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Jedes Uni-Semester erneuert Problem der waghalsigen Radler

Radfahren mit Licht: Die Halbwertszeit

Alle Jahre wieder: Mit jedem neuen Semester beginnt das Problem der unbeleuchteten Fahrräder im Straßenverkehr von neuem. Die stärkere Vorsicht der Studenten hat eine Halbwertszeit.

veröffentlicht von Susanne Wax am 02.12.2011 10:31 Uhr im Ressort Politik

Das sagte Andreas Dittlmann (FDP/PaL) diese Woche im Ordnungsausschuss. Radfahrer mit unbeleuchteten Drahteseln in den Abendstunden und vor allem in Jahreszeiten, in denen es früh dunkel wird, seien in Passau immer wieder ein Problem. Vor allem eine "bestimmte Gruppe junger Erwachsener mit gewissem Bildungsgrad" achte leider immer wieder zu wenig auf die eigene Sicherheit und fahre mit unbeleuchteten Rädern durch Passaus Straßen, umschrieb Dittlmann: "Mir wurde geraten, ich soll nicht mehr ,Studenten' sagen", erklärte er. Er bat Polizeichef Paul Mader, der in der Sitzung dabei war, doch wieder verstärkt auf solche Fälle zu achten. Vor einigen Jahren gab es zum Beispiel eine Aktion, bei der beim Leberkäsempfang gratis Fahrradlichter an Erstsemester verteilt wurden.


Das Fahrradlicht wird in Passau stiefmütterlich behandelt, findet Stadtrat Andreas Dittlmann und findet die Polizei. Bei gewissen Bevölkerungsgruppen seien Verwarnungen wenig nachhaltig.


Dittlmann wollte die Studenten nicht beim Namen nennen - laut Mader ist es aber tatsächlich zum Großteil diese Gruppe, die auf zu wenig Sicherheit beim Fahrradfahren achtet. "Dieses Publikum erneuert sich jährlich. Da haben unsere Aktionen wenig Nachhaltigkeit. Die hält sich arg in Grenzen." Mit jedem Wintersemester kommen hunderte neue junge Leute nach Passau, um hier zu studieren. Und von denen, die sich eine bessere Disziplin beim Radeln angewöhnt haben, verlassen etliche die Stadt. "Es gibt also eine Halbwertszeit von einem Semester", kommentierte Dittlmann, worauf Mader mit Nicken antwortete. Und sei die Passauer Bevölkerung auch irgendwann vernünftig beim Fahrradfahren, erklärte der Polizeichef weiter, so gebe es immer noch die Touristen, die ohne Licht und auf waghalsigen Strecken durch die Stadt fahren: "Auch wenn wir sie verwarnen: Die sind ja meist nur einmal da", sagte dazu Paul Mader.

Auch einen weiteren Punkt, der mit der "bestimmten Gruppe junger Erwachsener mit gewissem Bildungsgrad" zusammenhängt, sprach Dittlmann an - zum wiederholten Male: die Situation am Fußgängerüberweg am Nikolakloster (wir berichteten unter anderem hier). Nach wie vor falle ihm auf, wie waghalsig die jungen Leute da über die Straße laufen und mit dem Rad drüber fahren, und welch langen Rückstaus an Autos sich bilden. "Wir haben sporadisch kontrolliert aber immer, wenn wir dort waren, war's nicht so dramatisch", sagte dazu Ordnungsamtsleiter Josef Zacher. Dieser Punkt habe aus Sicht der Stadt einen "dringenden Handlungsbedarf" noch nicht erreicht.

Foto: Wax

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