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Stadträte bekommen Urkunden für ihr EngagementEin fünffaches DankeschönIm Sport und im Vereinsleben wird es oft gelobt. Im kommunalen Bereich wird kaum Danke dafür gesagt, so OB Jürgen Dupper. Ehrenamtliches Engagement: Drum gab es heute gleich fünf Mal ein Dankeschön. | |  |
Fünf Passauer Stadträte bekamen vom Bayerischen Staatsministerium Dankurkunden für ihre jahrelangen Verdienste um die "kommunale Selbstverwaltung", so der offizielle Ausdruck. Vereinfacht gesagt: Dafür, dass sie seit Jahrzehnten im Stadtrat mitarbeiten, in Ausschüssen, Gremien, Aufsichtsräten und städtischen Einrichtungen aktiv sind, wurde ihnen einmal umfassend Danke gesagt.
Die Ehrungen gingen an die Stadträtinnen Ursula Karl-Hellwing und Karin Kasberger sowie ihre männlichen Kollegen Clemens Damberger, Andreas Dittlmann und zweiten Bürgermeister Urban Mangold."Kommunales Ehrenamt ist das, was immer ein bisschen untergeht", eröffnete der OB die Feier im Kleinen Rathaussaal. Oft seien die Ehrenämter mit unangenehmen Dingen verbunden, die für die Öffentlichkeit im Verborgenen bleiben. Der Reihe nach rief Dupper die zu Ehrenden nach vorne, überreichte ihnen Urkunden und Blumen.
 Freuen sich über Dankurkunden und Blumen: Urban Mangold (v.l.), OB Jürgen Dupper, Karin Kasberger, Andreas Dittlmann, Ursula Karl-Hellwing und Clemens Damberger.
Ursula Karl-Hellwing (Passauer Liste) ist seit 1992 Stadträtin. In verschiedenen Ausschüssen ist sie eine gute Anlaufstelle für Fachbereiche wie Kinder, Jugend, Familien und Sport, so der OB. Von Beruf Lehrerin, bringe die 57-Jährige wertvolle Erfahrung in Entscheidungen auf diesen Bereichen ein. Ursula Karl-Hellwing engagiert sich vor allem für Passaus Kinderspielplätze, deren ehrenamtliche Verwalterin sie ist. Dupper nannte besonders die große Spielanlage am Inn, für die sie "extrem gefochten" habe.
Karin Kasberger (SPD) ist ebenfalls seit 1992 Stadträtin. Die 46-Jährige falle besonders durch ihr Engagement im Kulturausschuss auf, als ganz anderen Bereich nannte Dupper die Aufgabe als Verwaltungsrätin der Schule Neustift. "Ich muss sagen, sie hat uns schon jahrelang kräftig genervt dass da in Neustift an der Schule was weitergeht", sagte der OB augenzwinkernd. Karin Kasberger engagiert sich außerdem bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Heining und ist als Stadtteilrätin Ansprechparternin aller Heininger Bürger.
Clemens Damberger (CSU) war Stadtrat von 1990 bis 1992, seit 1995 sitzt er wieder ununterbrochen im Gremium, seit 2008 als Fraktionsführer der CSU. Der 64-Jährige hat zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben übernommen: Die Ausschüsse und Gremien bei der Stadt, der Zweckverband Stadttheater, die Wohnungsaufbau GmbH. Seit Jahrzehnten ist der beim Malteser Hilsdienst, fast 30 Jahre lang organisierte er das Ilzer Haferlfest mit. Dupper nannte das Donau-Museum im ehemaligen Hauptzollamt und das Minenjagdboot "Passau" als weitere Bereiche, um die Damberger große Verdienste habe. An Vereinen zählte er die Lamplbrüderschaft und die Ilzer Wanderer & Radler auf.
Andreas Dittlmann (FDP/Passauer Liste) sitzt seit 1992 im Passauer Stadtrat, "mit wechselnder Zugehörigkeit, aber gleichwohl ungebrochen", so Dupper. Als Schwerpunkte des 43-Jährigen nannte er die Bereiche Stadtentwicklung, Wirtschaft und Finanzen. "Als gelernter Feuerwehrler", wie der OB den Stadtbrandinspektor scherzhaft bezeichnete, sei er vor allem im Ordnungsausschuss ein unverzichtbares Mitglied. "Er setzt seinen Sachverstand in zahlreichen Gremien ein", sagte Dupper und ging über zu Dittlmanns Rolle in der Wirtschaftsgeschichte Passaus, in der er vor allem als jahrelanges Mitglied im Einzelhandelsverband und im IHK-Prüfungsausschuss so manches vorangebracht habe.
Urban Mangold (ÖDP), seit 1992 Stadtrat, ist seit 2008 Duppers Bürgermeister-Stellvertreter und leitet als solcher einige Ausschüsse, "mit großer Umsicht und Engagement", wie der OB betonte. Der 48-Jährige war auch vorher Mitglied in Ausschüssen und Gremien. Er leistet besonderen Einsatz beim Berufsschulverband, "ein weites Feld, das es zu beackern gilt und wofür zu danken ist", wie Dupper erklärte. Dupper erzählte von seiner ersten Begegnung mit Urban Mangold, die bei einem der ersten Passauer Bürgerfeste stattgefunden hat. Damals stand die Ortsspitze unter dem Motto "Rock am Ort", und Mangold trat als Keyboarder mit seiner Band auf, erinnerte sich Jürgen Dupper. Er nannte noch die ökologischen Belange, die ihm nun sehr am Herzen liegen würden. Als eines der jüngeren von Mangold unterstützten Projekte erwähnte er die Ilztalbahn. Foto: Wax
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