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Ökologisches Heizen wird ab 2012 belohnt

Die städtische Pumpenprämie

Energieeffizientes Heizen soll belohnt werden: Drum fördert die Stadt einen Austausch von Heizungspumpen mit 100 Euro je Stück. In den Haushalt 2012 werden dafür 50.000 Euro eingestellt.

veröffentlicht von Susanne Wax am 06.10.2011 17:06 Uhr im Ressort Politik

Bis zu 70 Prozent der Stromkosten lassen sich durch energieeffiziente Heizungspumpen einsparen, erläuterte Umweltamtsleiter Erik Linseisen im Umwelt- und Energieausschuss. Der Antrag, Hausbesitzer beim Austausch finanziell zu unterstützen, kam von der ÖDP-Fraktion. Wer umweltfreundlich wohnen und heizen will, soll auch nach der Absage der staatlichen Förderung, der so genannten Pumpenprämie, belohnt werden.

Die Förderung vorher und nachher:
Hausbesitzer, die ihre alte Heizungs- oder Zirkulationspumpe gegen eine ökologische Hocheffizienzpumpe austauschen, bekamen bis zum vergangenen Jahr einen staatlichen Zuschuss, eine so genannte KfW-Förderung (KfW steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau). Bei einem Rechnungsbetrag bis zu 400 Euro wurden 100 Euro erstattet. Beträgt die Rechnungssumme mehr als 400 Euro, gilt ein Zuschuss von 25 Prozent der Gesamtkosten inklusive Einbau. Seit April 2010 gibt es die Förderung in anderer Art und Weise: erst ab 600 Euro Gesamtkosten. Mehr Geld gibt es, wenn man gleichzeitig einen Heizungscheck und einen so genannten hydraulischen Abgleichs des gesamten Heizungssystems machen lässt: Dann bekommt man einen Zuschuss von 25 Prozent.


100 Euro pro ausgetauschter Pumpe will die Stadt zuschießen. 250 Euro koste ein Exemplar im Schnitt. 50.000 reservierte Euro im Haushalt 2012: Ob dieser hohe Posten gerechtfertigt ist, zweifelte Dr. Renate Zehner (FDP/PaL) an. "Nehmen das wirklich so viele an? Sollte man nicht erst Aufklärung betreiben und die Leute über diese Möglichkeit informieren?", fragte sie. Hausbesitzer seien durchaus aufgeklärt, entgegnete Helmut Krautstorfer (SPD).

"Können nicht immer
Kommunen einspringen"


Karl Synek (Grüne) begrüßte den ÖDP-Antrag, mahnte allerdings davor, so etwas allzu oft zu wiederholen: "Wenn die Regierung sich von einer Förderung verabschiedet, können nicht in allen Fällen die Kommunen einspringen." Und er erwähnte auch einen ganz anderen Aspekt: "Stromeinsparung bedeutet auch immer weniger Einnahmen für unsere Stadtwerke." Synek sprach außerdem die Förderung von 25 Prozent bei einem Heizungscheck an (siehe Kasten oben), die jemand zusätzlich zur Stadt-Förderung einheimsen könnte. Wenn jemandem die 100 Euro pro Pumpe von der Stadt bewilligt werden, antwortete Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP), dann nur mit einer Klausel, die eine weitere 25-Prozent-Förderung ausschließt.

Dass mit einer Förderung auch Schindluder betrieben werden kann, siehe Abwrackprämie, davor warnte Josef Haydn, CSU-Stadtrat und von Beruf Installateur: "Bei der KfW-Förderung musste der Heizungsbauer unterschreiben, dass auch wirklich eine Pumpe ausgetauscht wurde." Das sollte beibehalten werden, findet er: "Sonst lassen die Leute ein Waschbecken auswechseln und geben aber eine Pumpe an."

Der Beschluss, 50.000 Euro für diese Art der Pumpenprämie in den Haushalt 2012 einzustellen, erfolgte einstimmig.

Foto: Wax

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Schlagwörter & Themen:
Urban Mangold , CSU , ödp , SPD , Erik Linseisen , FDP , Stadtwerke

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