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Pendlerparkplätze Thema im Stadtrat

Nord, Mitte oder Süd?

Fahrgemeinschaften bilden schont die Umwelt und den Geldbeutel. Aber wo das eigene Auto am Treffpunkt abstellen, wenn man bei jemand anderem mitfährt? Die Stadt macht sich Gedanken über Pendlerparkplätze.

veröffentlicht von Susanne Wax am 20.12.2011 11:01 Uhr im Ressort Politik

Wildes Parken rund um die Autobahnauffahrten. Es nimmt immer mehr zu weil die Leute nicht wissen wohin mit ihrem fahrbaren Untersatz, so der Tenor gestern im Stadtratsplenum. Dr. Andreas Scheuer (CSU) hatte das Thema in der Fragestunde angesprochen, nachdem vom Landkreis Passau die Erweiterung der Pendlerparkplätze Aicha vorm Wald und Garham beschlossen wurde. Auch die Stadt habe Bedarf, als Standort sprach Scheuer von einem Areal unter der Autobahn bei der Auffahrt Nord.


Die Autobahn über der Donau: Links unter der Brücke könnten Parkplätze entstehen, doch stellt sich hier das Staatliche Bauamt wegen der Zufahrt quer. Die CSU schlägt das für die Firma Paul angedachte Wiesenstück bei der Ausfahrt Mitte vor, der Landkreis will die Ausfahrt Süd zusammen mit der Gemeinde Neuburg am Inn prüfen.


Die einzige Beschäftigtengruppe, auf deren Initiative hin man bisher über das Thema Pendlerparkplätze gesprochen und entsprechende Flächen zur Verfügung gestellt habe, seien die BMW-Mitarbeiter, erklärte dazu Ordnungsreferent Josef Zacher. So gebe es 35 Parkplätze in Hacklberg, weitere 15 in Maierhof und am Donauhof sowie den Winterhafen mit 150 Stellflächen. "Wir wissen aber, dass es weiteren Bedarf gibt." Mehr Plätze für die Autos der Pendler zu schaffen, das wolle die Stadt weiter verfolgen, habe in Sachen Autobahnausfahrt Nord aber schon ein Problem: Die angedachte Parkfläche würde zwar von der Autobahnmeisterei zur Verfügung gestellt werden, doch gebe es Probleme mit der Zufahrt zum Gelände. "Das Staatliche Bauamt stimmt bisher nicht zu", informierte Zacher.

Andreas Scheuer brachte Förderungen vom Bund ins Spiel, für die er sich als Staatssekretär beim Verkehrsministerium einsetzen könne. Fraktionskollege Alois Ortner brachte einen Alternativplatz ins Spiel: "Sollte Nord scheitern, bitte ich dringend, die Ausfahrt Mitte zu untersuchen", sagte er. Auch im Zusamenhang mit Park & Ride-Parkplätzen sollte die Stadt sich die Fläche am Thannwald bei Haarschedl anschauen. "Wenn da eine Betriebsansiedlung möglich gewesen wäre", sagte er in Anspielung auf die gescheitere Erweiterung der Firma Paul an dieser Stelle, "dann muss dort auch ein Pendlerparkplatz möglich sein."

Winterhafen als Park & Ride wird null genutzt


Zum Thema Park & Ride äußerte OB Jürgen Dupper Zurückhaltung, die sich aus Erfahrung ergebe: "Wir haben ein kostenfreies Angebot am Winterhafen, das null angenommen wird." Park & Ride wolle er aber unabhängig von Pendlern sehen, die in Richtung Autobahn parken und Fahrgemeinschaften bilden wollen.

Im Landkreis hatte es jüngst ein Spitzengespräch bei Landrat Franz Meyer gegeben. 50 neue Parkplätze am Pendlerparkplatz Aicha vorm Wald, 30 neue in Garham: Das war das Ergebnis. Auch für die Passauer Ausfahrt Süd gebe es eine Lösung, für die man mit der Gemeinde Neuburg am Inn im Gespräch sei. Der Stadt Passau hatte man vorgeworfen, nicht am Gespräch teilgenommen zu haben - das sei angesichts einer Einladung "drei Tage vorher ohne Zeit- und Ortsangabe" allerdings auch schwierig gewesen, konterte der OB gestern im Plenum.

Foto: Archiv Wax

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