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Und bald gibt es den ersten Förderbescheid

Hochwasser: Vorher-Nachher

Hausbesitzer werden von der Stadt gefördert, wenn sie an Fenstern und Türen Schutz gegen Hochwasser anbringen lassen. Wir haben dazu eine Fotostrecke.

veröffentlicht von Laura Lugbauer am 15.04.2011 13:05 Uhr im Ressort Land & Leute

Genau drei Monate ist das letzte Hochwasser jetzt her.

Wir haben die Vergleichsfotos: mit und ohne Wasser. Die Diashow in XXL gibt es hier.

Oder im gewohnten Format hier:



Demnächst wird das Rathaus den ersten Förderbescheid für den dezentralen Hochwasserschutz ausstellen. Im Februar wurde die Maßnahme verabschiedet, daraufhin noch einmal alle 71 betroffenen Hausbesitzer kontaktiert. Fast alle hatten im Vorfeld Interesse bekundet, 35 wollen den Hochwasserschutz auch nach Bekanntgabe der aktuellen Fördersätze durchziehen.

Die Hauseigentümer müssen der Stadt nach einer Ortsbesichtigung jeweils drei Angebote von unterschiedlichen Anbietern vorlegen. Vier haben das bereits getan. Rathaussprecher Herbert Zillinger rechnet damit, dass das Interesse auch bei den übrigen Betroffen steigen wird, sobald die ersten Schutzmaßnahmen an Fenstern und Türen angebracht sind.

Ab 7,20 Metern ist die Fritz-Schäffer-Promenade unter Wasser


Förderung gilt für Hausbesitzer die bei einem Donaupegel bis zu neun Metern betroffen sind. Zum Vergleich: Die Ersten, die ein anrückendes Hochwasser bemerken, sind Anwohner, die in der Tiefgarage Höllgasse parken. Dort steigt das Wasser als erstes, bei einem Donaupegel von 6,20 Metern. Bei 7,20 Metern steht schon der Winterhafen unter Wasser. Zehn Zentimeter mehr und die Fritz-Schäffer-Promenade ist überschwemmt. Übrigens: Aktuell liegt der Donaupegel bei 4,42 Metern.

Ab sieben Meter Donaupegel gilt die erste von vier Hochwasser-Meldestufen. Die wurde in den letzten zehn Jahren zehn Mal erreicht. Meldestufe 2 gilt ab 7,40 Metern – das gab es zwei mal seit 2001. Meldestufe 3 (ab 7,70 Meter) wurde fünf mal überschritten. Und die vierte und höchste Meldestufe ab 8,50 Metern gab es in den vergangenen zehn Jahres sechs mal. So auch beim „Jahrhunderthochwassser“ 2002. Damals stand die Donau fast elf Meter hoch.

11 Millionen Euro Schaden beim "Jahrhunderthochwasser" 2002


11 Millionen Euro Schaden an Gebäuden und Hausrat sind dabei entstanden, erklärt Rathaussprecher Herbert Zillinger. Schon ein halbes Jahr vorher, im März, sind die Flüsse über die Ufer getreten und haben einen Schaden von rund 300 000 Euro verursacht. Der tatsächliche Kostenpunkt dürfte allerdings weit höher liegen, meint Zillinger. Schließlich kostet auch der Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften Geld. „Und den wirtschaftlichen Schaden, der etwa Geschäftsleuten entsteht, die ihren Laden zu lassen müssen, können wir nicht messen“, sagt Zillinger.

Text: Laura Lugbauer/Fotos: Daniel Wildfeuer


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten
Schlagwörter & Themen:
Fritz-Schäffer-Promenade , Hochwasser , Feuerwehr , Hochwasserschutz , lokalnews

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