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Würzburger Modell auch für Passau interessant?Generelles Hausverbot für RuhestörerNächtliche Randale, Ruhestörung und Sachbeschädigungen sind kein exklusives Passauer Problem. Auch andere Städte haben oder hatten damit zu kämpfen. | |  |
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Diskussion zur Sperrzeitverlängerung" findest Du auf unserer Themenseite. CSU-Stadtrat Armin Dickl hat bereits die Landshuter Lösung ins Spiel gebracht. Fritz Mayer vom Hotel- und Gaststättenverband könnte sich auch das Würzburger Modell vorstellen.
Ein privater Sicherheitsdienst sorgt seit neun Monaten in Landshut für Sicherheit und Ordnung in der Altstadt. Täglich zwischen 23 und 6 Uhr sind in der Altstadt dort zwei bis zehn Sicherheitsmitarbeiter unterwegs. Die Hälfte der Kosten übernimmt die Stadt, den Rest teilen sich Wirte und Händler. Laut Aussagen der Stadt hat man dort gute Erfahrungen gemacht.
Auch in Würzburg wurde eine Sperrzeitverlängerung andiskutiert. Hier hat man aber mit mehreren Maßnahmen eine enorme Verbesserung erzielt. Hauptbestandteil ist ein lokalübergreifendes Hausverbot für Störenfriede. Fritz Mayer kann sich das auch für Passau vorstellen, hat es bereits bei den Sperrzeit-Diskussionen ins Spiel gebracht. Aber wie soll das in der Praxis umgesetzt und kontrolliert werden?
Wer wiederholt auffällt, bekommt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs
Michael Schwägerl, Geschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes für den Bezirk Unterfranken erklärt das Modell „Safer Party“, an dem derzeit 15 Lokale beteiligt sind. „Wer unangenehm auffällt bekommt für diese 15 Betriebe ein überörtliches Hausverbot für die Dauer von zwei Jahren.“ Natürlich sei nicht jeder Gast jedem Wirt bekannt, das erschwert die Kontrolle. Laut Schwägerl aber kein Problem. Ein Unruhestifter kann sich weiter im Nachtleben bewegen – er darf nur nicht erneut auffallen. „Denn dann gibt es eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.“ Laut der Polizei hat sich diese Regelung, die es nun im dritten Jahr gibt, bewährt.
Ergänzend dazu haben sich Polizei, Stadt und Wirte an die Staatsanwaltschaft gewandt um zu erzielen, dass Straftaten konsequenter verfolgt werden. Mit einer Plakataktion wird auf das „Safer-Party“-Konzept hingewiesen. Außerdem dürfen – wie jetzt schon in den meisten Lokalen in Passau – auch keine Getränke mit nach draußen genommen werden. Das Personal in der Gastronomie sieht in regelmäßigen Abständen nach Rauchern vor der Tür und ermahnt gegebenenfalls zur Ruhe.
Sperrzeitverlängerung ist in Würzburg vom Tisch
„Im Dezember war das Thema Sperrzeitverlängerung erneut im Stadtrat“, sagt Schwägerl, „sie ist mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Das werten wir als Erfolg für unser Modell.“
„Safer Party“ können die Würzburger also weiterempfehlen, erklärt Schwägerl und unterbreitet den Passauer Verantwortlichen gleich ein Gesprächsangebot: „Polizei und Ordnungsamt können sich gerne mit unseren örtlichen Behörden in der Verbindung setzen und sich informieren.“ Foto: Nik Styles / pixelio.de
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