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Heute vor 30 Jahren - Wiederbestattung in Niedernburg

Zeitreise: Der rätselhafte armenische Bischof

23. Januar 1982 - Vor 30 Jahren wurden die Gebeine des Bischof Gregorius in Niedernburg nach armenischem Ritus wiederbestattet.

veröffentlicht von Andrea Bogensperger am 23.01.2012 08:56 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
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Ende der 70er Jahre wurden im Zuge der Renovierung des Klosters Niedernburg archäologische Ausgrabungsarbeiten durchgeführt, um mehr über Passau zur Zeit der Römer zu erfahren. Dabei wurde unter dem Mittelschiff der Klosterkirche ein gemauertes Grab entdeckt, das die Gebeine eines etwa 45 Jahre alten Mannes enthielt. Die beigelegten Bleitafeln waren nur schwer zu entziffern, doch konnte man mithilfe überlieferter Quellen sicher feststellen, dass es sich um Gregorius, Erzbischof in Armenien, handelte.

Wann dieser nach Passau kam, konnte nicht geklärt werden. Auch ist es sehr schwierig, sein Leben zu rekonstruieren. Er wurde wohl in einer armenischen Gemeinde geboren, erhielt die Priesterweihe und kam über Ungarn schließlich nach Passau, wo er ein ärmliches Leben führte. Man darf mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass er am 23. September 1093 verstarb. Aus Quellen lässt sich entnehmen, dass Gregorius an einem 23. September gestorben ist, an dem eine Sonnenfinsternis stattfand. Dies lässt auf das Jahr 1093 als Todesjahr schließen.

Eine mögliche Theorie zu seinem Aufenthalt in Passau ist, dass Bischof Altmann ihn in die Dreiflüssestadt kommen ließ. Vielleicht war Gregorius als geistlicher Betreuer in Niedernburg tätig.

Die Daten zur Zeitreise dürfen wir freundlicherweise dem Passauer Stadtarchiv entnehmen. Vielen Dank!

Foto: Bogensperger


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