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Teil 28: Michael (25) und der Thingplatz

Passau - meine Stadt: Am Ort des Widerstands

Seit 28 Folgen sind wir auf der Suche nach dem typisch Passauerischen. Passauer – bekannte oder unbekannte – begleiten wir an ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

veröffentlicht von Susanne Wax am 06.07.2011 10:15 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

Heute zeigt uns MAO-A-Sänger Michael Frankenberger sein persönliches Passau.





Deine Lieblingsstelle in Passau, Michael?
Der Thingplatz. In Kombination mit dem Aussichtspunkt da vorne.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Auf dem Thingplatz hat das Pfingst Open Air seinen Ursprung. Und das entstand aus Protest. Das ist für mich typisch für eine Kleinstadt: dass es doch Leute mit einem solchen Freigeist gibt. Ich finde es interessant, dass es in den 80ern auch hier das Drei-Parteien-System gab, dass es Boykott und Aufstand gab. Wenn ich mir die alten Fotos der ersten Open Airs hier anschaue, das erinnert ganz leicht an Woodstock. Die Bilder haben etwas von gewaltlosem Widerstand. Das ist sehr cool. Sich einfach mal wehren gegen das System.


Wann hast du diese Stelle entdeckt?
Bewusst irgendwann ab dem Zeitpunkt, als ich selber ein Auto hatte. Bestimmt war ich als Kind auch mal hier. Aber wenn man dann selber herumfahren kann und einfach mal schauen kann, was es rund um Passau so zu sehen gibt, dann kommt man bewusst hierher.


Wie oft kommst du her?
Etwa zwei, drei Mal im Jahr. Man darf auch nicht zu oft an solche Orte kommen, sonst nutzt sich das Schöne ab. Damit meine ich auch den Blick auf die Stadt von da vorne. Ab und zu ist es wunderbar, hier oben dem Alltag zu entfliehen.


Wen oder was nimmst du mit?
Mit meiner besten Freundin war ich schon oft hier oben. Naja und auch beziehungstechnisch kommt man mal hier rauf.


Michael Frankenberger ist 25 Jahre alt, hat in Dobl bei Neukirchen am Inn seine Kindheit, in Fürstenzell seine Jugend verbracht. Mittlerweile wohnt er in Passau, arbeitet als Erzieher und macht viel, viel Musik. Er ist Sänger der Band "MAO-A", die am 6. August als Vorband von Schandmaul auf dem Hacklberger Bräuhausplatz spielt. Musikprojekte hat er seit vielen Jahren. Die ersten Lieder auf der Akustikgitarre komponierte er mit zehn Jahren, erzählt er: "Ich habe jahrelang Musik nur für mich gemacht. Keinem was vorgespielt, keinem was gezeigt." Für MAO-A hat er Musiker gesucht, hatte sein Team 2010 beisammen und macht seitdem, so beschreibt er es, "deutschen Alternative-Rock." Mehr über die Band erfährt man auf der Facebook-Seite und bei Myspace.

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten
Schlagwörter & Themen:
Facebook , Thingplatz , Wallfahrt , Exerzitien , Mariahilf , Spectrum Kirche

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