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Passauer Politiker zum Rücktritt Guttenbergs

"Endlich ist das Schmierentheater zu Ende"

Um Schaden von Amt und Partei abzuwenden, hat Karl-Theodor zu Guttenberg heute vormittag seinen Rücktritt von allen Ämtern bekanntgegeben. Nun äußern sich Passauer Politiker zum Schritt des Verteidigungsministers.

veröffentlicht von Andrea Bogensperger am 01.03.2011 12:44 Uhr im Ressort Politik

Armin Dickl (CSU): "Der Zeitpunkt des Rücktritts war insofern gut gewählt, als dass Karl-Theodor zu Guttenberg noch die Trauerfeier für die gefallenen Soldaten abgewartet hat. Egal wer bei einer wissenschaftlichen Arbeit flunkert, dies sollte immer Anlass genug sein, seinen Hut zu nehmen, weil die Glaubwürdigkeit der Person enorm leidet. Ich persönlich finde es aber schade, denn Guttenberg war ein guter Minister. Deshalb denke ich, dass der Rücktritt der Anfang eines Comebacks sein könnte - ob in nächster oder in weiter Zukunft, denn 'Gewitter reinigen die Luft' wie man sagt, und ich denke, die Plagiatsaffäre war ein sehr reinigendes Gewitter."

Dr. Max Stadler (FDP):
"Ich nehme den Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs mit Respekt zur Kenntnis. Die Amtsführung des Verteidigungsministers war insbesondere gekennzeichnet durch die Umsetzung der langjährigen Forderung der FDP nach einer Bundeswehrreform und der Abschaffung der Wehrpflicht. Die Gründe für Herrn Guttenbergs Rücktritt sind sehr gut nachvollziehbar."



MdL Eike Hallitzky (Grüne): "Guttenberg hat sich geradezu die Würde eines Ehrendoktors "verdient", indem er mit seinem Rücktritt weiteren Schaden vom Wissenschaftsstandort Bayern abgewendet hat. Und zugleich die Diskussion um den großen Wert von geistigem Eigentum in unserem Land in "selbstaufopfernder" Weise befördert hat. Zudem hat er die CSU von ihrem erzwungenem Kadavergehorsam erlöst. Die CSU täte jetzt gut daran, dies als Chance für eine aufrichtige Aufarbeitung des Skandals zu begreifen."

Stephan Bauer (Grüne): "Endlich ist dieses unerträgliche Schmierentheater zu Ende! Hätte Guttenberg den Betrug früher zugegeben, wäre alles wahrscheinlich kein Problem gewesen und ein Rücktritt wäre möglicherweise nicht nötig gewesen. Nur weil der Verteidigungsminister so populär ist, wurde im Fall um die Plagiatsvorwürfe mit zweierlei Maß gemessen. Karl-Theodor zu Guttenberg ist selbst schuld an der jetzigen Situation, ich halte seinen Rücktritt für richtig, eigentlich hätte er schon vor einer Woche stattfinden sollen."

Siegfried Kapfer (FWG):
"Ich war etwas erstaunt über die Meldung, bin aber der Meinung, Herr Guttenberg hätte eigentlich schon etwas früher zurücktreten müssen. Vermutlich haben ihm die 30.000 Unterschriften von Wissenschaftlern, die seinen Rücktritt fordern, zu denken gegeben. Sein Rücktritt ist jetzt nur konsequent."

Andreas Dittlmann (PaL):
"Guttenberg hat eine beeindruckende Stellungnahme abgegeben. Sein Schritt muss wohl überlegt gewesen sein, er hat seinen Rücktritt gut begründet. Man muss seine Entscheidung respektieren und sollte sich als Außenstehender nicht einmischen. Ich bin überzeugt, dass wir Guttenberg in der Politik bald wiedersehen werden!"




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