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Resolution an Verkehrsministerium und DB für zügigen Ausbau

Barrierefreier Bahnhof: Die Stadt will nicht mehr warten

Zuletzt hat die Deutsche Bahn den barrierefreien Ausbau des Passauer Bahnhofs auf 2013 verschoben - das dauert der Stadt zu lange. Am Montag soll im Stadtrat eine entsprechende Resolution abgesegnet werden.

veröffentlicht von Susanne Wax am 13.12.2011 17:18 Uhr im Ressort Politik

Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit Gehbehinderungen - oder auch einfach nur Menschen mit viel schwerem Gepäck haben am Passauer Bahnhof Mühe, zum Bahngleis zu kommen: Es gibt weder Aufzug noch Rollstuhlrampe. Seit Jahren wartet Passau auf den barrierefreien Ausbau. Die Stadt will nun versuchen, per Resolution an das Verkehrsministerium, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, sowie an die DB Station&Service AG etwas vorantreiben zu können. Das Thema ist am Montag, 19. Dezember, auf der Tagesordnung des Stadtratsplenums.

"Von den Bahnverantwortlichen wurde immer wieder der unmittelbar bevorstehende Um- und Ausbau angekündigt, genau so regelmäßig aber aus vielerlei Gründen auch wieder dementiert", heißt es im Beschlussvorschlag. Der angebliche schnelle Maßnahmebeginn hat sich damit "Schritt für Schritt verschoben", so die Stadt, "aus dem im Jahre 2007 angekündigten, unmittelbar bevorstehenden Start wurde das Jahr 2010, dann 2011 und zuletzt 2013." Nach dem Start vergehen weitere drei Jahre, bis der Bahnhof als barrierefrei bezeichnet werden kann: Die Fertigstellung ist momentan für 2016 geplant.




Täglich nutzen mehr als 6.500 Menschen den Passauer Bahnhof, kommen hier an oder reisen von hier ab. "Er ist damit der wichtigste Knotenpunkt für Pendler, Bahnreisende oder Touristen in der gesamten Region", so heißt es in der Resolution. Und weiter: "Bedauerlicherweise ist der Hauptbahnhof Passau trotz seiner zentralen Bedeutung in einem nicht mehr zeitgemäßen Ausbauzustand." Bahnhöfe seien auch eine Visitenkarte von Städten und Regionen. Der Wunsch und die Forderung der Stadt: Der Hauptbahnhof soll "schnellstmöglich wieder zu einer vorzeigbaren Visitenkarte" werden, "modern, kundenfreundlich, barrierefrei und repräsentativ". Gleichzeitig wolle man mit der Resolution klar machen, "welch hohen Stellenwert der Hauptbahnhof für die Stadt Passau hat". Der barrierefreie Ausbau des Hauptbahnhofs soll "energisch" vorangetrieben werden, die Bauarbeiten sollen "schnellstmöglich" beginnen.

Bitte an Ministerium: Geld zur Verfügung stellen


Damit das Vorhaben auch finanziert werden kann, hängt es von einer Beteiligung des Freistaates Bayern ab. Darum fordert die Resolution: "Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie wird gebeten, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen."

Bisher habe die Stadt "nichts unversucht" gelassen und "immer wieder an die verantwortlichen Stellen appelliert und sie aufgefordert hat, den Verfahrenslauf zu beschleunigen". Der Baubeginn im Jahr 2013 sei in Gesprächen mit der DB Station&Service AG im März und zuletzt am 1. Dezember für Juli 2013 festgesetzt worden. "Eine Aussage, die wegen der bereits sehr weit fortgeschrittenen Planungen und die für die Zeit ab Juli 2013 beantragten baustellenbedingten Änderungen des gesamten Betriebsablaufs am Hauptbahnhof Passau belastbar erscheint", schreibt die Stadt.

Auch Vertreter von Behindertenorganisationen hatten jüngst einen zügigen Ausbau gefordert - nachzulesen hier.

Foto: Archiv lokalnews

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Bahnhof , lokalnews , Deutsche Bahn

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