30.03.2012 Oberhaus: Augustiner Bräu übernimmt BurgschänkeOberirdische Variante erhält Baugenehmigung 27.03.2012 Konzept der realistischen Schritte siegtVerkehrsentwicklungsplan vom Stadtrat endgültig abgesegnet Weitere Beiträge auf der Themenseite Die meist geklickten BeiträgeAktuelle KommentareAm 29.02. 19:46 Uhr von Markus Ihle bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 19:31 Uhr von Jürgen Hellwing bei Und immer wieder der Weg zum Oberhaus Am 29.02. 11:26 Uhr von Marcel Köth bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 29.02. 10:55 Uhr von Marco Madness bei Waldkirchen: 90-Jähriger richtet Pistole gegen sich selbst Am 28.02. 12:54 Uhr von Karina Mischkowski bei Baukunst aus Raum und Licht Am 26.02. 13:33 Uhr von Karina Mischkowski bei Den Winter nochmal einfangen | ![]() Passauer Hauptbahnhof: Baubeginn ist Juli 2013Ist es nun endlich fix?Der barrierefreie Ausbau des Passauer Hauptbahnhofs beginnt im Juli 2013, so wurde der Stadt von der Deutschen Bahn nun zugesichert. Eine Anbindung an den ZOB über Poststeg oder Grünaustraße muss davon jedoch abgekoppelt betrachtet werden. Gestern stand im Stadtentwicklungsausschuss wieder einmal der Passauer Hauptbahnhof auf der Tagesordnung – der heruntergekommene Schienenverkehrsknotenpunkt ist eins der Passauer Sorgenkinder, sollte er doch eigentlich die Visitenkarte einer Stadt sein. Seit längerem schon verspricht die Deutsche Bahn AG eine Aufwertung sowie einen barrierefreien Ausbau – doch es hatte sich seit 2007 immer wieder verzögert, sodass die Stadträte in der letzten Sitzung sogar eine Resolution beschlossen, in der sie auf einen zügigen Ausbau drängen (wir berichteten hier). Modernisierung bis voraussichtlich 2016 abgeschlossen Im Ausschuss gestern legte nun Werner Lang, Wirtschaftsreferent der Stadt Passau, die Ausbaupläne der Bahn vor und hatte auch ein fixes Datum im Gepäck: „Der Baubeginn ist im Juli 2013, hat die Bahn zugesichert.“ Derzeit lägen die Pläne noch im beauftragten Nürnberger Planungsbüro Emch + Berger, müssten jedoch bis 15. Februar zwingend beim Eisenbahnbundesamt eingereicht werden, so Lang. Sobald dann das Baurecht vorläge, können zu Beginn 2013 die Ausschreibungs- und Vergabeverhandlungen beginnen. „Die Bauzeit beträgt drei Jahre, also irgendwann 2016 wird der Bahnhof fertig“, erklärt der Wirtschaftsreferent. Baumaßnahmen der DB am Passauer Hauptbahnhof im Überblick:
Das Volumen für die Baumaßnahmen wird von der Bahn auf rund 16 Millionen Euro beziffert, was denkbar knapp berechnet ist, wie auch Wirtschaftsreferent Lang „mit einem Fragezeichen und der Hoffnung, dass dieses Budget ausreicht“ meint. ![]() Und was ist mit den Hauptgebäude? FWG-Stadtrat Alois Feuerer sah einen weiteren Knackpunkt in den Planungen der Deutschen Bahn: „Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, habe ich von keiner Verbesserung im Ankunftsgebäude selbst gehört“, bemängelt er. Er monierte, dass es mittlerweile zur Geschäftspraxis der Bahn gehöre, die Fläche weitestmöglich zu vermieten um den Umsatz zu steigern. „Ich möchte den Missstand artikulieren, dass die Fläche für den eigentlichen Bahnkunden immer kleiner wird“, betont Feuerer. Die vielen Gruppen, die in Passau regelmäßig ankämen, müssten mit einem „unmöglichen Gedränge“ zurechtkommen. Das eigentliche Bahnhofsgebäude sei wirklich nicht Gegenstand der Verbesserungsmaßnahmen, überbrachte Werner Lang die schlechte Nachricht: „Ich kann das leider nur bestätigen, das ist überall das Gleiche.