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Anbauverband fordert politische Signale für Öko-Landbau

Biokreis fährt selbstbewusst zur Messe

Der Biokreis bereitet sich vor auf die BioFach, die weltweit größte Messe für Bioprodukte. Und schaut ihrem Auftritt entsprechend selbstbewusst entgegen - Grund dafür sind positive Zahlen.

veröffentlicht von Susanne Wax am 06.02.2012 16:11 Uhr im Ressort Land & Leute

Die Zahl der landwirtschaftlichen Mitgliedsbetriebe im ökologischen Anbauverband Biokreis mit Sitz in Passau am Stelzlhof sei 2011 im Bundesdurchschnitt um acht Prozent gestiegen, in Bayern um 13 Prozent. „Mit diesen Zahlen können wir uns selbstbewusst auf der BioFach präsentieren“, so Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer. Die BioFach startet am 15. Februar in Nürnberg. Der Stand des Biokreis findet sich in Halle 7. „Die Verbraucher haben längst erkannt, wie wichtig es ist, beim Nahrungsmitteleinkauf die regionale Herkunft zu beachten. Wir vom Biokreis zeigen, wie sich Bio-Qualität, Regionalität und Verarbeitung unter fairen sozialen Bedingungen vereinbaren lassen, und wie davon letztlich alle profitieren“, sagt Sepp Brunnbauer.

Dem positiven Wachstum des Biokreis steht ein insgesamt eher maues Jahr für die Ökolandwirtschaft in Deutschland gegenüber. In Bayern ist die Zahl der Betriebe, die einem der vier Anbauverbände Biokreis, Bioland, Naturland und demeter angehören, gerade einmal um 3,66 Prozent gestiegen. Die Zahl aller Biobetriebe, also inklusive derer, die sich keinem der Verbände anschließen, ist nur um 1,8 Prozent gewachsen. Die Prognose für den Bund liegt eher noch unter den bayerischen Zahlen. Während der Markt für Bio-Lebensmittel weiterhin im zweistelligen Bereich wächst, hängt die heimische Produktion also stark hinterher. „Das liegt sicher nicht allein an den aktuellen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Situation“, so Sepp Brunnbauer, „sondern ganz klar auch daran, dass die Bundesregierung sich zwar eine irgendwie nachhaltigere Landwirtschaft wünscht, es aber nicht schafft, ein klares Bekenntnis zur ökologischen
Landwirtschaft auszusprechen.“ Ohne klare politische Signale wagen die Landwirte die Umstellung nicht – zumal, wenn die umstrittene Produktion von Biogas sich nicht nur lukrativer sondern auch besser planbar darstellt, weil hier feste Zusagen für langfristige Förderungen gegeben werden.

Brunnbauer: „Wir haben die Empfehlung des Nachhaltigkeitsrates, die ökologische Landwirtschaft in Deutschland auf 20 Prozent auszudehnen. Und wir haben jede Menge Verbraucher, die sich Bio-Lebensmittel aus Deutschland wünschen. Das ist ein klarer Auftrag an die Politik, die Rahmen- und Förderbedingungen für die deutschen Landwirte so zu gestalten, dass sie den Weg in die Bio-Erzeugung leichter finden können.“

Der Biokreis wurde 1979 gegründet, heute arbeiten deutschlandweit rund 900 landwirtschaftliche Betriebe und 80 Verarbeiter nach seinen Richtlinien. Dabei setzt der Biokreis auf regionale Strukturen und Marktpartnerschaften zwischen Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern. Das speziell entwickelte Siegel „regional & fair“ garantiert neben einer regionalen, ökologischen Erzeugungsweise auch handwerkliche Verarbeitung und faire Bedingungen für alle, die am Herstellungsprozess beteiligt sind.

Der Biokreis im Internet: www.biokreis.de

Logos: Biokreis


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