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Teil 25: Elisabeth Spatz-Distlers Blick auf die Stadt

Passau – meine Stadt: Dächer, Wasser und Türme

Liegt Passaus Schönheit an groß angelegten Plätzen, in einer engen Altstadt-Gasse oder eher im winzigen Detail? An einem Fenster, einer Tür, einer Kritzelei?

veröffentlicht von Susanne Wax am 15.06.2011 13:34 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

lokalnews.de will mit der Serie „Passau – meine Stadt“ verschiedene Facette darstellen. Passauer – bekannte oder unbekannte – zeigen uns ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

Heute zeigt uns Hutdesignerin Elisabeth Spatz-Distler ihr persönliches Passau.






Ihre Lieblingsstelle in Passau, Frau Spatz-Distler?
Die Dachterrasse meiner ältesten Freundin Maria Stemplinger. Das Haus liegt am Ende der Bräugasse, viele einzelne Treppen führen einen nach hier oben.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Man sieht von hier aus sämtliche Bauwerke, die für Passau wichtig ist. Die Kirchen und Türme der Altstadt, das Oberhaus, und auch das Wasser der Donau. Und man sieht auf die Dächerlandschaft der Altstadthäuser. Die Dächer sind für mich typisch Passau. Man kann sie auch vom Oberhaus aus gut bewundern. Viele kleine verwinkelte Dächer mit kleinen Terrassen darin.


Wann haben Sie diese Stelle entdeckt?
Als meine Freundin dieses Haus hier gekauft hat. Das war vor elf Jahren. Ich habe ihr bei der ein oder anderen Gestaltung Ratschläge geben dürfen. Als ich zum ersten Mal hier oben war, war ich begeistert. Wir haben damals aber noch direkt auf dem Dach stehen müssen. Die Treppe und den Holzboden der Terrasse hat der Architekt erst nachträglich geplant.


Wie oft kommen Sie her?
Ach, viel zu selten. Meist, wenn ich vom Unterricht in der Altstadtschule zurück auf den Weg in meine Werkstatt bin. Wenn ich ein bisschen Ruhe brauche.


Wen oder was nehmen Sie mit?
Mich selbst. Und meine Freundin ist natürlich da. Oft haben wir einen guten Wein dabei. Bis in die Nacht hinein hier oben sitzen, die Stimmung genießen und ein Gläschen trinken, das ist herrlich.


Elisabeth Spatz-Distler ist 50 Jahre alt und hat bis vor kurzem ihr Atelier "Kunstschnitt" in der Höllgasse betrieben. 13 Jahre war sie dort ansässig, nun ist sie umgezogen: in die Theresienstraße 25. Geändert hat sich auch der Name des Ladens: Spatz Hutdesign Passau. "Es war an der Zeit. Räumlich und gedanklich", sagt die geborene Münchnerin, die in Hauzenberg aufgewachsen ist und wiederum in München Werken und Textiles Gestalten auf Fachlehramt studiert hat. Eine Kundin, sagt Elisabeth Spatz-Distler, habe vor einer Weile zu ihr gesagt: "Du bist aus den Schuhen der Höllgasse herausgewachsen." Elisabeth Spatz-Distler macht Textilkunst und Accessoires und hat sich auf ausgefallene Hüte spezialisiert. An der Altstadtschule und der Volksschule St. Nikola gibt sie Werk- und Gestaltungsunterricht. Mit Fotograf Helmut Weishäupl hat Elisabeth Spatz-Distler vergangenes Jahr den Kalender "Olymp und Hades" angefertigt. So gern sie bei ihrer Freundin auf der Altstadt-Dachterrasse sitzt: Selbst ist sie nach Grubweg gezogen: "Ich mag den Ausblick von da oben. Und meinen Garten."

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten
Schlagwörter & Themen:
Oberhaus , lokalnews , Theresienstraße , Helmut Weishäupl

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