30.03.2012 Oberhaus: Augustiner Bräu übernimmt BurgschänkeOberirdische Variante erhält Baugenehmigung 27.03.2012 Konzept der realistischen Schritte siegtVerkehrsentwicklungsplan vom Stadtrat endgültig abgesegnet Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | Grüne schlagen Öffnung von Orangerie und Seminargarten vorVersteckte Schätze ins Rampenlicht rückenLicht in der Stadt gezielter einsetzen, Grün mehr entfalten: Das ist langfristig geplant. Konzepte gibt es bereits bei der Stadt, nun dürfen die Fraktionen sich weitere Ideen überlegen. Die Grünen haben ihre Vorschläge bekannt gegeben. Und sie beziehen sich auf ein paar ganz konkrete Punkte, wie Fraktionsführer Karl Synek an OB Jürgen Dupper schreibt: Noch gar nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt sind der Grünen-Meinung nach ungenutzte Freiflächen und Bauwerke in der Altstadt, die Untere Donaulände und der Europaplatz. Zu den einzelnen Punkten: Seminargarten und Orangerie Die Grünen wollen eine Grünfläche und ein historisches Bauwerk für die Passauer und die Touristen öffnen. Zum einen denken sie da an den Seminargarten, eine Fläche hinter dem Priesterseminar am Domplatz. "Mitten in der Stadt" liegt dieser Seminargarten, hat etwa die gleiche Fläche wie der Domplatz und "fast kein Passauer Bürger und schon gar kein Tourist kennt sie", so Synek. Der Seminargarten besteht aus einem Gartenteil, der an die historische Stadtmauer angrenzt, und aus einem nicht befestigten Parkplatz für die kirchlichen Mitarbeiter. "Bei dieser Fläche handelt es sich um ein Filetgrundstück, das zum einen viel zu schade ist für die bisherige Nutzung und das zum anderen förmlich nach einer Entwicklung hin zu einer Parkanlage schreit", schreibt Synek. Er könnte sich einen zeitlich beschränkten Zugang für die Öffentlichkeit vorstellen, aber erst, nachdem er grundlegend neugestaltet worden sei. Auf diesem Foto ist der Seminargarten zu sehen, die Grünfläche am linken Bildrand: ![]() Als weitere Attraktion für die Altstadt nennen die Grünen die Orangerie auf dem Gelände des Amtsgerichts. Dieses zum Inn hin gewandte Häuschen könnte vor allem bei Touristenführungen "ein interessantes Vorzeigeobjekt" sein. Die Orangerie am Amtsgericht, ursprünglich genannt Herbersteinpalais, hat zwölf Fensterachsen und eine leicht schräg gestellte Fassade. Laut der Aufzeichnungen "Gartenkunst im Passauer Land" ist sie außergewöhnlich wegen ihrer "einzigartigen Lage als hängendes Orangeriegewächshaus“. Es gilt als das einzige erhaltene Zeugnis einer herausragenden Orangeriekultur im Passauer Land, die im fürstbischöflichen Garten in Hacklberg vor 1554 begann. Synek: "Auch hier sollte, wie beim Seminargarten, mit den Eigentumsvertretern das Gespräch von Seiten der Stadt gesucht werden." Die Orangerie sieht man am besten von der Innstadt oder vom Wasser aus. Wer an der Innpromenade entlang geht, kommt direkt an ihr vorbei, sieht aber wegen der hohen Mauer an dieser Stelle fast nichts vom schönen Glasdach. Unser Foto zeigt die Orangerie im linken Bildteil: ![]() Nachbessern beim Steinsplitt Die Untere Donaulände liegt ebenfalls im Fokus der Grünen, vor allem die Neugestaltung des Uferbereichs ab dem Peschl-Bergerl. Der schwarze Steinsplitt zwischen den neu gepflanzten Bäumen, der bis zu möffentlichen WC führt, sei "alles andere als einladend. Auf diesem Untergrund bewegen sich selten die Leute, alle gehen lieber auf der Pflasterung am Donauufer, obwohl dieser Raum sehr stark von Radfahrern, Taxis und Bussen befahren wird." Die Grünen schlagen eine Nachbesserung im Grünkonzept vor. Nicht nur was für Skater Keine Sitzbänke, kein Platz zum Verweilen: Der Europaplatz ist nach Meinung der Grünen ebenfalls eine allzu brach liegende große Fläche im Stadtgebiet. "Er hat mit Ausnahme von einigen Skatern keine Aufenthaltsqualität." Das Grünkonzept sollte das Areal direkt gegenüber dem Bahnhof berücksichtigen. Das Foto zeigt die 1989 errichtete Europa-Skulptur der im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlerin Renate König-Schalinski auf dem Europaplatz: ![]() Mehr als nur Wasserspiele Der Klostergarten kommt im Grünkonzept gar nicht vor, kritisiert Synek: Derweil fordere gerade dieser Platz die Stadtplanung dazu heraus, immer wieder gestalterisch tätig zu werden. "Ein so zentraler Platz sollte keine statische Einrichtung sein, sondern er sollte hinsichtlich seiner Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger von Zeit zu Zeit überprüft werden, um dann auf die sich ändernden Wünsche und Anforderungen mit einer neuen Raumstruktur reagieren zu können." Vier Jahre bestehe der Klostergarten nun, Zeit für eine erste Evaluierung in Sachen Aufenthaltsqualität, Beschäftigungsmöglichkeiten und Nutzungsvielfalt. Die Grünen sehen erheblichen Verbesserungsabedarf: Vor allem im Winterhalbjahr sei der Klostergarten "ohne Reiz und ohne Aufenthaltsqualität". Die wenigen Wagen der Wochenmarkthändler könnten auch auf dem einen oder anderen Platz in der Stadt stehen, schreibt Synek. Auch im Sommer werde der Klostergarten als Ruhezone nicht geschätzt, nur die teuren Wasserspiele würden einige Besucher anlöcken. "Die als Sitzplatz geplanten Abstufungen werden nicht benutzt und das gepflasterte Vorgelege ist nutzlos und alles andere als schön", heißt es weiter. Hier könnte das Grünkonzept ansetzen. Das Foto zeigt Mitarbeiter der Stadtgärtnerei bei der Sommerarbeit im Klostergarten: ![]() Licht und Grün in der Stadt: Dazu berichteten wir ausführlich im November, nachzulesen hier: Licht und Grün: Die Masterpläne. Fotos: Wax, Archiv lokalnews
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