Deine kostenlose Zeitung für Passau!

Weitere Beiträge auf der Themenseite


Die meist geklickten Beiträge


Aktuelle Kommentare



Vor 85 Jahren - Institut für Heimatforschung eröffnet

Zeitreise: Geschichte und Kultur Ostbaierns

19. Januar 1927 - Vor 85 Jahren wurde das Institut für Ostbairische Heimatforschung in Passau eröffnet, das ein Jahr vorher gegründet worden war.

veröffentlicht von Andrea Bogensperger am 17.01.2012 09:00 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passauer Zeitreise" findest Du auf unserer Themenseite.

Die Geschichte des Instituts beginnt aber schon ein paar Jahre früher, nämlich 1920. In Passau wurde damals der Wunsch laut, eine große heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft einzurichten. Das Projekt sollte kurze Zeit darauf auch realisiert werden, jedoch mit Sitz im oberösterreichischen Braunau anstatt in der Dreiflüssestadt. Gleichzeitig wollte man auf Anregung von Rudolf Guby hin an der Philosophisch-Theologischen Hochschule ein Institut zur wissenschaftlichen Heimatforschung einrichten. In Carl Sittler und Max Heuwieser fand Guby zwei Gleichgesinnte, mit deren Hilfe sich die Idee rasch zur Tat umsetzen ließ. Neben einem wissenschaftlichen Institut sollte auch ein Verein eingerichtet werden, der unterstützend tätig sein sollte.

1926 erfolgte schließlich zunächst die Gründung des Vereins für ostbairische Heimatforschung, deren 1. Vorsitzender Sittler wurde. Der Verein konnte rasch die finanzielle Basis für die Einrichtung des Instituts sichern, dessen Vorsitz an Heuwieser ging.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Arbeit von Verein und Institut langsam eingestellt, nach Kriegsende kam es schließlich zu einer Wiederbelebung.

Nach einer schwierigen Zeit für Institut und Verein während des Zweiten Weltkriegs wurde in den 60er Jahren das Institut verstaatlicht. Es wurde an die Hochschule und später an die Universität angegliedert und eine vom Verein weitgehend unabhängige Einrichtung. Seitdem ist das Institut in unterschiedliche Sektionen untergliedert: Alte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Kirchen-, Rechts- und Kunstgeschichte sowie Volkskunde und Sprachwissenschaft.


links: Die vom Institut für Ostbairische Heimatforschung herausgegebene Stadtgeschichte Passaus (Verlag Friedrich Pustet); rechts: Die 1987er Ausgabe des Jahrbuchs "Ostbairische Grenzmarken". (Verlag des Vereins für ostbairische Heimatforschung).

Der aktuelle Vorsitzende des Instituts ist seit 2008 Prof. Dr. Franz-Reiner Erkens, der an der Universität Mittelalterliche Geschichte lehrt. Kurz nach Erkens' Amtsantritt wurde das Institut umbenannt in "Institut für Kulturraumforschung Ostbaierns und der Nachbarregionen" und zog ein Jahr darauf in die Leopoldstraße.

Zu den wichtigsten Tätigkeiten des Instituts gehören die zahlreichen Publikationen rund um Passau und seine Geschichte von der Römerzeit bis ins 20. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit gebührt den "Ostbairischen Grenzmarken", die seit 1957 erscheinen, die Reihe wurde 2005 umbenannt in "Passauer Jahrbuch". Zudem hat das Institut unter anderem eine "Geschichte der Stadt Passau" und den dazugehörigen Band "Passau: Quellen zur Stadtgeschichte" herausgegeben (beide erschienen im Verlag Friedrich Pustet Regensburg).

Die Daten zur Zeitreise dürfen wir freundlicherweise dem Passauer Stadtarchiv entnehmen. Vielen Dank!

Bilder: Verlag Friedrich Pustet; Verlag des Vereins für ostbairische Heimatforschung


312.966
Bericht wurde veröffentlicht von
Für Kritik, Lob oder Verbesserungsvorschläge nutze unser Feedbackformular. Gerne auch 100% anonym.
Aktuelle Meldungen

Die Stadt macht erste Schritte in Social Media

Passau goes Twitter

Seit Ostern betreibt die Stadt unter dem Namen Stadt_Passau einen offiziellen Twitter-Account. Damit können die neuesten Meldungen aus dem Rathaus von allen Interessierten verfolgt werden. zum Artikel

"Rad Total im Donautal" am kommenden Sonntag, 15. April

Grenzenloser Fahrradspaß

Freie Fahrt für Radler und Skater: Am kommenden Sonntag findet "Rad Total im Donautal" statt. Dann kann man sich auf gesperrten Straßen den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. zum Artikel

Weitere Meldungen im Tagesticker

Deine Meinung