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Folge 15: Gisa Schäffer-Huber und ihr Augenstern

Passau - meine Stadt: Die vergessene Kirche

Liegt Passaus Schönheit an groß angelegten Plätzen, in einer engen Altstadt-Gasse oder eher im winzigen Detail? An einem Fenster, einer Tür, einer Kritzelei?

veröffentlicht von Susanne Wax am 04.05.2011 09:20 Uhr im Ressort Passau. Ich liebe Dich.
Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Passau - meine Stadt" findest Du auf unserer Themenseite.

lokalnews.de will mit der Serie „Passau – meine Stadt“ verschiedene Facette darstellen. Passauer – bekannte oder unbekannte – zeigen uns ihre Lieblingsstelle in der Stadt, an der man sich nicht sattsehen kann.

Heute zeigt uns Stadtheimatpflegerin Gisa Schäffer-Huber ihr persönliches Passau.




Ihre Lieblingsstelle in Passau, Frau Schäffer-Huber?
Der Innenraum der Heilig-Geist-Kirche. Wenn das Licht hier durch die Chorfenster fällt, dann hat dieser Raum für mich etwas Verzaubertes, fast schon Magisches. Dazu das markante Rippengewölbe, die Malereien am Altar und an der Empore.


Die Heilig-Geist-Kirche ist nicht öffentlich zugänglich. Warum kommen Sie hier rein?
Weil ich im Förderverein zur Wiederbelebung dieser Kirche bin. Seit zwei Jahren. Da kann ich mir den Schlüssel holen.


Und warum ist diese Stelle typisch Passau?
Sie ist für mich ein Manifest des Bürgersinns. Sie diente im mittelalterlichen Passau der Gesundheit. Die Bürger konnten sich medizinische Verpflegung nicht leisten, waren auf Stiftungen angewiesen. Eine solche gründete sich hier rund um die Kirche. Außerdem passt sie zum Passauer Kulturbewusstsein. Der Förderverein will hier eine Lücke füllen mit einem Veranstaltungsram, der genau die Größe hat, die andere Einrichtungen nicht haben. Zu einem bezahlbaren Preis. Ich könnte hier schwärmen. Unbedingt müssen Sie mal bei einem unserer Konzerte da sein, wenn hier überall Kerzen aufgestellt sind.


Wann haben Sie diese Stelle entdeckt?
Mitte der 80er, das war nach dem Tode meines Mannes (Gottfried Schäffer, siehe Kasten unten). Mein Mann war Mitglied der Lamplbruderschaft. Die veranstaltete jedes Jahr einen Gottesdienst mit anschließendem Essen, und da haben sie mich eingeladen. Der Gottesdienst fand hier drin statt.


Wie oft kommen Sie her?
Mindestens ein Mal in der Woche. Je nachdem, ob der Förderverein Veranstaltungen organisiert, auch öfter.


Wen oder was nehmen Sie mit?
Die Kollegen vom Förderverein (am liebsten Vorsitzende Hildegunde Brummer, die zu unserem Pressetermin auch vorbeigeschaut hat, Anm. d. Red.). Und meinen Zeichenblock samt Stift und immer und unbedingt meine Kamera. Diese Kirche kann man nicht genügend oft abbilden.


Gisela "Gisa" Schäffer-Huber ist 74 Jahre alt und Stadtheimatpflegerin in Passau. Früher hat sie als Stadtbaudirektorin und Architektin gearbeitet. Gisa Schäffer-Huber ist außerdem als Künstlerin tätig, sie malt, zeichnet und fotografiert und hat ein Atelier in der Großen Messergasse 2. Sie ist Gründungsmitglied des Passauer Konzerthausvereins, Initiatorin der Bürgerinitiative „Gegen die Weisskalkung des Passauer Domes", Mitglied im Kunstverein Passau, im AGON e.V., im Verein für Ostbairische Heimatforschung und im Vorstand des Fördervereins Heilig-Geist-Kirche. Gisa Schäffer-Huber ist die Witwe des Stadt- und Kreisrates sowie Stadtheimatpflegers Dr. Gottfried Schäffer († 1984).

Foto: Wax


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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen:
Passauer Altstadt, Passauer Gschichten
Schlagwörter & Themen:
Passauer Dom , lokalnews , Hildegunde Brummer , Heilig-Geist-Kirche

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