12.03.2012 Wenn der Hörsaal zur Filmbühne wirdUnikino Passau – Blockbuster und Klassiker im Hörsaal 05.03.2012 Die "Freibeuter" der UniversitätDer Piratenstammtisch - Auf dem Weg zur Hochschulgruppe? Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | CampusCrew - Das Studentenradio an der Uni PassauAusbildungsradio oder Chaotengruppe?Sie sind eine der bekanntesten Gruppen an der Universität Passau. Wenn auch nicht unbedingt für das, was sie eigentlich machen: Radio. Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "UNI TIATIVE - Hochschulgruppen in Passau" findest Du auf unserer Themenseite. Viele kennen die CampusCrew eher als Partyveranstalter in der Camera oder durch die in den vergangenen Semestern sehr beliebt gewordene Bootsparty „Campus Cruise“. Als „Chaotengruppe“ würden sie deshalb oft gesehen, meint Martin Gustorf der offizieller Redaktionsleiter beim Studentenradio ist. „Damit können wir aber gut leben“, ergänzt er schmunzelnd. Partys hin oder her, im Mittelpunkt der Arbeit der CampusCrew’ler steht das Radiomachen mit allem, was dazugehört. Seit 1995 gibt es an der Universität ein „Studentenradio“, seit gut sieben Jahren nennt sich das Team rund um die Mikrophone „CampusCrew“. „Mit großen Radiosendern können wir mithalten“ Was Organisation und Technik anbelangt, unterscheide sich das Uniradio gar nicht so sehr von größeren Stationen wie Radio Galaxy oder Bayern 3, erklärt Martin Gustorf: „Wir können mit den gleichen Effekten arbeiten wie bekannte Radiosender. Zum Beispiel sind hinter Buttons, die man sich so vorstellen kann wie bei TV Total, verschiedene Sounds hinterlegt, die man einspielen kann“. Die Redaktion, die in diesem Semester aus rund 50 Studenten besteht, trifft sich jeden Dienstag zur Redaktionssitzung. Dabei ist man in unterschiedliche Ressorts eingeteilt, genau wie bei professionellen Radiomachern. „Es gibt zum Beispiel ein Politikressort, ein Sportressort und eine Musikredaktion. Jeder macht das, was er am besten kann“, erzählt Martin. ![]() Martin Gustorf bei seiner Arbeit im Studio der CampusCrew. Die technische Ausstattung sei zwar etwas einfacher als bei großen Radiostationen, mithalten könne man mit den bekannten Sendern aber trotzdem, was etwa die Soundeffekte anbelangt, sagt Martin. Neben den Moderatoren, die die täglichen Livesendungen bestreiten, gibt es auch Mitarbeiter, die sich um Organisatorisches wie Partys und Flyer kümmern. „Manche trauen sich zunächst nicht ans Mikrophon, aber es kann einem ja nichts passieren. Keiner moderiert bei uns alleine, ein zweiter Mann ist immer als ‚Rettung‘ mit an Bord, außerdem sind wir ja ein Ausbildungsradio“, erzählt Martin weiter. Richtig peinliche Auftritte hätte es am Mikro der CampusCrew bisher nicht gegeben und so hat fast jedes der Mitglieder schon einmal hinter dem weißen Stehtisch vor Computern und Mikrophonen und allerlei Knöpfen und Schaltern platz genommen und moderiert. Dafür eigne sich insbesondere die „Übungsschiene“ freitagnachmittags, bei der sich Redakteure und Moderatoren austoben könnten, die „einfach mal rumprobieren wollen“, wie es auf der Homepage der CampusCrew heißt. Fernab des Musik-Mainstream A propos Homepage: Sie ist in gewisser Weise das Herzstück der ganzen Radioarbeit, kann man den Sender doch nicht mehr wie früher auf der Frequenz von Radio Galaxy empfangen, sondern „nur“ mehr über das Internet. Nicht nur live kann man das Programm mitverfolgen sondern es stehen auch diverse Podcasts zum Download zur Verfügung. Zudem gibt es die Möglichkeit, am Smartphone mitzuhören. Den ganzen Tag versorgt die Musikredaktion der CampusCrew ihre durchschnittlich 1.000 Hörer pro Monat (im vergangenen Dezember waren es sogar 7.500 Tune-ins, wie Martin berichtet) mit einem Musiklivestream, der fernab vom Mainstream jedes Genre von Schlager bis Metal bietet. Die täglichen Livesendungen sprechen auch unterschiedliche Zielgruppen an. Der Donnerstag etwa