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Prämienmodell für gute Ideen von Stadtmitarbeitern

Bis zu 5.000 Euro sind drin

Über die „Ideenbörse“ können Angestellte der Stadt künftig bei Verbesserungsvorschlägen bis zu satte 5.000 Euro als Bonus einstreichen. Der Verwaltungsausschuss hat das Konzept gestern abgenickt.

veröffentlicht von Esther Mischkowski am 29.11.2011 10:49 Uhr im Ressort Politik

In der freien Wirtschaft ist es gang und gäbe, und auch bei der Stadt Passau gab es das Konzept schon einmal, dass Mitarbeiter für gute Ideen und Verbesserungsvorschläge eine Prämie erhalten können. Doch gut funktioniert habe das damals nicht wirklich gut, erinnerte sich Robert Firmhofer, Dienststellenleiter des Hauptamtes der Stadt, gestern in der Ausschusssitzung für Verwaltung und Personal. „Die in der Vergangenheit eingereichten Ideen waren oft nicht ausgereift“, erläuterte er den anwesenden Stadträten. Auch die Festlegung der Prämienhöhe sei recht schwammig formuliert gewesen. Zudem sei es oft vorgekommen, dass Mitarbeiter Vorschläge eingereicht hätten, die zwar von der „Ideen-Jury“ nicht angenommen, aber dann vielleicht einige Jahre später plötzlich doch umgesetzt wurden. Der Erfinder der Idee musste dann allerdings in die Röhre schauen und bekam keinerlei Belohnung.

Prämie nur für "konkrete und serienreife" Ideen


Das soll sich nun mit der neuen Dienstvereinbarung „Ideenbörse“ ändern. Die Mitarbeiter im Rathaus hätten im Rahmen des Projektes „Stadtverwaltung 2012“ mehrfach das Anliegen geäußert, das Verbesserungsvorschlagswesen zu reaktivieren, heißt es in der Beschlussvorlage. Das überarbeitete Konzept legte Firmhofer gestern dem Ausschuss vor: „Es werden nur Vorschläge prämiert, die konkret und serienreif entwickelt wurden“, erklärt er dessen Prämisse. Für jeden Bereich der Stadtverwaltung können die Mitarbeiter nun beim Hauptamt ihre Ideen einreichen. Wenn damit beispielsweise Geld eingespart, die Arbeitsabläufe optimiert oder Mängel und Fehlerquellen beseitigt werden können, dann winkt dem Ideengeber eine Belohnung. Die Spanne reicht dabei Netto von 50 bis 5.000 Euro, je nach Qualität des Vorschlages.


Eine Jury bestehend aus Hauptamtleiter, Kämmerer und Personalräten entscheidet darüber, ob und welche Prämie die Mitarbeiter der Stadt Passau für ihre Ideen und Verbesserungsvorschlage erhalten.


Je niedriger die Position, desto höher die Prämie


Keine Prämierung erhalten Ideen, die keinen Lösungsvorschlag beinhalten. Oder wenn sie von Mitarbeitern kommen, bei deren Arbeit solche Leistungen sowieso vorausgesetzt werden. „Das gilt insbesondere für Beschäftigte, bei denen das Anforderungsprofil Führungs- und Managementqualitäten voraussetzt“, heißt es in der Dienstvereinbarung. Im Klartext: Die Prämie kann umso höher ausfallen, je niedriger der Posten des Ideengeber in der Verwaltungshierarchie angesiedelt ist. „Und der Mitarbeiter hat einen Patentschutz für seinen Vorschlag“, ergänzt Firmhofer.

Mittel aus Extratopf beim Hauptamt


Das Bewertungsgremium der "Ideenbörse" setzt sich aus dem Hauptamtsleiter und jeweils einem Vertreter aus der Kämmerei, des Personalrats des Innern und des Gesamtpersonalrates zusammen. Sie errechnen die Höhe der Belohnung einerseits aus dem „monetären Nutzen“ der Idee nach einer festen Berechnungsformel. Bei einem Vorschlag mit nicht errechenbaren Nutzen andererseits wird vor allem das Ausmaß der Verbesserung als Maßstab angelegt: Wenn eine Idee in mehreren Dienststellen umsetzbar ist, wird sie i.d.R. entsprechend höher prämiert. „Wir bezahlen dies aus einem Extratopf beim Hauptamt“, erklärte Dienststellenleiter Firmhofer die Herkunft der Mittel.

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

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