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Teil 24:Schokoladenmacher Patrick de Clerck und der Inn

Passau – meine Stadt: Ein Belgier am Wasser

Liegt Passaus Schönheit an groß angelegten Plätzen, in einer engen Altstadt-Gasse oder eher im winzigen Detail? An einem Fenster, einer Tür, einer Kritzelei?

veröffentlicht von Susanne Wax am 08.06.2011 10:39 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

lokalnews.de will mit der Serie „Passau – meine Stadt“ verschiedene Facette darstellen. Passauer – bekannte oder unbekannte – zeigen uns ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

Heute zeigt uns Chocolatier Patrick De Clerck sein persönliches Passau.




Ihre Lieblingsstelle in Passau, Herr De Clerck?
Die Treppe, die zum Inn herunter führt. Man kommt hier so nah ans Wasser, wie man nur will. Man kann sich die Hände und Füße abkühlen und es sind immer ein paar Enten da, die man beobachten kann.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Weil Wasser für mich zu Passau gehört. Wasser gibt es hier viel, der Inn aber ist am schönsten. Grün und ruhig. Und weil man am Wasser seine Ideen entfalten kann. In Passau gibt es viele Künstler. Ich bin mir sicher, dass vielen der Blick auf das Wasser hilft, um kreativ zu sein. So ist es auch bei mir selbst. Viele Ideen für meine Schokoladenkreationen kommen mir, wenn ich am Wasser bin.


Wann haben Sie diese Stelle entdeckt?
Vor 28 Jahren. Ich lebte damals noch in Belgien, hatte meinen Laden in meinem Heimatort Aalst. Jedes Jahr war ein Fest in der Straße. Ich lernte eine österreichische Kapelle kennen, die dort spielte. Die Musiker und ich blieben in Kontakt, ich besuchte sie mal in Österreich. Da haben wir dann einen Ausflug nach Passau gemacht. Und sind am Inn spazieren gegangen. Er gefiel mir auf Anhieb. Auch die Ortsspitze hat mich fasziniert und tut es immer noch.


Wie oft kommen Sie her?
Jeden Tag. Mein Auto steht in der Zentralgarage. Wenn ich mit der Arbeit fertig bin und dort hin gehe, mache ich einen Schwenk über die Innpromenade.


Wen oder was nehmen Sie mit?
Nur mich selbst. Und mit nach Hause nehme ich dann, nachdem ich hier war, Ruhe.


Patrick De Clerck ist am Montag 54 Jahre alt geworden. Seit 2002 führt er in der Grabengasse das Flämische Schokoladenhaus. De Clerck ist Belgier, er kommt aus Aalst, einer 80.000-Einwohner-Stadt 30 Kilometer hinter Brüssel. Er lernte erst das Konditorhandwerk, bildete sich dann speziell in der Schokoladenherstellung weiter. Lange Zeit hatte er einen eigenen Laden in Aalst. Nach seiner Scheidung, erklärt Patrick De Clerck, hat er alles verkauft: "Ich wollte dann nach Deutschland. Speziell wollte ich in eine kleine Stadt an einer Grenze." So verschlug es ihn nach Passau - mit Umweg über Bad Füssing, wo er die ersten beiden Deutschland-Jahre seine Schokolade herstellte. Seinen Wohnsitz hat er nach wie vor in Bad Birnbach. Patrick De Clerck ist ein Verfechter der feinen Schokolade: "Diese Massenproduktion heutzutage ist sehr negativ. Früher, da war Schokolade ein edles Produkt."

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten, Passauer Innstadt
Schlagwörter & Themen:
Innpromenade , Grabengasse , lokalnews , Ortspitz

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