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Heute vor 66 Jahren - Renovierungsarbeiten rasch eingestellt

Zeitreise: Kein Heimatmuseum für St. Nikola

12. Februar 1946 - Vor 66 Jahren beschloss die damalige Militärregierung die Renovierung der Kirche St. Nikola, um dort ein Heimatmuseum einzurichten.

veröffentlicht von Andrea Bogensperger am 12.02.2012 10:36 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
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Die Arbeiten wurden aber bald eingestellt, sodass ein solches Museum nie in der Kirche eingerichtet wurde.

Das Gotteshaus war zu dem Zeitpunkt schon seit gut 150 Jahren "zweckentfremdet" worden. Gegründet wurde die Kirche St. Nikola zusammen mit dem gleichnamigen Kloster im 11. Jahrhundert vom Passauer Bischof Altmann. Die schließlich seit 700 Jahren dort ansässige Glaubensgemeinschaft wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aus dem Kloster vertrieben und die Räumlichkeiten unterlagen von nun an bayerischer Herrschaft. Wenige Jahre später wurde die Inneneinrichtung inklusive der Altäre an die Pfarrkirche in Vilshofen verkauft. In der Folge diente die Kirche als Militärspital für napoleonische und bayerische Soldaten, bis 1945 auch als Kaserne. Aus dieser Zeit stammt auch der Name des angrenzenden "Exerzierplatzes".


Die Kirche St. Nikola vom Innenhof des Klosters aus gesehen.

Zurück zu seinen Wurzeln kam St. Nikola erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Im August 1945 kamen die ersten Deutschordensschwestern nach Passau. Sie entstammten aufgelösten Militärlazaretten im Osten. Im Oktober desselben Jahren traten Schwestern aus der Tschechoslowakei hinzu. Ein gutes Jahr später traten die ersten Frauen schließlich in das Noviziat ein und St. Nikola wurde fortan bis heute als Kloster genutzt.

Nicht nur die Bestimmung der Räume, auch die Gebäude an sich hatten im Laufe der Jahrhunderte so manche Wirren miterleben müssen. Im 14. Jahrhundert etwa hatte in Erdbeben Passau so schwer erschüttern, das Kirche und Kloster erhebliche Schäden davon trugen. 1815 war der Kirchenturm wegen Baufälligkeit abgerissen worden, wiederaufgebaut wurde er erst in der Zeit von 1990 bis 1993.

Heute wird die ehemalige Stiftskirche des Klosters als Pfarr- und Universitätskirche genutzt. Neben den gotische Gemälden und barocken Figuren ist die Einrichtung der Kirche größtenteils modern. Die Krypta, die noch aus dem 11. Jahrhundert stammt, gehört zu den ältesten Bauten überhaupt in Passau.

Foto: Andrea Bogensperger


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Schlagwörter & Themen:
Figuren, Inn, Passau, Bischof

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