steht im Zeichen der elektronischen Musik, CampusCrew-DJs und andere Lokalstars an den Plattentellern sorgen hier für die „richtige Partystimmung“, erfährt man auf der Homepage. Der Samstagnachmittag ist mit der Sendung „Bolzplatz 90“ was für die Fußballbegeisterten. Bei der Uniradiotalksendung „Sonntalk“ schließlich, die einmal im Monat stattfindet, können auch die Hörer aktiv werden. Zu aktuellen Themen, zu denen auch Studiogäste geladen werden, kann sich das Radiopublikum zum Beispiel via Email oder über die Studiohotline mit ins Gespräch bringen. „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht hier bin“ Wie die Inhalte der Sendungen, so ist auch die Zusammensetzung der Crew bunt gemischt. Vom BWL-Studenten bis zum Informatiker sei so gut wie jeder Studiengang vertreten, „wobei für Medien-und-Kommunikationsstudenten der Mehrwert fürs Studium wohl der größte ist“, meint Martin, der selbst im ersten Semester den Master in MuK studiert. Zum Uniradio ist der gebürtige Landshuter vor vier Jahren gekommen, damals noch als Lehramtsstudent. Nach seinem Studiengangswechsel zu Medien und Kommunikation habe er mehr und mehr Zeit bei und mit der CampusCrew verbracht. Er ist mit seinen vier Jahren Technik- und Moderationserfahrung beim Uniradio einer derjenigen, die schon am längsten dabei sind, und er wird der Crew wohl auch noch bis zum Ende seines Studiums treu bleiben. ![]() Martin, der im ersten Semester den Masterstudiengang Medien und Kommunikation studiert, ist seit vier Jahren bei der CampusCrew. Die Suche nach einem, der „alles auf dem Schirm hat“ Wie es weitergeht mit der CampusCrew, wenn Martin einmal nicht mehr hier studiert? „Keine Ahnung“, sagt Martin und zuckt mit den Schultern, „Im Grunde wird es wohl weiterlaufen wie bisher. Es kommen jedes Semester neue Studenten nach, die Lust haben, Radio zu machen. Mittlerweile sogar so viele, dass wir gar nicht mehr aktiv Werbung für die CampusCrew machen müssen“. Irgendjemand werde sich dann schon finden, der seinen Posten übernehmen wolle und in der Lage sei „immer alles auf dem Schirm zu haben“, so Martin. Ein anderes Problem bei der Suche nach einem legitimen Nachfolger für Martin stellt die kurze Regelstudienzeit von nur sechs Semestern im Bachelor dar: „Der Bachelor ist für uns das Allerschlimmste“, meint der derzeitige Redaktionschef, „Ein, zwei Semester braucht man in der Regel, um sich an der Uni zu orientieren, sich einzuleben, und dann ist das Studium auch schon so gut wie wieder vorbei“. Martin hat in den vier Jahren, die er mit dabei ist, die CampusCrew entscheidend mitgestaltet. So seien etwa die Bootspartys „auf seinem Mist gewachsen“, sagt er. Außerdem würden sie seit einigen Semestern regelmäßig ein Redaktionswochenende veranstalten, das im Ferienhaus von Martins Eltern in der fränkischen Schweiz stattfindet. Bezahlt wird von der CampusCrew, die Mitglieder bekommen dafür zum Einen diverse Workshops, zum Anderen wachsen die Crewmitglieder durch dieses Wochenende mehr und mehr zusammen. Das sei besonders wichtig und der „Mehrwert des Studentenlebens“, wie Martin es nennt. Das heißt nicht nur zusammen zu arbeiten, die wöchentliche Redaktionssitzung miteinander zu verbringen, sondern auch zusammen Spaß zu haben und Freundschaften zu schließen, sei „ganz ganz wichtig“. Neben seinen Kollegen und Freunden, die er durch die CampusCrew gewonnen hat, wird Martin nach seinem Studium vor allem eines vermissen: Die Freiheit beim Studentenradio: „Sollte ich später mal bei einem großen Sender arbeiten, kann ich mir sicher nicht mehr ganz alleine aussuchen, worüber ich berichten will“. Zur Internetseite der CampusCrew geht es hier, zum Reinhören einfach rechts oben auf den Button „Starte Radio“ klicken. Aktuelle Informationen zu den Livesendungen und Veranstaltungen der CampusCrew gibt es auch auf deren Facebookseite. Fotos: Martin Gustorf
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