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Ilztalbahn: Neuer Halt am Stelzlhof wird von Stadt gefördert5.000 Euro jetzt, später vielleicht mehrDie Ilztalbahn möchte eine zweite Haltestelle im Passauer Stadtgebiet. Über deren Förderung selbst war man sich im Entwicklungsausschuss einig – Höhe und Zeitpunkt wurden hingegen gestern heiß diskutiert. | |  |
Sie boomt, die Ilztalbahn (ITB), und hat damit alle Zweifler Lügen gestraft. Nach Angaben der Betreiber fuhren in der nur am Wochenende betriebenen ITB im Premierenjar 2011 schon 28.000 Passagiere mit – das sind 820 pro Fahrtag. Derzeit ruht der Fahrbetrieb winterbedingt, im nächsten Jahr wollen die Betreiber ihr Angebot verbessern. Geplant ist eine zweite Haltestelle im Stadtgebiet Passau am Stelzlhof. Die Baumaßnahmen würden ca. 60.000 Euro umfassen. Viel Geld, deshalb hat die Ilztalbahn GmbH in einem Schreiben vom 1. Dezember die Stadt Passau um einen Zuschuss gebeten. Die Summe selbst ließ sie offen.
 Die Ilztalbahn wird nun nicht mehr erst außerhalb Passaus (im Foto die Haltestelle in Kalteneck) das erste Mal Halt machen, nun soll am Stelzlhof die erste Haltestelle nach dem Hauptbahnhof entstehen.
Mangold: 5.000 sind zu wenig
Die Verwaltung legte dem gestern tagenden Stadtentwicklungsausschuss nun den Vorschlag zum Beschluss vor, einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro aus dem Haushaltstopf „Verkehrsverbesserungen allgemein“ zu gewähren. Zu wenig, sagt Urban Mangold, 2. Bürgermeister von der ÖDP. Mehr geht momentan auf keinen Fall, kam es von Seiten der CSU, der FDP und der Grünen.
Urban Mangold (ÖDP) „Es ist ein herausragendes Beispiel von Bürgerengagement, uns als Stadt sollte das eigentlich etwas mehr sein“, erklärt Mangold und machte den Vorschlag, auf 10.000 Euro zu erhöhen. Das stößt auf Gegenwehr bei Grünen-Stadtrat Karl Synek. Er sei ein Freund der Ilztalbahn von der ersten Stunde an gewesen und selbstverständlich für eine Förderung. Aber: „Das ist eine Investition, die in einen ordentlichen Haushalt gehört.“ Das Haushaltsjahr 2012 habe noch gar nicht begonnen, und schon werde in den erst kürzlich verabschiedeten Haushaltsplan eingegriffen. „Meines Erachtens können wir gerne noch viel mehr geben, aber heute ist der falsche Zeitpunkt. Ich mag keine Sitzungen nach dem Motto `Wer bietet mehr?`, einen solchen Wettlauf sollten wir uns nicht angewöhnen.“ Wenn die Verwaltung sage, dass eine Förderung jetzt möglich sei, werde er zwar heute zustimmen, aber solche Sachen sollen sich nicht wiederholen.
Sogar ITB-Skeptiker Feuerer stimmt zu
Andreas Dittlmann (FDP) FDP-Stadtrat Andreas Dittlmann pflichtete Synek bei: „Ich kann dem Kollegen Synek nur vollstens zustimmen, ich bin aber so konsequent, dass ich gegen den Vorschlag von Mangold stimmen werde.“ Lediglich den 5.000 Euro könne er zustimmen, für höhere Zuschüsse überzeugten ihn die Argumente nicht. Er wäre allerdings zu einem Zugeständnis bereit: „In dem Haushaltstopf sind 50.000 Euro drin, wenn da am Ende des Jahres noch was übrig sein sollte, dann könnten wir ja noch mehr geben.“ Er regte außerdem an, die Attraktivität der Bahn zusätzlich zu steigern, indem man zusammen mit dem Landkreis endlich einen Geh- und Radweg entlang der Ilz von Hals bis Fischhaus gestalte. Der Finanzierungsvorschlag Dittlmanns zur Infrastruktur am Stelzlhof fiel bei der SPD-Fraktion auf fruchtbaren Boden. „Dieser Vorschlag hört sich vernünftig an“, attestierte Stadtrat Wolfgang Wagner. Auch die CSU konnte Mangold nicht überzeugen. „Mit 5.000 Euro können wir gerade noch leben, aber nicht mit mehr“, meinte Stadtrat Dr. Chrysant Fischer. Für die Förderung sprach sich sogar Alois Feuerer (FWG) aus: „Jeder weiß, dass ich sehr skeptisch bei der Wiederbelebung der Bahn war, weil ich damit zusätzliche Kosten auf uns zukommen sah. Aber es ist eine gute Sache geworden und hat gefruchtet. Also um Gottes Willen ja, insbesondere weil es ja auch im Stadtgebiet ist.“
Die Betreiber der Ilztalbahn selbst seien übrigens mit den 5.000 Euro einverstanden und hätten nicht mehr gefordert, erklärt Stadtentwicklungsreferent Udo Kolbeck. Das schien auch die meisten Stadträte zu überzeugen, die schlussendlich einstimmig für den Vorschlag Dittlmanns stimmten. Bei der Umsetzung der Förderung muss die Verwaltung nun eine wasserdichte Formulierung finden, denn sonst besteht die Gefahr, dass durch die Zuschüsse aus Passau der ITB an anderer Stelle die Förderungen gekürzt werden. Fotos: Archiv lokalnews Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
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Veröffentlicht in folgenden Zeitungen: Passau Hacklberg, Passauer Wirtschaft | Schlagwörter & Themen: Urban Mangold
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