07.03.2012 Der Königsweg, oder: Alles bleibt beim AltenKeine Änderung der Sperrzeit: Wirte atmen auf 21.11.2011 "Problemlokale" bekommen eine letzte ChanceSperrzeit: Stadt will bis Ende des Jahres weiter beobachten Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Sperrzeit: Polizei will Verlängerung, Stadt wartet abDie Zukunft der Nacht ist ungewissErschreckend viele Gewaltdelikte im Nachtleben. Herausragend ruhige Straßenzüge dank überraschend vieler vorbildlicher Wirte. Wie beidem gerecht werden? Die Stadt weiß es noch nicht. Mehr zum Thema: Alle Beiträge zum Thema "Diskussion zur Sperrzeitverlängerung" findest Du auf unserer Themenseite. Gegenüber stehen sich die Gewaltstatistik der Polizei und die ungleiche Verteilung übers Stadtgebiet. Denn während es im Bereich Heuwinkel, Bratfischwinkel, Kleine Klingergasse, Ludwigsplatz und Dr.-Hans-Kapfinger-Straße im negativen Sinne rund geht, ist es in anderen Gassen ruhig - trotz Lokalen: in der Theresienstraße, der Alt- und Innstadt. Wäre Ersteres die Ursache für eine allgemeine Sperrzeitverlängerung, träfe diese viele zu Unrecht: die Wirte, die es schaffen, für einigermaßene Ruhe vorm Lokal zu sorgen. "Warne davor, was dann auf den Straßen los sein wird" Armin Dickl regte weiter an, breitere Maßnahmen anzugehen: "Es gab früher zum Beispiel mal eine Zusammenarbeit mit dem Streetwork." Zumal sich ein neuer "Brennpunkt", wie er sagte, entwickeln könne: "In der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße läuft das Noa sehr gut, gegenüber macht das Calvados wieder auf. Das könnte die Situation im Freien verschärfen." Er sehe außerdem ein Problem, sollten alle Lokale gleichzeitig ein paar Stunden früher schließen: "Ich warne davor was dann auf den Straßen los sein wird. Wir bringen die jungen Leute dazu, ins Auto einzusteigen und noch woanders zum Weggehen hinzufahren. Und das, wo in den letzten Jahren die Zahl der Unfallopfer im Umkreis gesunken ist." Stephan Bauer (Grüne) befürchtet Lärm und Party auf den Straßen und in den Grünanlagen, sollte um 2 Uhr Schluss sein: "Und wollen Sie die Dult dann auch um 20 Uhr zusperren?" Wenn schon eine längere Sperrzeit, so Bauer, dann sollte sie nur an den Brennpunkten angewandt werden: "Damit nicht alle Wirte bestraft werden." "Wir sollten den Mut haben, diesen Schritt zu wagen", sprach Peter Pell (FDP/PAL) sich hingegen für eine einheitliche frühere Sperrzeit aus. Und wenn auch nur auf Probe für ein Jahr, wie er vorschlug. Ihm gehe es vor allem um Anwohnerschutz. "Wir haben ein gutes Rechtsamt bei der Stadt. Wir sollten Nägel mit Köpfen machen", sagte er in Anspielung auf die Situation in der Stadt Deggendorf: Dort müssen Lokale seit einigen Monaten um 2 Uhr schließen. Zwei Wirte haben dagegen geklagt. Die Stadt Passau, so erklärte Josef Zacher vom Ordnungsamt, wolle die Urteile abwarten und in die Entscheidung mit einfließen lassen. Wenn die Läden zu haben, wollen die jungen Leute weiterfeiern. Die Folgen? "Es wird noch mehr Privatpartys geben", sagte Armin Dickl. Und die seien in der Studentenstadt ohnehin schon ein Problem. Konkret: Es gab heuer von Januar bis September 16 Anzeigen wegen Ruhestörung durch Partys in Privatwohnungen, führte Polizeirat Ebner auf. In der eigenen Bude weiterfeiern oder auf der Straße weitertrinken: Alkohol für diese Zwecke kann man an der Tanke kaufen, sagte Siegfried Kapfer (FWG) und fragte nach einem möglichen Verkaufsverbot. Ein Gegenargument kam von Karin Kasberger (SPD): "Ihren Alkohol besorgen die jungen Leute sich dann woanders. Man sieht sie beim Vorglühen unter der Schanzlbrücke, wo sie Schnapsflaschen aus dem Kofferraum holen. Auch hinterher haben sie mit Sicherheit ihre Plätze." Viele Meinungen, die nun in den Fraktionen noch einmal beraten werden sollen. Wie die Stadt entscheidet - pro oder kontra Sperrzeitverlängerung - bleibt offen, dennoch gibt es zumindest den Worten Urban Mangolds zufolge Hoffnung auf eine gerechte Lösung: "Da, wo unsere Appelle fruchtlos geblieben sind, müssen wir über Konsequenzen nachdenken." Fotos: Archiv Lugbauer Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
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