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Folge 13: Streetworker Stefan Puchberger und der Inn

Passau - meine Stadt: Der Platz am Wasser

Liegt Passaus Schönheit an groß angelegten Plätzen, in einer engen Altstadt-Gasse oder eher im winzigen Detail? An einem Fenster, einer Tür, einer Kritzelei?

veröffentlicht von Susanne Wax am 27.04.2011 17:48 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

lokalnews.de will mit der Serie „Passau – meine Stadt“ verschiedene Facette darstellen. Passauer – bekannte oder unbekannte – zeigen uns ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

Heute zeigt uns Streetworker Stefan Puchberger sein persönliches Passau.




Deine Lieblingsstelle in Passau, Stefan?
Die Holztreppe auf der Rückseite der Innsteg-Aula, dem schönen Backsteinhaus, das vorher eine Bibliothek war. Eigentlich ist die ganze Innpromenade mein Lieblingsplatz, aber hier ist es besonders schön. So ruhig und doch lebendig und man fühlt sich wie mitten in der Natur, obwohl man mitten in der Stadt ist.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Zum einen aus dem Grund, den ich grad genannt habe: Dass man in Passau so schnell Natur um sich haben kann. Und auch typisch Passau, weil man mitten in der Stadt entspannen kann. Man sieht von hier nach vorne zur Altstadt, schaut auf die Biegung in Richtung Ortsspitze. Hier ist eine schöne Stimmung. Es gibt Tage im Sommer, wenn der Wind leicht weht und der Inn kaum Strömung hat, da fühlt man sich wie am Meer. Und Passau ist doch wie Venedig.


Wann hast du diese Stelle entdeckt?
Während meines Studiums in Passau. Ich habe hier viel entspannt und auch gefeiert. Die Treppe war außerdem gut, weil man hier mit vielen Leuten sitzen kann, weil es gesellig ist und man einen guten Ausblick hat während man selbst ein Stück weg vom Weg ist.


Wie oft kommst du her?
Als Student wie auch jetzt täglich. Wenn ich frei habe, komme ich gezielt nur hier in den hinteren Bereich der Innpromenade. Die Jugendlichen, mit denen ich arbeite, sind eher vorne in Richtung Brücke.


Wen oder was nimmst du mit?
Früher viele Kommilitonen, jetzt Freunde und meine Freundin, und gerne komme ich auch mal allein her.



Stefan Puchberger ist 26 Jahre alt und arbeitet in zweifacher Hinsicht für Passaus Jugend: Zum einen hat er eine halbe Stelle als Streetworker, zum anderen ist er im Team des Jugendzentrums Zeughaus. Puchberger ist ein Quereinsteiger, was die Jugendarbeit anbelangt: In Passau hat er Medien- und Kommunikationswissenschaft studiert und nebenher im Zeughaus mitgearbeitet. In Augsburg, wo er aufgewachsen ist, hat er sich ebenfalls bereits für Jugendliche engagiert. Jeden Tag als Streetworker lerne er mehr als in einem langen Studium im sozialen Zweig, sagt er: "Das Wichtigste in diesem Job ist zu akzeptieren, täglich mit Menschen zu tun zu haben, die in Verhältnissen leben, die man für sich selber nie akzeptieren könnte." Als Streetworker kämpfe er gegen die Erwartung der Poltik, Aufpasser und mahnender Finger zu sein: "Wir Streetworker sind Begleiter, Vertraute. Die, die am Ende noch da sind, wenn alles andere schief gegangen ist. Hingehen und den Jugendlichen das Bier wegnehmen, das tue ich nicht, das ist nicht Sinn meiner Arbeit. Da geht es um viel mehr."

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten, Passauer Innstadt
Schlagwörter & Themen:
Innpromenade , lokalnews , Zeughaus , Ortspitz

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