30.03.2012 Oberhaus: Augustiner Bräu übernimmt BurgschänkeOberirdische Variante erhält Baugenehmigung 27.03.2012 Konzept der realistischen Schritte siegtVerkehrsentwicklungsplan vom Stadtrat endgültig abgesegnet Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Fahrradweg am Inn: Stadt hat wegen der Gleise kaum SpielraumIn die Enge getriebenEs hapert am Platz, es hapert an den Gleisen: Ein ausgebauter Radweg entlang der Innstadt ist gestern im Ausschuss gescheitert. Es ist zu eng - und theoretisch könnte auf der Bahnstrecke jederzeit ein Zug fahren. Das sei im Bewusstsein der Passauer viel zu wenig verankert, sagten gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr sowohl OB Jürgen Dupper als auch Baureferent Wolfgang Seiderer. Er habe selbst einmal im Jahr 2008 einen Zug auf den Innstadtgleisen fahren sehen, erinnerte sich der OB: "Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Und im Rathaus hat man mich mit großen Augen angeschaut, als ich das erzählt habe." Es stellte sich heraus: Das war ein Bauzug des Gleisinhabers, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BRE). Dass er gefahren ist, war zwar außergewöhnlich, aber rechtens: Die Genehmigung für die Nutzung der Strecke gilt nach wie vor. "Es kann hier jederzeit ein Zug fahren, und sei es nur zu Reparaturzwecken", sagte Wolfgang Seiderer. Und nannte ein Beispiel dafür, dass diese Tatsache im Rathaus durchaus ab und zu Thema sei: An der Wiener Brücke hat die Stadt gerade Sanierungsarbeiten durchgeführt. Sie überquert die Bahngleise. "Wir haben bei der BRE dafür einen Antrag stellen und ein Zeitfenster einhalten müssen", so Seiderer. Gleisbesitzer reagiert nicht auf Schreiben der Stadt Ergebnis: Keine Chance in Hinsicht auf den zuletzt genannten Punkt. Die BRE habe bisher trotz zahlreicher Bemühungen der Stadt kein Interesse gezeigt, die Flächen abzutreten. Es wäre laut Stadtverwaltung ein Freistellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt nötig, um die Gleise anderweitig als für Bahnbetrieb nutzen zu dürfen - und auch da stünde die Ablehnung der BRE im Weg. ![]() Die Schiffsmühlgasse verbindet die Löwengrube mit dem Radweg. Die Gleise schränken die Stadt in ihrer Handlungsfähigkeit am Innufer extrem ein. "Der Stadt gehört von den Gleisen kein einziger Quadratmeter", schilderte Michael Brockelt, Dienststellenleiter Verkehrsplanung. Deshalb seien auch die breiten Ufer kaum nutzbar: Dazu bräuchte es Bahnübergange. Und zwar an - da ja jederzeit ein Zug fahren könnte - gut einsehbaren Stellen. "Die Bahn würde uns höchstes zwei zusätzliche Übergänge gestattet", so Brockelt. "So lange ein Gleis dort ist bringen wir einfach nichts G'scheites hin", machte der OB deutlich. ![]() Die Bahngleise sind mit Gras und Unkraut überwuchert - doch theoretisch könnte hier jederzeit ein Zug fahren. Dr. Gerhard Waschler (CSU) drängte dennoch, ein Gesamtkonzept für den kompletten Weg von der Voglau bis nach Achleiten ins Auge zu fassen: "Das wäre ein Fortschritt." Dem Teil ab der Marienbrücke Vorrang einzuräumen, das forderte Karl Synek (Grüne): Im vorderen Bereich haben Radfahrer durch die Einbahnstraßenregelung in der Lederergasse und in der Jahnstraße ohnehin gute Möglichkeiten, hin und her zu kommen." Der Bereich ab der Marienbrücke werde stärker am Wasser entlang genutzt. Einen ganz anderen Aspekt brachte Andreas Dittlmann (FDP/PaL) ins Spiel: Die Diskussion zeige, wie begehrlich diese Bahnstrecke enlang des Inn sei, sagte er. "Vielleicht sollte man dann die Prioritäten mal anderweitig setzen, bevor wieder für die Unterstützung der Granitbahn geworben wird." Weg vom Wasser: Hin zu den Straßenmarkierungen Nicht nur Wege am Wasser, auch abgegrenzte Radfahr-Bereiche an den Straßen der Innstadt waren Teil des CSU-Antrags. Konkret ging es um eine Fahrspur von der Kapuzinerstraße bis zur bereits bestehenden Anschlussstelle an den Fahrradweg an der Wiener Straße. Hier gilt dasselbe Problem: Es ist, zumindest teils, zu eng. Für eine Markierung auf der Fahrbahn, also einen Schutzstreifen, sei gemäß Richtlinien eine Fahrbahnbreite von sieben Metern nötig, angesichts der hohen