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Positive Bilanz von mobiler Jugendarbeit und KoKi

Helfen, Beraten, Zuhörer sein

Intensiv Arbeiten in den Bereichen Jugend und Familie: Das hat die Stadt sich mit dem Streetwork und der koordinierten Kinderschutzstelle (KoKi) auf die Fahnen geschrieben.

veröffentlicht von Susanne Wax am 13.01.2012 08:59 Uhr im Ressort Politik

Beide Bereiche haben im vergangenen Jahr erfolgreich gearbeitet, darüber informiert die Stadt in einer Pressemitteilung und dazu soll es im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie am Donnerstag, 19. Januar, noch mehr Details geben.

Zu zweit für die Jugendlichen


Seit Dezember 2010 ist im Amt für Kinder, Jugend und Familie eine zweite Streetworkerstelle eingerichtet. Der Bereich Streetwork ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Jugendarbeit geworden. Gerade die vermehrte Arbeit im präventiven Bereich trägt zur Unterstützung der Passauer Jugendlichen bei. Schwerpunktmäßig wird die mobile Jugendarbeit von Montag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 20 Uhr eingesetzt. Nach Bedarf erfolgt ein Einsatz auch an Wochenenden und außerhalb des festgelegten Zeitrahmens. Die mobile Jugendarbeit arbeitet sporadisch mit Jugendlichen in problematischen Problemlagen. Dabei handelt es sich um vorbereitende Beziehungsarbeit bis hin zu einer intensiven Beratung, Betreuung und Begleitung. Darüber hinaus hat die mobile Jugendarbeit vielfältige Kontakte zu wichtigen sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen gepflegt und aufgebaut. Im letzten Jahr stellte sie z. B. ihre Arbeit in den Klassen der Haupt- und Förderschulen vor. Auch die Durchführung von Projekten fällt in den Aufgabenbereich der mobilen Jugendarbeit. Inbetriebnahme eines Streetbusses im Jahr 2012, offene Tanzangebote und Filmprojekte sind hier nur einige Schlagworte.

Über beide Streetworker haben wir schon berichtet: Christian Anetsberger und Stefan Puchberger.

Gesprächsrunden und Familienpaten


Die koordinierende Kinderschutzstelle bildet den neuen Fachbereich „frühe Hilfen“. Aus diesem Grund lag der Schwerpunkt der KoKi-Arbeit innerhalb des ersten Jahres darin, sich einen Überblick über Einrichtungen und Institutionen in der Kinder- und Jugendhilfe zu verschaffen. Durch regelmäßige Gesprächsrunden wurde eine fruchtbare Zusammenarbeit so abgestimmt, dass frühe Hilfen kurz- wie langfristig zu einer echten Entlastung und zu einem „Mehrwert“ in der Kinder- und Jugendhilfe führen können. Insbesondere wurden im vergangenen Jahr folgende Themen bearbeitet:

  • Zuverlässige Anlaufstelle für 42 junge Familien mit mehr oder weniger Risikofaktoren
  • Begleitung und Unterstützung des Projektes „Familienpaten“
  • Eröffnung einer KoKi-Sprechstunde am Klinikum Passau
  • Aufbau und Gestaltung eines Informationsstandes für Familien bei Familienfesten in den
    Stadtteilen und für Kindertagesstätten

Frühe Hilfen sind präventive Hilfs- und Unterstützungsangebote für Schwangere und Eltern mit Kindern vor allem im Alter von 0 bis 3 Jahren. Sie richten sich an alle Eltern mit dem Ziel, die körperliche, psychische und seelische Gesundheit von Eltern und Kindern frühzeitig und nachhaltig zu fördern, zu erhalten und insbesondere den Aufbau einer tragfähigen Eltern-Kind-Beziehung zu unterstützen. Zum 1. Januar ist darüber hinaus ein neues Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten, dessen Ziel die Qualitätssteigerung in Kinderschutz auf den zwei Säulen Prävention und Intervention ist. Dieses Gesetz bietet nun die rechtliche Grundlage, niederschwellige und präventive Unterstützungsangebote für Familien vor und nach der Geburt und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes einzuführen.

Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen findest du übersichtlich geordnet auf unserer Themenseite.

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