für Geschenke aus?
Natürlich kommen auch mal größere Anschaffungen vor, aber in der Regel schenke ich eher Kleinigkeiten zum Fest.
Wie lange haben Sie als Kind an das Christkind geglaubt?
Daran kann ich mich gar nicht so genau erinnern, ich schätze mal so bis zum Ende der Kindergartenzeit oder bis zur ersten Klasse. Ich hab nämlich schon früh herausgefunden, dass eigentlich meine Eltern den Gabentisch decken. Ich habe öfters die Geschenke schon vor Heiligabend gefunden (schmunzelt).
Mögen Sie Weihnachtslieder?
Ja. Mein Lieblingslied ist ganz klassisch "Stille Nacht". Da habe ich auch schon als Jugendlicher schöne Erinnerungen an die Atmosphäre in der Christmette, wenn die Kirche abgedunkelt wurde. Das geht tief rein.
Hat sich Ihre Einstellung zu Weihnachten über die Jahre verändert?
Auf alle Fälle, es ist wichtiger geworden, vor allem jetzt als Priester erlebe ich Weihnachten besonders intensiv und feier es noch bewusster. Mich berührt die Hilfsbereitschaft der Menschen an Weihnachten, dass sie so fleißig spenden und geben. Jeder versucht, dem anderen eine Freude zu machen. In dieser Zuwendung der Menschen wird die Liebe Gottes spürbar.
Haben Sie einen besonderen Wunsch zu Weihnachten?
Ich wünsche mir, dass die Menschen zu Weihnachten Trost und Kraft finden für all das, was sie bewegt. Sei es die Eurokrise, der Klimawandel oder private Probleme und Krankheiten. Ich werde oft mit Schicksalschlaägen konfrontiert, in letzter Zeit gab es zum Beispiel viele Unfälle von jungen Menschen. Da ist mein Wunsch, dass das bei ihnen und bei ihren Familien eine gute Wendung nimmt. Ich wünsche den Menschen ihren inneren Frieden. Foto: Mischkowski
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