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Nächste Woche gibt es den Förderantrag im Internet

Pumpenprämie ist heiß begehrt

Die bloße Ankündigung, dass das Thema nochmal im Ausschuss kommt, hat zig Anrufe zur Folge gehabt: Interessierte wollten wissen, ob es denn schon bei der Prämie bleibt. Das zeige, wie attraktiv das Angebot für die Passauer ist.

veröffentlicht von Susanne Wax am 20.01.2012 14:15 Uhr im Ressort Politik

Wer sagt das, worum geht es? Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) sagt das, und zwar zum Thema Förderung energieeffizienter Heizungspumpen. Vor kurzem nämlich hat der Umwelt- und Energieausschuss beschlossen, einen Austausch alter Heizungspumpen gegen eine stromsparende Variante mit 100 Euro zu fördern (wir berichteten hier. In den städtischen Haushalt 2012 sind dafür 50.000 Euro eingestellt worden. Diese Woche nun wurden die Förderrichtlinien abgesegnet.

Bis zu 70 Prozent der Stromkosten lassen sich durch energieeffiziente Heizungspumpen einsparen. Ursprünglich beantragt hatte die Förderung von Hausbesitzern beim Pumpenaustausch die ÖDP-Fraktion. Bis vor einigen Jahren hat der Staat den Umstieg auf umweltfreundlicheres Heizen mit der so genannten Pumpenprämie gefördert. Die Stadt will als Ersatz einspringen. Und das Interesse ist groß: Zig Passauer hätten sich bei der Stadt schon nach der Pumpenprämie erkundigt, erklärte Mangold. "Allein nach der Ankündigung, dass das Thema nochmal in den Ausschuss kommt, haben im Umweltamt die Drähte geglüht." Nächste Woche, so erklärte Umweltamtsleiter Erik Linseisen, werden die Unterlagen für den Förderantrag auf www.passau.de online gestellt. Dann kann jeder sie sich herunterladen, ausfüllen und an die Stadt schicken.

Die Verfügbarkeit übers Internet befürwortete Karl Synek (Grüne): Dann spare die Stadt sich einiges an Portokosten. Einen Zusatzantrag zur Angelegenheit nahm Heinz-Peter Höber (FDP/PaL) nach kurzer Diskussion wieder zurück. Er hatte eine Einschränkung bei der Auftragsvergabe angeregt: "Die Förderung soll man nur bekommen, wenn man Passauer Firmen beauftragt. Denn die zahlen schließlich auch Gewerbesteuern an die Stadt." Bürgermeister Mangold und Baureferent Wolfgang Seiderer hatten da rechtliche Bedenken: "Wir dürfen den Markt nicht einschränken. Als Kommune sollten wir nicht in den Wettbewerb eingreifen." Ähnlich sei es bei der Förderung des dezentralen Hochwasserschutzes: Passauer, deren Haus unmittelbar vom Hochwasser betroffen ist, bekommen von der Stadt finanzielle Unterstützung beim Kauf von Plattenelementen und Türschienen. "Auch da haben wir keine Einschränkung bei den Firmen", so Seiderer.

Nachtrag am 26. Januar 2012:
Der Antrag sowie die Förderrichtlinien sind ab sofort im Umweltamt erhältlich oder online auf
www.passau.de abzurufen. Nähere Informationen gibt es auch direkt beim Leiter des städtischen Umweltamts, Erik Linseisen (Tel.: 0851/396-415, Mail: erik.linseisen@passau.de).

Foto: Wax

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