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Folge 19: Maria Knoth und der Innstadt-Zwinger

Passau- meine Stadt: Charme hinter Mauern

Liegt Passaus Schönheit an groß angelegten Plätzen, in einer engen Altstadt-Gasse oder eher im winzigen Detail? An einem Fenster, einer Tür, einer Kritzelei?

veröffentlicht von Susanne Wax am 18.05.2011 14:39 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

lokalnews.de will mit der Serie „Passau – meine Stadt“ verschiedene Facette darstellen. Passauer – bekannte oder unbekannte – zeigen uns ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

Heute zeigt uns Innstadt-Kindergartenleiterin Maria Knoth ihr persönliches Passau.




Ihre Lieblingsstelle in Passau, Frau Knoth?
Der Zwinger in der Innstadt. Am besten gefällt mir diese Stelle hier, wenn man durch beide Mauern durchgegangen ist. Man hat einen schönen Blick auf den Turm im Vordergrund und den im Hintergrund. Hier wuchern zwar auch die Brennesseln neben dem Weg, aber das passt. Der Platz hat etwas Verwegenes.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Weil er für den alten Stadtteil Innstadt steht. Hier ist die Stadtmauer noch komplett, die Türme, alles ist noch so wie in früheren Zeiten. Und alles ist so schön verwinkelt. Wenn man hier die Treppe hochgeht, kann man über einen schmalen Weg nach links oder rechts gehen. Man kommt dann am Lindental oder am Hort wieder raus.


Wann haben Sie diese Stelle entdeckt?
Als ich im Innstadt-Kindergarten zu arbeiten angefangen habe haben mir Kollegen und Kinder die Stelle gezeigt. Immer schon ist man mit dem Kindergarten hier vorbei gegangen für kurze Gehrunden oder zum Spielplatz am Lindental.


Wie oft kommen Sie her?
Sehr oft, weil wir eben sehr gerne mit den Kindern herkommen und weiter zum Spielplatz gehen. Die Jahnstraße ist undankbar zum Gehen mit Kindern, da ist es gut, dass wir schon nach ein paar Metern durch eine Luke in den Zwinger verschwinden können. Einmal im Jahr übernachten die Schulanfänger im Kindergarten. Nach dem Abendessen veranstalten wir dann hier eine Gespensterjagd. Die Eltern verkleiden sich mit Bettlaken, verstecken sich in den Türmen und Bögen. Das ist toll, und auch gruslig. Ich gebe zu, dass sich da nicht nur die Kinder erschrecken (lacht).


Wen oder was nehmen Sie mit?
Die Kindergartenkinder. Denen gefällt es hier sehr gut. Und im Winter haben wir Rutscherl dabei. Wo jetzt Brennesseln sind, das ist bei Schnee ein toller kleiner Hügel zum Schlittenfahren.


Maria Knoth ist 56 Jahre alt und stammt aus Grafenau. Heute wohnt sie in Fürstenzell. An der Passauer Fachakademie St. Nikola hat sie ihre Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Ganze Generationen von Passauern hat sie aufwachsen sehen: Im Innstadt-Kindergarten St. Severin in der Jahnstraße 12 arbeitet sie seit 30 Jahren, seit 29 Jahren als dessen Leiterin. 118 Kinder in vier Gruppen besuchen derzeit den Kindergarten, eine Kinderkrippengruppe gibt es. Die Innstadt, sagt Maria Knoth, hat sie vor ihrer Arbeit hier kaum gekannt: "Ich war höchstens mal in Mariahilf." Jetzt gefällt ihr dieser Stadtteil am besten: "Die Innstadt ist besonders. Auch wenn ich anfangs dachte: Du liebe Zeit, diese engen Straßen. Aber: Hier lernt man wenigstens das Autofahren."

Foto: Wax


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Ludwigsplatz , Grünaustraße , lokalnews , Mariahilf , Kindergarten , Innstadt-Brauerei

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