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Mangold und Kastner sehen keinerlei NotwendigkeitÖDP: Nordtangente als „Nervensägen-Strategie“Der jüngste Vorschlag von IHK-Chef Walter Keilbart im Kreistag, die Nordtangente doch zu realisieren, findet bei der Passauer ÖDP keinerlei Zuspruch. | |  |
Passaus 2. Bürgermeister Urban Mangold und ÖDP-Fraktionsvorsitzender Paul Kastner weisen den neuen Vorstoß von IHK, CSU und Landkreismehrheit zum Bau einer Nordtangente zurück. „Eine derartige Naturzerstörung in unserem schönen Ilztal auf Höhe der Trifftsperre ist für die Stadtratsmehrheit ausgeschlossen“, stellt Mangold in einer Pressemitteilung klar. Nach seiner Ansicht sei „eine neue Straße nicht notwendig“.
"Mehrheitsentscheidungen endlich respektieren“
Urban Mangold „Wenn aber der Landkreis und die CSU daran festhalten wollen, sollen sie doch die jahrelang diskutierte Verlängerung des bestehenden Autobahnzubringers Aicha-Hutthurm Richtung Hauzenberg auf die Beine bringen. Nur weil man sich landkreisintern nicht einigen kann, soll auf dem Rücken der Stadt ein Naturschutzgebiet ersten Ranges zerstückelt werden. Niemand kann von uns verlangen, dass wir da unsere Meinung ändern. Ich appelliere an die Landkreispolitiker, die Passauer Mehrheitsentscheidungen endlich zu respektieren“, fordert Mangold.
Demnach hätten laut ÖDP unzählige Gutachten immer wieder bestätigt, dass eine Nordtangente so gut wie gar keine Entlastung für Passau bringt. Denn, so Paul Kastner in der Pressemitteilung: „Fast alle wollen nach Passau und nicht an Passau vorbei. Das bestätigt auch ein Gutachten von Prof. Dr. Ing. Harald Kurzak, das die Landkreispolitiker selbst in Auftrag gegeben haben. Der Experte hat ermittelt, dass lediglich 280 Autos pro Tag aus dem Raum Hauzenberg und östlich davon über Passau zur Autobahn fahren oder umgekehrt. Nur diesen wenigen Autos bliebe die Fahrt durch Passau erspart, wenn wir eine Nordtangente hätten.“ Der ÖDP-Fraktionschef kritisiert außerdem, dass ausgerechnet die Nordtangentenbefürworter beharrlich eine Beschilderung des aus dem Bayerischen Wald kommenden Fernverkehrs über den Autobahnzubringer Hutthurm-Aicha ablehnen. Kastner: „Man hat manchmal den Eindruck, dass man die Stadt durch vermeidbaren Durchfahrverkehr und mit einer Nervensägen-Strategie mürbe machen will“.
 Naturschutzgebiet in Gefahr: Das Ilztal wäre vom Bau der Nordtangente direkt betroffen.
ÖDP: Zeit der großen Straßenneubauprojekte endgültig vorbei
Die ÖDP vertritt die Ansicht, wonach die Zeit der großen Straßenneubauprojekte jetzt endgültig vorbei sei. Es gäbe jetzt Wichtigeres, nämlich die energetische Sanierung im ganzen Land, um die Energiewende zu schaffen und das Klima zu retten. „Wenn uns der Europaabgeordnete Manfred Weber zur Nordtangente rät, weil eventuell EU-Gelder da sind, die ansonsten woanders ausgegeben werden könnten, bestätigt das nur wieder einmal: Die sinnlosesten und fragwürdigsten Projekte werden vielerorts nur deshalb in Angriff genommen, weil es Zuschüsse gibt“, kritisiert Kastner.Fotos: Archiv Mischkowski / lokalnews.de
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