Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | KVV-Bauvorhaben beschert der Stadt seitenweise EinwendungenNostalgie und die Angst vorm neuen TurmDie geplanten fünf neuen Bürogebäude an der Erhard- und Grünaustraße beschäftigen Stadt und Bürger. Seitenweise Beschwerden, seitenweise Erklärungen und Antworten. Für die Büro- und Dienstleistungsgebäude, die die Kapfinger Vermögensverwaltung (KVV) auf dem 8.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Batavia Haus, Erhardstraße und Grünaustraße errichten möchte, gab es gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr den positiven Satzungsempfehlungsbeschluss. Die KVV darf weiter planen. Wieder waren Bürger in der Sitzung anwesend, die schon in der Septembersitzung ihrem Ärger Luft gemacht hatten (nachzulesen in unserem Artikel "Billigbau statt grüner Au"). Vor allem die Eigentümergemeinschaft des angrenzenden Batavia-Hauses hat Einspruch gegen das Bauvorhaben erhoben. "Aufgrund der beträchtlichen Verkehrszunahme, welche nach Realisierung des Projektes zu erwarten ist, sind die daran angrenzenden Bewohner (vorwiegend Mietshäuser) erheblichen Immissionen ausgesetzt." Dazu nimmt die Stadtverwaltung wie folgt Stellung: "Die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage erfolgt unmittelbar über die Grünaustraße. Die Verkehrsbewegungen in der Erhardstraße selbst wird, da die derzeit darüber anzufahrenden oberirdischen Parkplätze weitgehend aufgelassen werden, spürbar zurückgehen." ![]() Weitere Hauptargumente der Stadt für das Bauvorhaben: Abstand, Höhe und Lärm: Laut Stadtverwaltung werden im Bebauungsplan der fünf Gebäude die in der Bayerischen Bauordnung festgelegten Abstandsflächen eingehalten. Eine "das zumutbare Maß überschreitende Verschattung" bei bestimmten Wohnungen sei nicht zu erwarten. Auch bei der Höhe halte man sich an Vorschriften. Die Baumassen blieben ganz erheblich unter denen der Nachbarbebauung zur Dr.-Hans-Kapfinger-Straße hin. Keines der Häuser überschreite die Höhe der historischen „Müller-Villa“ (Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 14). Es handle sich bei den geplanten Baukörpern um Bürogebäude mit maximal fünf Vollgeschossen, das dem Batavia-Haus zugewandte hat drei Geschosse. In Sachen Lärm gebe es ein Gutachten, das besagt, dass die zulässigen Werte sowohl tagsüber wie zu den Nachtstunden beim Bau der geplanten Tiefgarage nicht überschritten werden. So wurde im Ausschuss diskutiert: Im Stadtentwicklungsausschuss am gestrigen Dienstag gab es vor allem Kritik am Gestaltungsbeirat (siehe Kasten unten). Der hatte davon abgeraten, das dem Batavia-Haus zugewandte Gebäude leicht versetzen - so war es in der vergangenen Sitzung vorgeschlagen worden, um den Anwohnern mehr Licht und Luft zu verschaffen. "Wofür haben wir einen Gestaltungsbeirat, wenn er die Passauer Bürger nicht berücksichtigt?", fragte Paul Kastner (ÖDP). Er stimmte gegen den Satzungsempfehlungsbeschluss. Gleich taten es ihm Fraktionskollegen Michael Geins und Grünen-Stadtrat Karl Synek. Synek findet die Baukörper "viel zu massig" - und er kritisierte vor allem die reine Büronutzung der neuen Gebäude: "Die Stadtentwicklung hatte dort etwas anderes im Auge. Es hätten auch einige Wohnungen verwirklicht werden sollen." So lasse man die Innenstadt mehr und mehr verwaisen, sagte Synek: "Für den Investor rentieren sich Büros wohl mehr als Wohnungen." FWG-Stadtrat Alois Feuerer gab ihm in diesem Punkt Recht: "Wir hätten eine Auflage mit 25 Prozent Nutzung als Wohnraum machen sollen. Das haben wir verpasst." Ansonsten aber unterstütze Feuerer das Bauvorhaben: "Es entsteht hier ein Komplex, der in seinen Dimensionen, Funktionen und auch baulich eine Bereicherung ist." Dass in den Stadtzentren kleine Bebauung größeren Gebäuden weiche, sei überall der Fall: "Da müssen wir diese nostalgischen Dinge wie die Erinnerung an die Gründerzeit mit seinen Villen außer Acht lassen." OB Jürgen Dupper wies die Kritik am Gestaltungsbeirat zurück, befürwortete das Bauvorhaben - gab aber auch zu, dass es ein schwieriges Unterfangen sei: "An diesem Beispiel wird deutlich, dass eine unserer Maximen in der Stadtentwicklung auch ihre Tücken hat." Mit der Maxime meinte er die Vorgabe der Stadt, sich "von innen nach außen zu entwickeln", also erst Lücken in der Innenstadt zu füllen anstatt am Stadtrand zu bauen. Was macht der Gestaltungsbeirat? Die Stadt hat als Beratungsgremium einen Gestaltungsbeirat mit "städtebaulich namhaften Personen", so die Erläuterung in den Auslegungsschreiben, geschaffen, um insbesondere bei städtebaulich bedeutsamen Vorhaben bzw. Planungen kompetente externe Fachmeinungen hinzuzuziehen und gegebenenfalls diskutieren zu können. Es wird betont, dass Beratungen dieses Gremiums keine „Sitzungen der Stadt Passau“ darstellen. Anwohner hatten moniert, dass diese Treffen nicht-öffentlich ablaufen würden. Es würden aber auch im Gestaltungsbeirat keine letztverbindlichen Entscheidungen bzw. „Beschlüsse“ getroffen, sondern es fände eine interne Beratung statt, in deren Ergebnis der Stadt fundierte Empfehlungen an die Hand gegeben werden. Die Entscheidung darüber, diesen Empfehlungen zu folgen, obliegt den jeweiligen Stadtratsgremien – hier dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. ![]() "Protest! Ich will hier leben können": Mit diesem Schild im Fenster protestieren Anwohner gegen das Bauvorhaben. Fotos: Archiv Wax Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
findest du übersichtlich geordnet auf unserer Themenseite.
Aktuelle Meldungen Slideshow über Christian Stojkovic alias Beatbox Joker |
Deine kostenlose Zeitung für Passau!
| Passau Breitbandausbau: Es geht voran In seiner Sitzung am 17. April beschäftigt sich der Ausschuss ... mehr |





















