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Telepark Passau GmbH ist Favorit gegenüber großen Anbietern

Breitbandausbau: Attraktivstes Angebot kommt von städtischer Tochter

Das Rathaus empfiehlt für den weiteren Breitbandausbau im Stadtgebiet Passau einen Bewerber, der dies flächendeckend anbieten kann. Für große Anbieter wie die Telekom ist das aber eher unrentabel. Im Gegensatz zur städtischen Tochter Telepark Passau GmbH.

veröffentlicht von Esther Mischkowski am 29.11.2011 14:19 Uhr im Ressort Politik

Im am 6. Dezember tagenden Ausschuss für Wirtschaft, Marketing und Arbeit wird das Thema Breitbandausbau ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Bereits vor über zwei Jahren, am 31. März 2009, beauftragte dieser Ausschuss die Verwaltung, auf eine flächendeckende Versorgung des gesamten Passauer Stadtgebietes mit einer Datenmenge von mindestens 16 Mbit/s hinzuarbeiten. Daraufhin wurde das Förderfahren im Rahmen der Breitbandinitiative Bayern eingeleitet. Bei der Ausschreibung hätte jedoch damals nur die Telepark Passau GmbH – eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Passau – ein attraktives und zukunftsträchtiges Konzept vorgelegt, teilte das Rathaus in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung mit. Demnach habe sich keiner der großen Telekommunikationsanbieter an dem Verfahren beteiligt. Nachfragen von Seiten der Stadt hätten ergeben, dass sich die Erschließung und Versorgung der städtischen Randgebiete für diese großen Anbieter nicht rechnen würden.

Telepark Passau erschloss bereits über 1.000 Haushalte in den Randgebieten


Die Telepark Passau GmbH hingegen ist bereits schrittweise dabei, auch Randgebiete wie Patriching, Ries oder Schalding (links und rechts der Donau) für Glasfasernetze erreichbar zu machen – aufbauend auf dem seit Jahren ständig erweiterten Leerrohrnetz. Mit großem Aufwand hätten damit mehr als 1.000 Haushalte ein leistungsfähiges Breitbandangebot erhalten, heißt es von Seiten der Stadt.



Nun trudelte aber Mitte 2011 plötzlich doch noch ein Angebot der Deutschen Telekom ins Rathaus. Jedoch wollen diese das Netzwerk bloß in Teilen der Stadt ausbauen, allerdings mit Breitbandanschlüssen von 50 Mbit/s und mehr. Eine Anfrage für das gesamte Stadtgebiet prüft die Telekom derzeit. Doch das Rathaus ist nicht optimistisch: „Die Aussagen von Verantwortlichen der Deutschen Telekom in den Gespräche der letzten Wochen stellen einen stadtweiten Ausbau wegen der fehlenden Gesamtrentabilität eher als unwahrscheinlich dar.“ Die Telepark Passau GmbH wiederum hat parallel zum Angebot der Telekom hingegen eine flächendeckende Versorgung des Stadtgebietes angeboten. Die Präferenz der Stadtverwaltung liegt somit eindeutig auf Seiten der städtischen Tochter. „Anders als die Mitbewerber stellt Telepark Passau GmbH in ihrem Ausbauprogramm kurzfristige wirtschaftliche Gesichtspunkte aber immer wieder hinten an und unterstützt damit die Ausbaubestrebungen der Stadt Passau“, nimmt das Rathaus in der heute veröffentlichten Pressemitteilung Stellung.

Zusage einer flächendeckende Erschließung als Auswahlkriterium


Um eine flächendeckende Erschließung sicherzustellen, schlägt die Verwaltung nun dem Wirtschaftsausschuss vor, „das Ziel eines FTTH-Ausbaus möglichst in passiver Glasfasertechnik aufzunehmen und dabei den Bewerber im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen, der diese Ausbaubestrebungen auch flächendeckend zusagen kann.“ Und dieser Bewerber ist höchstwahrscheinlich die Telepark Passau GmbH. Deren Geschäftsführer Thomas Greiner wird in der Sitzung nächste Woche sein Angebot dem Ausschuss darlegen.

Foto: berlin-pics / pixelio.de

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