Verkehrsbelastung auf der Straße sogar acht Meter, erklärte Michael Brockelt. Die Marienbrücke, auf der ein solcher Schutzstreifen markiert wurde, sei 7,50 Meter breit. Somit sei ein Streifen an der Kapuzinerstraße erst nach den Engstellen entlang der Brauerei möglich, etwa ab Höhe des Fitnessstudios. Am Jesuitenschlössl wiederum, wo eine Querungshilfe die Fahrspuren verengt, müsste der Fahrradstreifen wieder unterbrochen werden. Die Stadt sieht nur die Möglichkeit, ab der Einmündung Rosenau bis zur Göttweiger Straße einen Streifen zu markieren. Hier ist die Straße durchgehend breit genug, und man könnte zumindest den Bewohnern der Siedlung rund um die Göttweiger Straße eine bessere Möglichkeit des Radfahrens bieten. Radfahren in Passau: Eine Bilanz Von Michael Brockelt gab es im Ausschuss einen Bericht, mit welchen Maßnahmen der Radverkehr im abgelaufenen Berichtsjahr gefördert wurde. Er stellte viele kleine Maßnahmen vor: Radwegweiser: Die Wegweisung in der Innstadt und in Grubweg wurde grundlegend erneuert. In der Innstadt wurden 44 Zielwegweiser und acht Zwischenwegweiser an den wichtigen Kreuzungspunkten angebracht. Für Grubweg sieht das Konzept 35 neue Zielwegweiser und 24 Zwischenwegweiser vor, die größtenteils schon umgesetzt wurden. Kleine Restarbeiten erfolgen Anfang nächsten Jahres. Die übrigen Stadtteile sollen in den nächsten Jahren schrittweise folgen. Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder: Es wurden heuer neue Abstellmöglichkeiten im Bereich Klostergarten, Sparda-Haus, Ludwigsplatz, Bahnhofstraße und der Donaulände aufgestellt. Mittlerweile stehen an rund 50 Standorten knapp 400 Radlständer zur Verfügung. In diesem Jahr kommen noch neue Standorte bei der Europabücherei, im Ort, im Reitergaßl in der Innstadt und im Bereich Bschütt/Ilzsteg hinzu. Allerdings gibt es an einigen zentralen Standorten bereits Kapazitätsengpässe. Die Fahrradboxen an der Oberen Donaulände sind laut Brockelt gut gestartet. Von Juni bis September haben gut 100 Radfahrer die Fahrradboxen genutzt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei zwei bis drei Stunden: Es sind hauptsächlich Touristen, die das Rad sicher parken und derweil die Stadt erkunden. Weitere kleine Verbesserungen sind Bordsteinabsenkungen an wichtigen Auf- und Abfahrten, zum Beispiel von der Augustinergasse kommen zum Innradweg, Beseitigung von Hindernissen wie Umlaufschranken (Lusenweg) oder Pfosten bzw. die Schaffung von Schiebekeilen an Treppen (in Neustift) wichtiger Verbindungen. Sackgassen wurde von der Straßenverkehrsbehörde wurden zusammen mit dem städtischen Bauhof neu beschildert, und zwar diejenigen, die für den Fußgänger und Radfahrer am Ende „durchgängig“ sind, wie zum Beispiel in der Bahnhofstraße oder der Haitzinger Straße. Insgesamt wurden ca. 25 Sackgassen neu beschildert. Eine Radverkehrszählung wurde im Juli an drei Tagen durchgeführt. Damit liegen der Verwaltung genaue Kenntnisse über die Radverkehrsströme im Stadtzentrum vor. Nicht zuletzt durch die hohe Studentenzahl in Passau und die Fahrradtouristen ist das Radverkehrsaufkommen in manchen Bereichen durchaus beachtlich. Spitzenreiter beim Radverkehrsaufkommen ist die Innstraße, die trotz des parallel verlaufenden Innradweges von täglich 2.200 Radfahrern genutzt wird. Im Bereich Ilzdurchbruch wurden bei der Zählung 1.200 Radfahrer notiert. Der Fahrradstadtplan liegt mittlerweile in der 3. Auflage (7.500 Exemplare) auf. Die Verwaltung hat Routenempfehlungen („Feierabendtouren“) erarbeitet, die auf der Rückseite des Fahrradstadtplanes abgedruckt sind und unter www.passau.de/radverkehr.html heruntergeladen werden können, auch als GPS-Tracks. Schlechte Bewertung: Bei der Haushaltsbefragung zum Verkehrsentwicklungsplan hatte sich laut Brockelt herausgestellt, dass die Passauer Bürger die Situation für den Radverkehr in Passau schlecht bewerten. Deshalb habe die Förderung des Radverkehrs bei der Bearbeitung des Verkehrsentwicklungsplans der Stadt eine wichtige Rolle eingenommen. Fotos: Archiv Wax Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
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