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Schifffahrt auf der Donau gesperrt: 29 Schiffe hängen fest

Eisbrecher in Alarmbereitschaft

Außer im direkten Stadtgebiet Passau ist die gesamte Donau in Niederbayern mit Treibeis oder gar einer geschlossenen Eisdecke bedeckt. In Passau und Vilshofen stehen die Eisbrecher in Alarmbereitschaft.

veröffentlicht von Esther Mischkowski am 10.02.2012 16:09 Uhr im Ressort Land & Leute
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Donau unter Eis" findest Du auf unserer Themenseite.

Die Schifffahrt auf der Donau, so vermeldete das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg (WSA), muss daher auch weiterhin eingestellt bleiben. Deshalb liegen im Bereich der Schleusen Jochenstein und Passau insgesamt 29 Schiffe fest und warten darauf, endlich weiterfahren zu können.

Drei Eisbrecher des Schifffahrtsamtes Regensburg stehen beim Kachlet oberhalb Passaus und in Vilshofen in Bereitschaft. Und könnten jederzeit damit beginnen, das Eis zu brechen. Mitarbeiter des Außenbezirks Passau sind derzeit als Dammbeobachter und als Bereitschaftsdienste im Wehr Kachlet rund um die Uhr im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren.

Die Donau bei Sandbach zwischen Passau und Vilshofen:



Doch aktuell ist nicht geplant, die Eisbrecher auslaufen zu lassen. „Solange keine Gefahr für die Anlagen wie Dämme, Schleusen und Wehre drohen, ist nicht geplant, das Eis zu brechen“, teilt Helmut Rubenbauer, Sachbereichsleiter und Koordinator der täglichen Einsatzrunde beim Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg, mit. „Das Risiko einer Eisversetzung, dass sich bei einer Eisbekämpfung die zerkleinerten Eisschollen unmittelbar danach aufeinander schieben, das Eis dadurch noch dicker wird und somit noch mehr Druck aufbaut, ist zu groß“.

Eisbrecher laufen erst bei drohendem Eisstoß oder Tauwetter aus


In Kachlet würden erst bei einem drohenden Eisstoß die Eisbrecher zum Einsatz kommen und die dann gebrochenen Eisplatten kontrolliert über das Wehr abgeführt. Dies muss in enger Abstimmung mit den österreichischen Kollegen erfolgen, weil sich dieses zusätzliche Eis
als nächstes dann Richtung Donaustufe Jochenstein bewegen wird.

Auch bei einsetzendem Tauwetter am Ende der Frostperiode wäre dies die Vorgehensweise, teilt das WSA Regensburg mit. Das sei aber kurzfristig noch nicht in Sicht.

Fotos: Markus Persch / WSA Rbg - ABz Passau.


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