“ Anbindung Hauptbahnhof an ZOB: Varianten und Kosten Seit einiger Zeit wird im Stadtrat zudem die Möglichkeiten diskutiert, wie man den Passauer Hauptbahnhof mit dem Zentralen Omnibusparkplatz (ZOB) besser verbinden könnte. Derzeit muss man fußläufig etwa 287 Meter zurücklegen, mit schwerem Gepäck eine zusätzliche Zumutung. Dass man die verbesserte Anbindung mit den Modernisierungsmaßnahmen der Bahn koppele, sei aber absolut nicht ratsam, so Werner Lang: „Es ist wichtig, dass wir diese Maßnahme völlig loslösen von der aktuellen Planung, denn sonst riskieren wir einen Baustopp und eine weitere Verzögerung von bis zu zwei Jahren.“ Zur Anbindung des Hauptbahnhofs an den ZOB hat die Verwaltung aber bereits verschiedene Varianten geprüft und sich von der Bahn die Kostenvoranschläge geben lassen. „Grundsätzlich ist eine Anbindung an Grünaustraße oder Poststeg denkbar, hat die Bahn mitgeteilt“, erklärte Lang gestern. Die Bahn als Grundstückseigentümerin müsse von der Stadt mit der Ausführung beauftragt werden. „Die Baumaßnahmen müssten dann aber natürlich zu hundert Prozent von der Stadt bezahlt werden, abzüglich möglicher Förderungen“, gab Lang zu bedenken. Untersucht wurden folgende Anbindungsvarianten:
Überhaupt zeigt sich die Bahn ablehnend gegenüber den Plänen der Stadt. Der Grund: die Steuerung der Bahnkunden. „Die Bahn hat hohes Interesse daran, dass die Bahnkunden den Bahnhof durch das Hauptgebäude verlässt“, erklärt Lang. Im Klartext: Die Bahngäste sollen an den Geschäften vorbei geschleust werden und dort noch möglichst viel Geld stehen lassen. Deshalb sei es der Wunsch der Bahn, so teilte Lang mit, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Eindruck machte dies bei den Stadträten jedoch wenig. „Das wäre erst Recht ein Grund, dass wir das bauen“, meinte Oberbürgermeister und erntete allseits zustimmendes Nicken. ![]() Relativiert die Zeitersparnis die Kosten oder nicht? Die Kosten hingegen waren schon ein Argument, das einige im Ausschuss abschreckte: „Die Größenordnung der Kosten ist erschlagend, das hätte ich nicht gedacht“, meinte Dr. Gerhard Waschler (CSU), signalisierte aber prinzipiell trotzdem Zustimmung, das Projekt noch näher zu betrachten. Von der ÖDP-Seite kam Zustimmung. „Auch mich erschlagen die Kosten“, sagte Fraktionsvorsitzender Paul Kastner mit dem Hinweis, dass das eigentlich Problem die Lage des ZOB sei. Doch er wolle auch keine erneute Diskussion über eine Verlegung anstoßen, deshalb bevorzuge er im Namen der ÖDP-Fraktion die Variante über den Poststeg, so Kastner. FDP-Stadtrat Andreas Dittlmann hingegen vertrat eine konträre Meinung. Angesichts der von ihm überschlagenen Zeitersparnis von vielleicht 1,5 Minuten fragte er: „Steht dies wirklich in Relation mit den Kosten?“ Ob die Anbindungsmöglichkeiten überhaupt ausreichend genutzt würden, stellte er ebenfalls in Frage. Denn den „überspitzt gesagt versifften Aufzug“ zum Poststeg würde man jetzt schon nur im äußersten Notfall nutzen. Und einen Weg über die unbelebte Grünaustraße würden vor allem weibliche Nutzer meiden: „Die sind froh, wenn sie über die Bahnhofstraße gehen können“, meinte Dittlmann. Schließlich einigte man sich im Stadtentwicklungsausschuss aber doch darauf, die Varianten 1 und 2 von der Verwaltung noch intensiver auf Kosten und mögliche Fördergelder prüfen zu lassen. Eine Entscheidung wurde damit auf weiteres vertagt. Fotos: Archiv Wax sowie Lugbauer Wir sorgen dafür, dass du bestens informiert bist. Alle unsere Beiträge aus den Passauer Stadtratsitzungen
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